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IG Metall Aachen - Verhandlungsergebnis in der M+E NRW

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Verhandlungsergebnis in der Metall- und Elektroindustrie NRW erzielt

Nach 14-stündiger Verhandlung wurde am frühen Freitag Morgen ein Verhandlungsergebnis zwischen IG Metall und dem Arbeitgeberverband Metall NRW erzielt.

Über 8.000 Warnstreikende auf der Kundgebung vor dem Verhandlungsbeginn in Köln am 12.05.2016 – 90.000 Warnstreikende in ganz NRW – Produktionsausfälle in über 750 Betrieben –

Dann in Köln: 14-stündige Verhandlung – 6 Uhr morgens steht das Ergebnis: Die erste Stufe mit 2,8% startet am 1. Juli 2016, die zweite mit 2,0% am 1. April 2017. Ein Pauschalbetrag von 150 € wird für den Monat Juni 2016 gezahlt. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2017. Für Betriebe mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten gibt es Möglichkeiten der Abweichung.

Knut Giesler, IG Metall-Bezirksleiter in NRW: „Beide Stufen bringen unseren Mitgliedern ein kräftiges Plus, mit Beteiligung an den Unternehmenserfolgen, mit Stärkung der Binnennachfrage, mit volkswirtschaftlicher Vernunft.“ Die Verhandlung drohte zwischenzeitig immer wieder zu scheitern. Giesler: „Letztlich entscheidend war die Entschlossenheit aller Mitglieder. Davon bekamen die Arbeitgeber in den vergangenen Tagen jede Menge zu spüren.“  

Abweichung nur bei Verständigung der Tarifvertragsparteien

Die Arbeitgeber haben ihre wirtschaftliche Lage von Beginn an schlecht geredet. Sie forderten eine dauerhafte Möglichkeit betrieblicher Abweichungen im Tarif, bis hin zur völlig freien Verfügung über die jährlichen Sonderzahlungen. Giesler: „Diesen Zahn konnten wir ihnen ziehen. Diese Form dauerhaft und betrieblich von Tariferhöhungen abzuweichen wird es so nicht geben.“ Die jetzt vereinbarte Regelung setzt klare Grenzen.

Bei Verständigung der Tarifparteien kann der Pauschalbetrag von 150 € in Betrieben mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten ganz oder teilweise entfallen. Die 2-prozentige Erhöhung der zweiten Stufe kann unter derselben Voraussetzung maximal bis zum 30. Juni 2017 ganz oder teilweise verschoben werden. Betriebe mit bereits vereinbarten abweichenden Regelungen können diese Möglichkeiten nicht nutzen. Ohne IG Metall geht nichts.

Giesler: „Damit nehmen wir den Druck von unseren Betriebsräten. Lösungen gibt es nur mit uns und nur in tarifgebundenen Mitgliedsbetrieben der Arbeitgeberverbände.“

Achim Schyns, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Aachen: "Dieses Verhandlungsergebnis ist ein guter Kompromiss. Uns war wichtig, dass die Beschäftigten real mehr im Portemonnaie haben. Das ist uns gelungen."

Heute berät die Tarifkommission über das vereinbarte Verhandlungsergebnis.

Weitere Infos unter www.igmetall-nrw.de .