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IG Metall Amberg 1 - 2019-03-12ILO100

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International Labour Organization


Die ILO wird 100 – aber wer ist das eigentlich?

Die International Labour Organization (ILO) wird 100 Jahre alt. Die Vereinten Nationen hatten damals diese Sonderorganisation gegründet. Doch wer ist die ILO überhaupt und was macht sie?

Die Abkürzung ILO steht für International Labour Organization. Vor 100 Jahren gründeten die Vereinten Nationen diese Sonderorganisation. Auslöser war das Elend breiter Bevölkerungsschichten nach dem Ersten Weltkrieg. Der internationale Gewerkschaftsbund forderte damals, die Arbeitsbedingungen auf internationaler Ebene zu verbessern. Die Verfassung der ILO – auf Deutsch Internationale Arbeitsgemeinschaft (IAO) – wurde 1919 in den Versailler Friedensvertrag aufgenommen.

Der Sitz der ILO ist Genf und ihr Auftrag ist, soziale Gerechtigkeit sowie Menschen- und Arbeitnehmerrechte zu fördern. In den sogenannten ILO-Kernarbeitsnormen werden diese Ziele konkretisiert. Im Jubiläumsjahr sind sie aktueller denn je. Jeden Tag sterben weltweit etwa 6400 Menschen durch einen Unfall am Arbeitsplatz oder an einer berufsbedingten Erkrankung. Es gibt weiterhin Kinderarbeit, Diskriminierung von Frauen, Sklaverei und Ausbeutung. Viele multinationalen Konzerne verweigern ihren Beschäftigten, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Die Unternehmen verstoßen gegen die Kernarbeitsnorm der Vereinigungsfreiheit. Die Herausforderungen haben sich durch die Globalisierung verschärft. Produktionsabläufe werden immer internationaler. Beschäftigte werden mit einer Drohkulisse eingeschüchtert. Einzelne Standorte werden gegeneinander ausgespielt, um Löhne zu drücken und Tarifverträge zu öffnen. Mühsame Überzeugungsarbeit ist weiter notwendig etwa ­gegenüber den USA, die sich hartnäckig weigern, alle ILO-Kernarbeitsnormen zu unterzeichnen.

Den Möglichkeiten der ILO, ihre Mindeststandards durchzusetzen, sind Grenzen gesetzt. Flankierend haben die Gewerkschaften mit multinationalen Unternehmen globale Rahmenvereinbarungen geschlossen, um weitergehende Mindestsozialstandards durchzusetzen. Bei 20 dieser international geltenden Vereinbarungen ist die IG Metall federführend.

Kernprinzipien
Die Arbeit der ILO basiert auf den Kernprinzipien Vereinigungsfreiheit, Recht auf Kollektivverhandlungen, Beseitigung der Zwangsarbeit, Abschaffung der Kinderarbeit und Verbot der Diskriminierung.

Die ILO im Internet

Globale Rahmenvereinbarung
Zur Weiterentwicklung der ILO-Mindeststandards haben Gewerkschaften eine Reihe von Globalen Rahmenvereinbarungen auf Unternehmensebene abgeschlossen.

mehr zu Globalen Rahmenvereinbarungen im Extranet