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IG Metall Amberg 1 - 2020-03-27PM

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Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie

Das steckt drin in dem "Corona-Tarifvertrag"


Info zu Corona

Jetzt geht es in erster Linie um unser aller Gesundheit - aber auch um Arbeitsplätze und Einkommen.

Durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft befinden wir uns in einer nie dagewesenen Situation.
Jetzt geht es in erster Linie um unser aller Gesundheit - aber auch um Arbeitsplätze und Einkommen.

Eine Maßnahme hierfür kann Kurzarbeit sein, wenn sich Krankheitsfälle im Betrieb häufen oder die Produktion aufgrund von Auftragsrückgang oder fehlendem Material zum Erliegen kommt. In 23 von 47 Betrieben mit Betriebsrat in der mittleren und nördlichen Oberpfalz wurden bereits Lösungen für Kurzarbeit gefunden. In weiteren 15 Betrieben, sind die Betriebsräte aktuell in Verhandlung mit der Geschäftsleitung. Wichtig ist uns als Arbeitnehmervertreter, dass die Arbeitgeber einen Teil der Unterstützung, die sie vom Staat erhalten, an ihre Beschäftigten weitergeben. So haben wir gemeinsam mit den Betriebsräten in den von uns betreuten Betrieben zum Teil Aufzahlungen auf zwischen 70% und 85% des Nettoentgelts erreicht, in Ausnahmefällen sogar bis zu 90%.

Leider gibt es auch immer noch Arbeitgeber, die keine Aufzahlungen leisten wollen und damit den Eindruck erwecken, auf Kosten ihrer Beschäftigten an der Krise verdienen zu wollen.

Einige Betriebe sind schon in Kurzarbeit, der Großteil wird aber voraussichtlich zum 01.04.2020 in Kurzarbeit treten. Es gibt aber auch Betriebe, in denen bisher noch gar nicht über Kurzarbeit verhandelt wird. Das hat verschiedene Gründe. Da gibt es beispielsweise Betriebe, denen es weder an Material noch an Aufträgen mangelt und die auch keinen Arbeitsausfall durch massenhaft erkrankte Beschäftigte haben. Diese Betriebe erfüllen schlicht die Voraussetzungen für Kurzarbeit nicht.

Andere Betriebe, die z.B. Medizintechnik oder Verpackungen für Medikamente und Lebensmittel herstellen, wie Siemens Healthcare oder Constantia Pirk, gelten als systemrelevant und sollten daher ihre Produktion aufrechterhalten. Wieder andere Betriebe haben keine oder kaum Produktion am Standort, sodass ihre Mitarbeiter mobil von zu Hause aus weiterarbeiten können. Und dann gibt es da noch die Arbeitgeber, die immer noch glauben, das hätte alles nichts mit ihnen zu tun und die deshalb nicht bereit sind, vorbeugend Verhandlungen zu führen.

Wir versuchen, mit allen Mitteln der Mitbestimmung so gut es geht sicherzustellen, dass die Menschen zu Hause bleiben oder durch Entzerrung der Schichten und weitere Schutzmaßnahmen möglichst sicher arbeiten können, um sie und ihre Familien vor einer Infektion zu schützen. Die Aufzahlung auf das Kurzarbeitergeld gibt zudem finanzielle Sicherheit. Längerfristig betrachtet, sichert die Kurzarbeit Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, da sie durch den Verzicht auf Kündigungen nach der Krise sofort wieder durchstarten können.

Das ist ein Beitrag, dafür, dass wir alle gut durch diese Krise kommen.

Wir als IG Metall Amberg setzen uns auch und gerade in Krisenzeiten für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein - mit den Betriebsräten, die im Sinne der Beschäftigten mitbestimmen, den Vertrauensleuten, die Informationen weitertragen und auch in unserer Geschäftsstelle können uns Mitglieder weiterhin zu den gewohnten Zeiten telefonisch und per Email erreichen.

Pressemitteilung der IG Metall Amberg vom 27. März 2020