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IG Metall Amberg 1 - 2020-09-18Delegiertenversammlung

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Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie

Das steckt drin in dem "Corona-Tarifvertrag"


Info zu Corona

Abstimmung mit Abstand - IG Metall Amberg trifft sich zur zweiten Delegiertenversammlung in diesem Jahr

Mit der Delegiertenversammlung am 18.09.20 in Neustadt Waldnaab kehrte ein Stück Normalität in unsere Arbeit als Gewerkschaft zurück. Nach Monaten mit vorwiegend online Veranstaltungen taten der Austausch und das gemeinsame Entscheiden über die Geschäfte der Gewerkschaft gut, auch wenn das Miteinander durch die üblichen Hygienevorschriften – Abstand zwischen den Sitzplätzen, Maskenpflicht, etc. – etwas eingeschränkt war.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen ist in Zeiten von Abstandsregelungen und Kontaktverbot Kreativität gefragt. Betriebsratssitzungen wurden als Onlinekonferenzen abgehalten, Videobotschaften gedreht, Informationen über Social Media, Homepages und die Presse verteilt. Dass es sogar mitten im Shutdown möglich war, die streikenden Kolleginnen und Kollegen von Voith in Sonthofen solidarisch zu unterstützen zeigt ebenso wie die openair Betriebsversammlung mit Zaungästen bei Kennnametal, dass wir unser Repertoire an die veränderten Bedingungen angepasst und erweitert haben.
„Es ist wichtig, dass wir sichtbar sind und die Straßen nicht rechten Verschwörungstheoretikern überlassen“, mahnte Horst Ott. Die Arbeitgeber versuchen die Corona-Krise für Rationalisierung und Verlagerungen auszunutzen. In ganz Bayern drohen die Firmen wie MAN, Schaeffler und Conti mit Stellenabbau. Das wollen wir nicht so einfach hinnehmen. Aus diesem Grund wird Mitte Oktober eine bayernweite Aktionswoche stattfinden. „Mit sichtbaren Aktionen werden wir den Arbeitgebern deutlich machen, dass wir das nicht mittragen werden. Das wird ein heißer Herbst!“, prophezeit Ott.
„Diese Aktionswoche darf auch als Vorgeschmack auf die anstehende Tarifrunde gesehen werden“, erklärt Udo Fechtner, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg. Den Forderungen der Arbeitgeber nach einer Aufweichung des Kündigungsschutzes stellt die IG Metall die Diskussion um eine 4-Tage-Woche zur Beschäftigungssicherung entgegen. Bei einer groß angelegten Online-Befragung können die Beschäftigten noch bis Ende Oktober ihre Wünsche und Ideen einbringen, bevor die Tarifkommissionen im November die Forderungen der Arbeitnehmerseite beschließen werden.

[Text: A. Enßner; Bild: A. Enßner]