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IG Metall Amberg 1 - Maxhuette

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Berufskrankeit auf der Maxhütte?

Die IG Metall Amberg informiert ihre Mitglieder, welche auf der Maxhütte beschäftigt waren und erkrankt sind über "die Anzeige einer Berufskrankheit"

Vor einigen Tagen informierte die IG Metall Amberg über die Anzeigbarkeit einer Berufskrankheit.

Die Hostorie: Vor rund vier Jahren erhielt die IG Metall Amberg die Mitteilung, dass "gefühlt" viele Kolleginnen und Kollegen, die auf der Maxhütte gearbeitet haben, nun schwer erkrankt bzw. relativ jung verstorben sind. Parallel zu dieser Meldung untersagte der Landkreis damals ein Fahrradrennen auf dem ehemaligen Maxhüttengelände, da dieses zu stark mit Schadstoffen kontaminiert sei.

Diese Tatsachen waren Grund genug für die IG Metall Amberg, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass der Verdacht bestünde, die Bodenbelastung und die gefühlte überproportional hohe Krankheitsrate stünden in einem Zusammenhang.

Damit nicht genug, holte die IG Metall Amberg Sachverständige nach Sulzbach-Rosenberg, organisierte Veranstaltungen und unterstützte ihre Mitglieder bei der Antragstellung zur Anerkennung einer Berufskrankheit in eigens eingerichteten Sprechtagen vor Ort.

Die Anerkennung einer Berufskrankheit ist ein Individualrecht. Dies bedeutet: Jede/r Einzelne muss klagen. Die IG Metall unterstützt aber ihre Mitglieder dabei und trägt die Kosten. Die Initiative muss jedoch durch jede Person einzeln erfolgen.

Einige Mitglieder der IG Metall sind diesen langen juristischen Weg gegangen und haben jetzt Recht bekommen. Somit erhalten diese nun, je nach Anerkennung, mehr Rente und Abschlagszahlungen für die Zeit ab der Erkrankung.

Diese 5 Grundvoraussetzungen müssen zwingend erfüllt sein, um solch einen Antrag stellen zu können:

1. es muss eine Beschäftigung in der Maxhütte bestanden haben
2. Haus- oder Facharzt muss eine Erkrankung feststellen und den Verdacht auf Berufserkrankung anzeigen
3. die IG Metall kann nur unterstützen, wenn eine Mitgliedschaft bei dieser besteht
4. für IG Metall Mitglieder erfolgt Beratung, Vertretung, Übernahme der Rechtsschutzkosten einzig und alleine durch das Personal der IG Metall Amberg und der DGB Rechtsschutz GmbH Weiden - die Kosten für eigens gewählte Anwälte oder Rechtsvertreter werden generell nach den Richtlinien der IG Metall nicht übernommen
5. Umso genauer wir die Zeiten des Berufslebens und den Verlauf der Erkrankungen bei Antragsstellung dokumentieren können, umso besser die Ausgangssituation bei der Geltendmachung

Ebenso sei darauf hingewiesen, dass nicht jeder Antrag automatisch ein Erfolg sein wird. Kein persönliches Schicksal ist vergleichbar und hat eine andere Ausgangsbasis. So spielen die Art und die Dauer der Erkrankung, das Einsatzgebiet und damit der Kontakt mit relevanten Schadstoffen sowie die Dauer der Beschäftigung zum Beispiel eine große Rolle bei der Anzeige der Berufserkrankheit.

Die IG Metall hilft ihren Mitgliedern weiterhin.
Für einen persönlichen Beratungstermin sind alle Interessierten gebeten, ab Anfang September einen Termin in der Geschäftsstelle in Amberg zu vereinbaren. Dies kann telefonisch über folgende Telefonnummer erfolgen: 09621-49310

Die empfohlene Vorgehensweise zur Anzeige des Verdachts einer Berufskrankheit:

Text: HE, Bild: pixabay