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IG Metall Bielefeld - Jubilarehrung 2018

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Bielefelder IG Metall ehrt ihre langjährigen Mitglieder

Am Montag, den 29. Oktober, hatte die IG Metall 646 Jubilare zur großen Feier in die Stadthalle eingeladen. Als Gäste waren auch Oberbürgermeister Pit Clausen und Anke Unger vom DGB gekommen. Ute Herkströter hielt die Festansprache.

Geehrt wurden in diesem Jahr
180 Mitglieder für ihre 25-jährige, 260 Mitglieder für ihre 40-jährige,
94 Mitglieder für ihre 50-jährige, 73 Mitglieder für ihre 60-jährige und
39 Mitglieder für ihre 70-jährige Gewerkschaftszugehörigkeit.

Ogut Önal, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Bielefeld, begrüßte die Jubilare und Gäste. Er bedankte sich im Namen des Ortsvorstands ganz herzlich bei den Jubilaren für die langjährige Treue zu unserer Gewerkschaft. Er betonte: "Viele Ereignisse belegen, dass wichtiger Wandel in Arbeitswelt und Gesellschaft oft auf gewerkschaftlichen Impulsen beruht und häufig nur mit massivem gewerk-schaftlichem Einsatz durchgesetzt werden konnten."

Pit Clausen, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, erinnerte in seinem Grußwort an das Jahr 1948, als die ältesten Jubilare gerade Mitglied der IG Metall wurden: damals galt es wirklich große Probleme durch beherztes Anpacken zu lösen. Er wandte sich ausdrücklich gegen die heutige "me first" ("ich zuerst") Mentalität und dankte in seinem Grußwort insbesondere allen ehrenamtlich Engagierten in der Stadt Bielefeld - und das ist immerhin ein Drittel aller Erwachsenen Einwohner - für das große Engagement in dieser Stadt für Toleranz und Solidarität.

Anke Unger, DGB Regionsgeschäftsführerin in Ostwestfalen-Lippe, rief dazu auf, sich aktiv an der Gedenkfeier der Stadt Bielefeld zu den Judenpogromen am 9. November und sich am 10. November in der Stadt an den Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen gegen den Naziaufmarsch für eine Holocaust-Leugnerin zu beteiligen.

Ute Herkströter, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Bielefeld, erinnerte in ihrer Festansprache an die Tarifrunde im Frühjahr, in der es von Seiten der Arbeitgeber massiven Widerstand gab, weil die IG Metall die Bedürfnisse der Beschäftigten zur Gestaltung ihrer Arbeitszeit zum Thema gemacht habe. Dafür musste sogar der Manteltarifvertrag gekündigt werden. Doch dank der starken Beteiligung an den Warnstreiks konnten alle Ziele erreicht werden. In Bielefeld allein haben sich 7000 Beschäftigte aus über 44 Betrieben beteiligt. Das schweißt zusammen! Und weiter sagte sie "Wir haben mit dem Ergebnis den Nerv der Beschäftigten getroffen. Nach allem was ich gehört habe ist gerade die tarifliche Freistellungszeit der Renner. Vor allem bei Beschäftigten die in Schicht arbeiten. In vielen Schichtbetrieben wollen fast 90 % der Schichtbeschäftigten Zeit statt Geld. Das ist toll. Das bedeutet wir haben noch viel Arbeit im Betrieb."

Und weiter wandte sie sich ausdrücklich gegen Rassismus und Hass in der Gesellschaft: "Darum ist es unsere Aufgabe und die aller Demokraten, klare Kante zu zeigen. Wir müssen deutlich zeigen „Wir sind Mehr“.

Wir verurteilen jede Form von Hass und Gewalt. Unser Weltbild bleibt fortschrittlich. Wir lassen uns keine andere Republik aufzwingen. Ein vereintes Europa mit offenen Grenzen, dazu stehen wir. Gerade jetzt müssen wir unsere Werte hochhalten. Freiheit ist nicht verhandelbar. Nur in einer freien Gesellschaft können wir als Gewerkschaft agieren.

Nur die Demokratie sichert uns das Recht, uns als ArbeitnehmerInnen zusammen zu schließen. Wir lassen uns diese Recht von niemand nehmen. Wir sind stolz darauf, dass wir unsere Arbeitsbedingungen mit den Arbeitgebern selbst aushandeln. Tarifautonomie ist ein hohes Gut. Es steckt das Wort Autonomie darin. Selbst handeln, selbst Akteur seines Lebens sein – das ist ein Wert, den wir als GewerkschafterInnen hochhalten."

Stellvertretend für alle Jubilare konnten nur wenige namentlich genannt werden. Darunter u.a. die früheren Bevollmächtigten der IG Metall Bielefeld Heinz Hecht und Werner Dopheide.

Zur Unterhaltung der Jubilare präsentierte die Band „Roter Faden“ bekannte Evergreens der vergangenen 70 Jahre und lud zum Mitsingen, Tanzen oder „nur“ zum Zuhören ein.

Hier noch eine kleine Bildergalerie von diesem schönen Abend:

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