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Aktuelles der IG Metall Bochum-Herne


Ergebnis in der Tarifverhandlung der M&E Industrie

2016-05-17 11:20:32
Die IG Metall-Tarifkommission für die Metallindustrie von NRW hat das Verhandlungsergebnis von heute 8 Uhr um 11 Uhr einstimmig angenommen.

Das kommt eigentlich nicht vor: Als IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Knut Giesler den Saal des Leonardo-Hotels in Köln-Lindenthal betritt, applaudieren die Mitglieder der Tarifkommission. Über Facebook, What's App und SMS, die Nachrichtenagenturen und den IG Metall-Schnelldienst war längst rum: Der Durchbruch ist gelungen, das Verhandlungsergebnis in trockenen Tüchern.

Es gibt 4,8 Prozent mehr Geld in zwei Stufen, der neue Tarifvertrag gilt bis Ende 2017. Die erste Zahlung - eine Pauschale von 150 Euro - ist im Juni fällig, die Azubis erhalten 65 Euro. Im Juli gibt's 2,8 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung, im April 2017 steigen die Einkommen um weitere 2,0 Prozent.

Kann ein Betrieb eine unterdurchschnittlich schlechte Ertragslage nachweisen, kann er beantragen, die 150-Euro-Pauschale zu verringern oder ihre Auszahlung verschieben - vorausgesetzt die IG Metall stimmt zu. Auch die zweite Tariferhöhung ab April 2017 kann ganz oder teilweise verschoben werden, maximal um drei Monate; spätestens am 1. Juli wird die 2-Prozent-Steigerung fällig.

Als Giesler das Verhandlungsergebnis erklärt, erntet er mehrfach Beifall. Auch für den Satz: "Sagt den Nichtmitgliedern: 'Mit der IG Metall kriegt ihr mehr Geld als ohne!"

Ein Betriebsratsvorsitzender sagt, für dieses Verhandlungsergebnis müsse er nicht werben: "Das 'verkaufe' ich nicht - das ist ein verdammt geiler Erfolg!" Andere Betriebsräte berichten von der Begeisterung, mit der ihre Kolleginnen und Kollegen von der gestrigen Großkundgebung auf dem Kölner Heumarkt wieder in die Betriebe zurückgekommen sind: "Sie haben zum ersten Mal erlebt, wie viele wir sind." Aus ganz NRW waren 8000 Beschäftigten nach Köln gereist, um der IG Metall-Verhandlungskommission den Rücken zu stärken. Kurz nach der Kundgebung begann im nahe gelegenen Maritim Hotel die fünfte und letzte Verhandlung.

Dass es 16 Stunden dauern würde, bis das Verhandlungsergebnis unterschrieben ist, dürfte niemand erwartet haben. Bis zum Schluss stand die Verhandlung auf der Kippe: Sagen die Arbeitgeber ja oder nein zum letzten Angebot der IG Metall? Sie sagen ja. In der Tarifkommission wenige Stunden später gibt es nur Lob und Anerkennung, keine Kritik. Knut Giesler spielte den Ball zurück: "NRW hat einen tollen Job gemacht", sagt er und meint die vielen Warnstreiks. Diesen Druck haben die Arbeitgeber nicht nur zur Kenntnis, sondern ernst genommen. Der IG Metall-Bevollmächtigte Witich Roßmann hat ausgerechnet, wie viel mehr Kaufkraft allein die 58.000 Metallbeschäftigten in Köln dank Tarifvertrag haben werden: 83 Millionen Euro.

Normalerweise wird ein, zwei Wochen nach Verhandlungsschluss über das Verhandlungsergebnis in der Tarifkommission abgestimmt. Nach dem rundum positiven Stimmungsbild stimmt die Kommission dafür, sofort abzustimmen - und nimmt das Verhandlungsergebnis an, einstimmig, ohne Enthaltungen.

Nach einer Stunde stehen die Tarifkommissionsmitglieder von ihren Stühlen auf und applaudieren stehend. mehr...

Metaller setzen Warnstreiks fort

2016-05-11 12:44:00
Die Arbeitsniederlegungen in der Metallindustrie von NRW gehen weiter. Heute gingen 3300 Beschäftigte aus 30 Betrieben heute auf die Straße.

Die größten Demonstrationen und Kundgebungen fanden in Bad Berleburg bei Siegen und Hellenthal (IG Metall Bonn-Rhein-Sieg) mit jeweils 1000 Beschäftigten und in Ennepetal (IG Metall Gevelsberg-Hattingen) mit 600 Beschäftigten statt.

Auch in Monschau bei Aachen, in Bergheim bei Köln, in Altena (IG Metall Märkischer Kreis) und in Paderborn demonstrierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die Tarifforderung nach 5 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate und gegen das Arbeitgeberangebot von 2,1 Prozent für 24 Monate.

Warnstreiks in Bochum und Herne

2016-05-04 09:18:41
In 287 Betrieben der Metallindustrie von NRW legten heute Beschäftigte die Arbeit nieder. Über 35 000 Menschen waren im Ausstand - ein Rekord!

Die Wut und Enttäuschung der Menschen über das mickrige Angebot der Arbeitgeber ist groß", sagte IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Knut Giesler vor dem Unternehmerverband in Dortmund. Jetzt müssten die Arbeitgeber "eine richtige Schippe drauflegen". Sollte es nicht dazu kommen, seien 24-Stunden-Streiks "kaum noch zu vermeiden".

In der zweiten Tarifverhandlung hatte der Arbeitgeberverband Metall eine Tariferhöhung von 0,9 Prozent für 12 Monate angeboten, in der dritten Verhandlung eine Erhöhung um 2,1 Prozent für 24 Monate. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt.

Auch in Bochum und Herne haben mehrere hundert Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Mehr als 200 Kolleginnen und Kollegen bei Opel Warehousing GmbH versammelten sich ab 11 Uhr am Werkstor.

Murat Yaman ( BR Vorsitzender ) und Volker Strehl ( 2. Bevollmächtigter der IG Metall Bochum -Herne ) stellten noch einmal klar, dass 2,1 % Erhöhung ein No Go ist.