Edelstahlsparte von Thyssen-Krupp
-"Alarmstufe Rot" - Aufruf zur Kundgebung in Bochum
Die Veranstaltung beginnt um "5 vor 12" auf dem Husenman-Platz. Sprechen werden IG Metall-Vorstandsmitglied Bertin Eichler und derVorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Thyssen-Krupp-Edelstahlsparte Bernd Kalwa.
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sprach sich für eine sozialverträgliche Lösung bei einem möglichen Zusammengehen der beiden Konkurrenten aus. "Ich glaube, dass Thyssen-Krupp in der Lage
sein könnte, das Ganze ohne betriebsbedingte Kündigungen
hinzubekommen. Das wäre für den Standort NRW außerordentlich wichtig", sagte Kraft in Düsseldorf.
Nach dem Bekanntwerden der Gespräche über ein mögliches
Zusammengehen von Inoxum und Outokumpu waren in der Belegschaft Befürchtungen vor eine massiven Arbeitsplatzabbau laut geworden. Die IG Metall befürchtet bei Schließungen an den Standorten
Krefeld und Bochum kurzfristig den Verlust von bis zu 1000 Arbeitsplätzen. Langfristig könnten bis zu 2500 Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr sein, hieß es.
Mit rund 11 .00 Beschäftigten erwirtschaftete die Thyssen-Krupp-Edelstahlsparte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro und ist damit Weltmarktführer. Nach einer Wertberichtigung von 800 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Verkauf wies die Sparte für 2010/2011 (30. September) einen Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 785 Millionen Euro aus.