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IG Metall Bochum - tkSE Aktionstag 3.12.2019

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thyssenkrupp Steel Kundgebung in Duisburg

IG Metall fordert Zukunftsinvestitionen und Sicherheit

In Duisburg haben heute 6.000 Menschen für Sicherheiten durch einen Tarifvertrag und für ein Zukunftskonzept für den Stahlbereich des thyssenkrupp-Konzerns demonstriert.

Im Mai hatte das Unternehmen angekündigt, bis zum Herbst dieses Zukunftskonzept vorzulegen. Auf dessen Grundlage soll dann über einen Ergänzungstarifvertrag verhandelt werden, der analog zum Tarifvertrag „Zukunft Stahl“ langfristige Sicherheiten für die Beschäftigten gibt und betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.

Tim Wißen, Stahlsekretär der IG Metall in Bochum:„Heute haben wir wieder einmal gesehen, dass die Beschäftigten von thyssenkrupp, ihr Unternehmen noch nicht aufgegeben haben. Wir fordern ein Zukunftskonzept, welches erfolgreich sein kann, ohne Kolleginnen und Kollegen zu entlassen. thyssenkrupp ist nicht nur ein Unternehmen, thyssenkrupp sind die Menschen in Duisburg, Dortmund, Bochum, Essen und in der restlichen Bundesrepublik. Gemeinsam ist dieser Konzern gewachsen und erfolgreich gewesen. Dies soll sich wiederholen.“

Dirk Sievers, Konzernbetriebsratsvorsitzender der thyssenkrupp AG

Giesler: „Auch darum gibt es enormen Zeitdruck. Ab Ende des Jahres stehen die Belegschaften ohne Sicherheiten da. Das akzeptieren wir nicht und fordern das Management zu Verhandlungen über eine neue Vereinbarung auf. Wir haben uns den Tarifvertrag „Zukunft Stahl“ im Rahmen des Joint Venture-Prozesses mit Tata hart erkämpfen müssen. Und wenn es sein muss, werden wir es auch diesmal wieder tun. Dass die Bereitschaft dazu da ist, haben die Beschäftigten heute eindrucksvoll gezeigt.“

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW Auch 1000 Kolleginnen und Kollegen aus den Bochumer und dem Dortmunder thyssenkrupp Standort beteiligten sich an der Kundgebung. Mit PKWs und 14 Bussen fuhren die Stahlarbeiterinnen und Stahlarbeiter über die A40 nach Duisburg. Ab 10 Uhr konnte nicht mehr produziert werden.

„Keiner unserer Stahlarbeiterinnen und Stahlarbeiter ist schuld an dem Dilemma von thyssenkrupp. Aber alle unsere Kolleginnen und Kollegen sind bereit anzupacken, damit thyssenkrupp wieder das wird, was sie mal waren. Nämlich ein stolzes, erfolgreiches Unternehmen mit großer Mitbestimmung und guten Bedingungen für alle Beschäftigten.“ Eva Kerkemeier, Geschäftsführerin der IG Metall in Bochum-Herne