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IG Metall Bremen - Offener Brief der mdexx-Beschäftigten

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Offener Brief der mdexx-Belegschaft an das Schweizer CGS Management

Die IG Metall Bremen musste mit großer Verwunderung zur Kenntnis nehmen, dass der fest geplante Umzug der mdexx GmbH an zwei verschiedene Standorte, nach Ritterhude und Stuhr-Seckenhausen plötzlich nach einer Erklärung der Arbeitgeberseite nicht mehr stattfinden soll.
Die mdexx Geschäftsführung hatte die im Unternehmen gebildete Einigungsstelle mit "Argumenten" bombardiert, die sich im Nachhinein als zerplatzende Seifenblasen herausstellten.Der Umzug nach Stuhr-Seckenhausen wird nicht stattfinden, weil die mdexx es angeblich nicht geschafft habe, einen Mietvertrag, der eigentlich längst unter Dach und Fach war, abzuschließen. Der Umzug nach Ihlpohl/Ritterhude werde nach wie vor durchgeführt. Mit dem Restbetrieb werde man zunächst auf dem Siemens-Gelände bleiben.

Die Argumente: Der Umzug sei unglaublich eilig, deshalb könne man auf die Angebote des Bremer Senats nicht eingehen, Siemens wolle den Mietvertrag nicht verlängern, Siemens werde sowieso die Mietkosten anheben und deshalb müsse man schleunigst das Gelände verlassen, erweisen sich nunmehr als falsch.

Mit berechtigter Empörung haben die Beschäftigten der mdexx GmbH an die Schweizer Eigentümer dieses Unternehmens geschrieben. Die Beschäftigten fragen, warum die Eigentümer das unmögliche Verhalten der Geschäftsführung in Bremen zulassen. Die Schweizer Eigentümer sollen ihrer Verantwortung für den Erhalt der Arbeitsplätze nachkommen; sie sollen die ausgestreckten Hände der Beschäftigten, des Betriebsrates, der IG Metall und auch des Bremer Senats ergreifen, bevor es zu spät ist. Diesem Appell kann sich die IG Metall Bremen nur anschließen.

Der Betriebsrat hat beim Arbeitsgericht Bremen die Einrichtung einer neuen Einigungsstelle beantragt, da die Veränderung der Pläne eine neue Betriebsänderung darstelle und ein neuer Interessenausgleich mit dem Betriebsrat zu vereinbaren sei.

Die IG Metall Bremen wird sich mit all ihren Möglichkeiten dafür einsetzen, dass durch die Unfähigkeit von Management-Entscheidungen in Bremen nicht weitere Arbeitsplätze vernichtet werden.