Seite druckenFenster schließen

IG Metall Düren - Organisatorische Hinweise (Freistellung)

StartKontaktInhaltBeitreten

Organisatorische Hinweise / Freistellung


Hinweise zur Schulungsteilnahme nach § 37 Abs. 6 BetrVG sowie § 96.4 und 8 SGB IX

Schulungen nach § 37 Abs. 6 BetrVG sowie nach § 96.4 und 8 SGB IX vermitteln Kenntnisse, die für die Arbeit des Betriebsrates bzw. der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie für Schwerbehinderten-Vertrauensleute erforderlich sind.
Der Betriebsrat bzw. die Schwerbehindertenvertretung hat über die Teilnahme eines Mitglieds der vorgenannten Gremien, einen Beschluss zu fassen.
Dieser Beschluss muss dem Arbeitgeber mitgeteilt werden.
Für die Teilnahme an Schulungen nach § 37 Abs. 6 BetrVG bzw. § 96.4 und 8 SGB IX hat der Arbeitgeber die Kosten für Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und Schulungskosten zu tragen. Außerdem muss das Arbeitsentgelt bzw. die Ausbildungsvergütung weiter gezahlt werden.
Bei kurzfristiger Absage der Seminare können Ausfallkosten entstehen.

Freistellung und Teilnahmebedingungen des Betriebsrats nach § 37.7 BetrVG

Der Beriebsrat lädt mit einem gesonderten Tagesordnungspunkt "Schulungsmaßnahmen/Bildungsplanung" zu einer ordentlichen BR-Sitzung ein.
Das BR-Gremium wählt infrage kommende Sminare aus und fasst den Beschluss über die Teilnahme eines oder mehrerer Betriebsräte bzw. Anspruchsberechtigte nach AWbG NRW, wobei vorsorglich auch ErsatzteilnehmerInnen benannt werden sollten.
Der Betriebsrat teilt diesen Beschluss dem Arbeitgeber rechtzeitig mit.
Es muss eine schriftliche Anmeldung (Beschlussfassung) an die IG Metall erfolgen.
Nach der Seminarteilnahme muss eine Teilnahmebestätigung beim Arbeitgeber abgegeben werden.

Für alle Seminare ist die Teilnahme durch den IGM-Mitgliedsbeitrag abgegolten.
Nichtmitglieder müssen die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Buch- und Seminarkosten selbst tragen.

Freistellung nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz (AWbG) NRW

Anspruch auf fünf Tage Bildungsurlaub pro Jahr haben nach AWbG Arbeiter und Angestellte, deren Beschäftigungsverhältnisse ihren Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen haben sowie Heimarbeiter, Gleichgestellte und arbeitnehmerähnliche Personen. Ausgenommen sind Auszubildende.
Anspruch entsteht nach einer Beschäftigungszeit von sechs Monaten und hängt von der Betriebsgröße, sein Umfang eventueller betrieblicher Weiterbildung ab.
Für die Zeit des Bildungsurlaubs hat der Arbeitgeber die Arbeitsvergütung fortzuzahlen.
Die Seminare sind für jedermann/-frau zugänglich, auch dann, wenn die Inhalte am Beispiel der Metallwirtschaft orientiert sind. Dies gilt für alle Kooperationsseminare des DGB-Bildungswerks NRW e.V. bzw. seiner gewerkschaftlichen Gliederungen in Mitgliedschaft.
Die schriftliche Anmeldung erfolgt an die IG Metall. Der/die TeilnehmerIn erhält die Seminarunterlagen mit dem Antrag auf Bildungsurlaub an den Arbeitgeber.
Antrag auf Bildungsurlaub
Der Arbeitgeber muss schriftlich informiert werden. Hierzu muss der Antrag auf Bildungsurlaub mindestens acht Wochen vor Beginn des Seminars beim Arbeitgeber eingegangen sein. Der Arbeitgeber muss den Empfang quittieren.
Nach drei Wochen Reaktion des Arbeitgebers prüfen
Die Frist für die Reaktion des Arbeitgebers beträgt drei Wochen, gerechnet ab Eingang des vollständigen Antrags beim Arbeitgeber.
Kosten
Für alle Seminare ist die Teilnahme durch den IG Metall-Mitgliedsbeitrag abgegolten.
Nichtmitglieder müssen die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Buch- u. Seminarkosten selbst tragen.
Seminarabsage
Die IG Metall behält sich vor, Seminare aufgrund zu geringer Zahl von Teilnehmern/innen oder Verhinderung der Referenten - auch kurzfristig - abzusagen.
Nach Seminarteilnahme
Teilnahmebescheinigung beim Arbeitgeber abgeben.