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IG Metall Gummersbach - Nachwahl 2 BV

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Frank Meier zum 2. Bevollmächtigten IG-Metall Gummersbach gewählt

Bergneustadt – Auf der letzten Delegiertenversammlung wählte die IG Metall Gummersbach einen neuen 2. Bevollmächtigten und verabschiedete Heinz Dörr aus dem Amt
Frank Meier von der Firma Metalsa ist der neue 2. Bevollmächtigte der IG Metall Gummersbach. Auf der letzten Delegiertenversammlung im Krawinkel-Saal in Bergneustadt gaben 63 von 66 Delegierten ihre Stimme für den 54-Jährigen ab (zwei Nein-Stimmen, eine Enthaltung). Er wolle die Aufgabe „mit Stolz und Demut“ wahrnehmen, hatte Meier in seiner Vorstellung gesagt. Der gelernte Werkzeugmacher ist seit seiner Ausbildung Mitglied der IG Metall, ist Betriebsratsvorsitzender bei Metalsa und Mitglied im IG Metall Ortsvorstand. Die Aufgabe des 2. Bevollmächtigten wird ehrenamtlich durchgeführt.

Obwohl offiziell mit dem Bevollmächtigten Werner Kusel und nun Frank Meier als Vize nur zwei Personen an der Spitze der IG Metall stehen, wird ein Trio die Geschicke leiten. Thomas Hengstebeck von der Firma Berg und Sprecher der Revisoren ist der dritte Mann im Bunde. „Wir haben festgestellt, dass die Aufgaben des 2. Bevollmächtigten selbst für zwei Schultern eigentlich zu viel wären.“ Kusel, Meier und Hengstebeck arbeiten bereits länger zusammen und wollen die IG Metall Gummersbach auf die Herausforderungen der nahen und mittelfristigen Zukunft vorbereiten. „Wir wollen zusammen Flagge zeigen für Ziele und Ideen in Oberberg“, so Hengstebeck. Den hohen Mitgliederstand angesichts des demografischen Wandels zu halten, wird eine Mammutaufgabe, so Meier.

Zuvor war der bisherige 2. Bevollmächtigte Heinz Dörr verabschiedet worden. Er war seit 1977 Mitglied im Betriebsrat von Dörrenberg, seit 1991 als Vorsitzender. Dörrs ruhige Art, sein manchmal anderer Blickwinkel auf die Dinge und seine „Stahlwerker-Schläue“ hätten ihm gutgetan, bekannte Kusel. Seit 1996 war Dörr als Mitglied des Ortsvorstandes und hat als Revisor auf die Kasse aufgepasst. Außerdem war er seit 2006 Mitglied der großen Tarifkommission NRW. Dörr selbst bedankte sich bei allen Unterstützten und sagte: „Wir als Metaller müssen weiter versuchen, die Dinge in der Gesellschaft in die richtige Richtung zu lenken.“ Als Rentenberater wird er der Gewerkschaft erhalten bleiben.

Die Mitgliederzahlen entwickeln sich positiv, wie Kusel berichten konnte: „Wir wachsen.“ Mit 285 Neuaufnahmen allein im aktuellen Jahr 2018 hat die IG Metall nun 11.472 Mitglieder. In den kommenden Jahren müssten vor allem wieder mehr junge Menschen für die Gewerkschaftsarbeit begeistert und alte Mitglieder gehalten werden. Alle fünf Unternehmen im Oberbergischen, die zwischenzeitlich aus dem Tarifvertrag ausgestiegen waren, seien inzwischen zurückgekehrt. Die wachsende Anzahl befristeter Arbeitsverhältnisse bezeichnete Kusel als „Krebsgeschwür“.