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IG Metall Gummersbach - Tarifrunde 2016

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Tarifrunde 2016

Hier finden Sie die aktuellen New´s zur Tarifrunde

Tarifabschluss 2,8% + 2,0% + 150€

In der Nacht zum 13.5.16 haben wir einen Abschluss erreichen können. Weiteres in der Schnellmeldung Nr. 3

Zentrale Warnstreikaktion in Köln

Am 12.5.16 finden die nächsten Warnstreikaktionen statt. Aus Oberberg werden wir uns an der zentralen Kundgebung in Köln beteiligen.

Hierzu werden wir Busse einsetzen:

Bus 1: Abfahrt 10.00 Uhr Hauptor S&C Leppetal

Bus 2: Abfahrt 10.00 Uhr Haupttor BPW Wiehl

Bus 3: Abfahrt 10.00 Uhr IG Metall Gummersbach

Anmeldung bei den Vertrauensleuten oder der IG Metall Geschäftsstelle in Gummersbach Tel: 02261/92710


Rund 3500 Metallarbeiter aus 18 oberbergischen Betrieben

sind dem Aufruf der IG Metall zu einem Warnstreik gefolgt, darunter auch Mitarbeiter nahezu aller großen Firmen der Branche wie Kind & Co. oder Kampf. Gewerkschaftschef Werner Kusel war hinterher „sehr zufrieden“ mit der Beteiligung an der Arbeitskampfmaßnahme: „Die Kollegen haben gezeigt, dass sie mit dem Angebot der Arbeitgeber nicht einverstanden sind.“

3. Mai Schmidt & Clemens

Wir hatte es den Vertrauensleuten in den Betrieben überlassen, in welcher Weise sie den Warnstreik im Betrieb durchführen: „Manche haben ihre Frühstückspause um eine halbe Stunde verlängert, andere haben früher Feierabend gemacht“

Bei Schmidt + Clemens in Kaiserau verließen um 9.15 Uhr 187 der 600 am Standort beschäftigten Mitarbeiter für eine halbe Stunde ihre Arbeitsplätze, um ihren Forderungen vor dem Werk Ausdruck zu verleihen. Fünf Prozent mehr Lohn fordert die Gewerkschaft für die Angestellten in der Metallindustrie. „Die angebotenen 2,1 Prozent auf zwei Jahre sind die reine Provokation“, erklärte Norbert Lenski von der IG Metall, der vor Ort die Streikbereitschaft im Lindlarer Unternehmen lobte, nicht zuletzt, dass auch die Auszubildenden sich mit einem selbst gestalteten Transparent vor dem Werk versammelt hatten. Thomas Geilhaupt, Betriebsratsvorsitzender bei S+C, verstand die Aktion vor allem als Solidaritätsbekundung zu anderen Metallbetrieben. „Wir können hier über die Entlohnung nicht schimpfen, dafür gibt es aber andere innerbetriebliche Dinge, die für schlechtes Betriebsklima sorgen“, erklärte er.

„Die Aktion soll als Warnschuss verstanden werden“, so Lenski. Sollte es bei der nächsten Verhandlungsrunde keine Einigung geben, droht die Gewerkschaft mit einer Ausweitung.

Auch in den Werken der BPW Bergische Achsen in Wiehl, Hunsheim und Brüchermühle legten die Metaller die Arbeit nieder. In allen Schichten wurde eine Stunde früher als üblich Feierabend gemacht. Betriebsratsvorsitzender Michael Dick weiß von einer Beteiligung von 90 Prozent in den Frühschichten in Reichshof.

3. Mai MAT Marienheide


Jetzt Warnstreiks

Auch in der dritten Verhandlungsrunde verharren die Arbeitgeber im Angebotskeller. Sie haben für nun 24 Monate Laufzeit insgesamt 2,1 % mehr Geld in zwei Stufen angeboten. Werner Kusel, IG Metall Bevollmächtigter Gummersbach: Das ist ein falscher Zwanziger, der uns da geboten wird. Die Beschäftigten verstehen das als Provokation, deshalb werden wir den "Riemen von der Orgel" schmeißen.
In der dritten Tarifverhandlung am Freitagvormittag, 28. April, legte die Arbeitgeberseite ein im Vergleich zur zweiten Verhandlung kaum verändertes Angebot auf den Tisch: statt 0,9 Prozent mehr Geld für 12 Monate soll‘s jetzt 2,1 Prozent für 24 Monate geben. Neues gab es an anderer Stelle. Die Katze ist jetzt aus dem Sack. Die sogenannte Wettbewerbskomponente soll der betrieblichen Differenzierung dienen. Das heißt,schlecht laufende Betriebe sollen auf betrieblicher Ebene abweichen können. Die Tarifrunde eskaliert. Die Warnstreiks werden sich häufen und in Oberberg wird es am 3.5.16 dazu kommen, so Werner Kusel. Am 12. Mai findet in Köln der zentrale Aktionstag statt. Sollte das die Arbeitgeber nicht bewegen, stehen Tagesstreiks an. Genügt auch das nicht, beginnt am 27. Mai die Urabstimmung. Am 2. Juni könnte der unbefristete Arbeitskampf beginnen. Die Uhr tickt.

Angebot in der 2. Tarifverhandlung eine Provokation

11.4.16 0,9% mehr Geld - so lautet das mit Spannung erwartete Angebot der Metallarbeitgeber. Ein Schlag ins Gesicht der 700.000 Beschäftigten in NRW.
Um 0,9% sollen die Entgelte steigen. Für den Zeitraum 1.4.16 bis 31.3.17 (12 Monate) und es soll eine Einmalzahlung von 0,3% geben. Wieviel Euro das sind, ist schnell errechnet: in der EG 1 rund 20,- € und rund 25,- € in der EG 9. Die Einmalzahlung bedeuten zwischen 7 und 8 Euro. Mehr sei nicht drin, sagten die Arbeitgeber. Mit Ablauf der Friedenspflicht, in der Nacht vom 28. auf den 29.4. beginnen die Warnstreiks. Mit diesem Angebot ist nicht mit einer schnellen Einigung zu rechnen, so Knut Giesler. Bezirksleiter der IG Metall NRW. Die Renditen des weitaus überwiegenden Teil, der oberbergischen Metall- und Elektrobetriebe, sind gut bis sehr gut, so Werner Kusel 1. Bevollmächtigter der IG Metall Gummersbach. Hier will man die Beschäftigten mit "nem Zwannie und nem Ei von Ökle" abspeisen, das geht gar nicht. Wir bereiten uns kommende Woche auf das Ende der Friedenspflicht vor und es liegt in der Hand der Arbeitgeber, das Feuer zu löschen welches Sie mit dem Angebot gelegt haben.

Metalltarifrunde: Kurs halten

14.3.16 Die IG Metall will von ihrem "verlässlichen Tarifkurs" nicht abweichen, sagte IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler in der ersten Metalltarifverhandlung in Krefeld.

Denn die Lohnpolitik der vergangenen Jahr haben zu den positiven wirtschaftlichen Kennzahlen von heute geführt: Die Wirtschaft sei auf einem stabilen Wachstumskurs. Die Auslastung der Betriebe sei überdurchschnittlich, und die Zahl der Beschäftigten sei bundesweit um 11 Prozent im Vergleich zum Krisenjahr 2010 gestiegen.

Die IG Metall fordert für die 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in NRW eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5 Prozent, ab 1. April für 12 Monate. Sie will auch Betriebe ohne Tarifbindung (OT-Betriebe) in die Tarifbewegung einbeziehen. "Wir wollen Entgeltgerechtigkeit herstellen", erklärte IG Metall-Verhandlungsführer Knut Giesler. Zahlreiche Betriebe gehören zwar dem Arbeitgeberverband Metall NRW an, erkennen aber keinen Tarifvertrag an. Betroffen davon sind rund 100.000 Beschäftigten.

Die zweite Verhandlung ist am 11. April in Düsseldorf. In der Nacht zum 29. April endet die Friedenspflicht, ab dann sind Warnstreiks möglich.


Metaller wollen 5 Prozent mehr Geld

23.02.16 Ihren Beschluss fasste die IG Metall-Tarifkommission heute in Sprockhövel einstimmig. Der IG Metall-Vorstand wird die endgültige Forderung für die Tarifrunde 2016 am 29. Februar beschließen. Die erste Tarifverhandlung findet in NRW am 14. März statt.
Eine aktuelle Umfrage unter mehr als 1000 Betriebsräten bestätigte die Tarifforderung. Danach erwarten 67 Prozent der Betriebe für 2016 eine stabile bis sehr gute Auslastung. 62 Prozent rechnen mit positiven Beschäftigungsperspektiven. Außerdem sagten die Befragten, dass die Entwicklung der Märkte und Kunden sowie die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens wesentlich wichtiger sind für dessen Wohl und Wehe als die Lohnkosten.

IG Metall NRW für 4,5 bis 5 Prozent

28.01.16 Diesen Forderungskorridor empfiehlt die Tarifkommission NRW. Sie beschloss ihre Empfehlung an den IG Metall-Vorstand heute in Sprockhövel einstimmig! Der Vorstand wird am 29. Februar die bundesweit geltende Tarifforderung beschließen. Die Tarifrunde 2016 ist eine reine Entgeltrunde. Die erste Tarifverhandlung in NRW findet am 14. März statt. Der neue Tarifvertrag soll ab 1. April gelten, für 12 Monate.

Die heutige Forderungsempfehlung sei "eine Empfehlung mit Verantwortung und Augenmaß", sagte IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler. Ziel der IG Metall sei eine Anhebung der Reallöhne, um die Kaufkraft zu stärken, und "mehr Gerechtigkeit für gute Arbeit".

Deshalb werde die IG Metall in dieser Tarifrunde erstmals auch Betriebe ohne Tarifvertrag einbeziehen. Die Gewerkschaft trage Verantwortung "für alle Beschäftigten", erklärte Knut Giesler. Die Beschäftigten in tariflosen Betrieben verdienten im Schnitt 18 Prozent weniger als die Beschäftigten in Betrieben mit Betriebsrat. Das sei "nicht zu akzeptieren".