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IG Metall Hagen - Tarif ME 2015

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Tarif-Startschuss für 2015 in der Metall- und Elektroindustrie NRW

Metaller diskutieren Forderungspaket

Mehr Geld, sichere Altersteilzeit und Zeit für Bildung – mit diesen Erwartungen von ca. 7.500 Mitglieder aus den Metall- und Elektrobetrieben der IG Metall Hagen sind heute 5 Tarifkommissionsmitglieder zur großen Tarifkommission nach Sprockhövel angereist.

Über 150 Tarifkommissionsmitglieder aus ganz NRW diskutierten dort ausführlich die wirtschaftliche Situation in den Teilbranchen und Betrieben sowie die Erwartungen der Mitglieder an einen neuen Tarifvertrag. Für NRW ist 2015 in den meisten Bereichen mit einem stabilen Wachstum zu rechnen. Das gilt auch für die Mehrzahl der 85 Betriebe im Organisationsbereich der IG Metall Hagen.

Die heute in Sprockhövel diskutierte Empfehlung zur Tarifforderung begründet sich mit der gesamtwirtschaftlichen Produktivitätssteigerung, der Inflationsentwicklung und unserem Anteil an der insgesamt positiven Entwicklung in Metall- und Elektroindustrie. Für 2015 ist von einem Produktivitäts-Plus von ca. 1 Prozent auszugehen. Für die Inflationsrate werden bis zu 2 Prozent erwartet.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Tarifkommission NRW einheitlich entschieden, zwischen 5 und 5,5 Prozent für die weitere Forderungsdiskussion zu empfehlen. Abschließend wird sie darüber am 25. November 2014 beraten. Der Forderungsbeschluss erfolgt dann durch den Vorstand der IG Metall am 27. November 2014.

Jens Mütze, Geschäftsführer der IG Metall Hagen: „Wir wollen mehr Geld, mehr Sicherheit und mehr Perspektive. Mehr Geld ist fair und stärkt den Binnenmarkt. Und eine abgesicherte Altersteilzeit bleibt angesichts der zunehmenden Belastungen an den Arbeitsplätzen von höchster Bedeutung. Gerade Schichtarbeiter und Beschäftigte in unteren Entgeltgruppen müssen sich diese Altersteilzeit zudem erlauben können. Die abschlagfreie Rente ab 45 Beitragsjahren allein löst keineswegs alle Probleme.“

Zudem erwachsen unter dem Schlagwort Industrie und Arbeit 4.0 ganz neue Anforderungen an die Beschäftigten.

Jens Mütze: „Damit lassen wir unsere Mitglieder nicht allein. Wer sich beruflich auf veränderte Anforderungen einstellen muss, bei dem darf das nicht an fehlender Zeit und fehlendem Geld scheitern. Eine neue tarifliche Bildungsteilzeit gehört deshalb mit in unser Forderungspaket.

Erstmals wird über den neuen Tarifvertrag für die etwa 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie am 15. Januar 2015 in Siegen verhandelt. Am 28. Januar 2015 endet die Friedenspflicht.

Der Vorstand der IG Metall wird die über die heutigen Forderungsempfehlungen aus allen Bezirken am kommenden Dienstag, den 11. November 2014 beraten.