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IG Metall Hagen - DEW Info 112020

AktuellesInhaltKampagnen der IG Metall

Informationen für die Beschäftigten der Deutschen Edelstahlwerke

Das steht drin: Die IG Metall hat sich mit den Deutschen Edelstahlwerken (DEW) auf einen Plan geeinigt, wie das Unternehmen die Krise überstehen kann. In einem Eckpunktepapier haben beide Seiten festgehalten:Es gibt keinen Personalabbau über das vereinbarte Maß hinaus bis Ende 2022, alle Standorte bleiben erhalten und die Ausbildung wird auf jetzigem Niveau fortgeführt. Die Beschäftigten leisten einen Beitrag von 39 Millionen Euro bis Ende 2022.

„Wir haben Standortgarantien erhalten, das ist gerade für uns in Hagen wichtig. Die Einigung verschafft uns Zeit. Jetzt können wir hoffen, dass sich die Autoindustrie erholt und unsere Produkte wieder Abnehmer finden.“

Weg frei für Rettung: Die Einigung ist die Grundlage, dass das Unternehmen überleben kann, sagen IG Metall und Betriebsräte. An welchen Stellen genau gespart wird, schreiben beide Seiten noch in einen Tarifvertrag, der jetzt ausgehandelt wird. Für die IG Metall ist klar: Bei den Einsparungen muss es gerecht zugehen und sie sollen die einzelnen Beschäftigten nicht zu hart treffen. „Jetzt kommt es darauf an, den Tarifvertrag mit Leben zu füllen“, sagt Verhandlungsführer Klaus Löllgen. Ein Kontrollgremium wird über die Sparmaßnahmen wachen.

Weihnachtsgeld: Das Weihnachtsgeld wird in diesem Jahr nicht komplett gestrichen, wie das Unternehmen es ursprünglich wollte.Stattdessen werden 60 Prozent ausgezahlt. Das war IG Metall und Betriebsräten, weil die Beschäftigten wegen der Corona- Kurzarbeit in diesem Jahr ohnehin schon Einbußen hinnehmen mussten. Rückfallklausel: IG Metall und Betriebsräten war wichtig, dass die Beschäftigten ihren Beitrag nur dann leisten müssen, wenn es auch sinnvoll ist. Sollten zum Beispiel die Gespräche mit den Banken scheitern, ist eine Rückfallklausel vereinbart. Das heißt: Die Beschäftigten bekämen in diesem Fall auch die weggefallenen 40 Prozent Weihnachtsgeld aus diesem Jahr nachgezahlt.

Betriebsräte optimistisch: Die Betriebsräte an allen Standorten sind erleichtert über die Einigung. „Natürlich tun die Einschnitte weh“, sagt zum Beispiel Konstantinos Pinidis, Betriebsratsvorsitzender in Krefeld. „Aber wichtig ist, dass wir eine Perspektive erhalten.“ Das Eckpunkte-Papier gebe Sicherheit, die Standorte erhalten Zeit, um die Corona-Krise zu überstehen (siehe auch Stimmen von Betriebsräten auf der Rückseite).

Management gefordert: Jetzt ist die Unternehmensleitung gefordert, betonen Betriebsräte und IG Metall. Sie muss liefern und ein schlüssiges Konzept auch endlich umsetzen.

Das haben wir erreicht:

▸ Weihnachtsgeld wird dieses Jahr zu 60 Prozent ausgezahlt

▸ Beschäftigungsgarantie bis Ende 2022

▸ Garantien für alle Standorte

▸ Ausbildung bleibt auf jetzigem Niveau erhalten