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IG Metall Halle - Jugendcamps 2015

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Jugendcamps: Praxistest für Teamer

Junge Leute schulen junge Leute – ein gelungenes Prinzip

Sie sind schon ein Klassiker der IG Metall –die Sommercamps. Alle Jahre wieder lädt die IG Metall künftige Auszubildende aus Betrieben der Region Halle-Dessau dazu ein, bei Sport, Spiel und auch Schulungen ihren künftigen Ausbildungsbetrieb, die neuen Kollegen und ihre Interessenvertretungen näher kennenzulernen.

Das war in diesem Jahr nicht anders.

Jens Hanselmann :

Jugendsekretär Jens Hanselmann, der zum ersten Mal die drei Sommercamps im Kiez Friedrichsee betreute, hat allen Grund zur Freude:
„Bei Schnitzeljagd, Betriebs- und „Heavy-Metal“-Runden, beim Grillen und in Rollenspielen konnten die Neulinge ihre Betriebsräte und Jugendvertreter beschnuppern und wir haben unsere künftige Klientel auch ein wenig kennengelernt. Das hat allen Beteiligten Spaß gemacht. Ein Großteil der Jugendlichen hatte bei der Heimfahrt einen Aufnahmeantrag in die IG Metall im Gepäck.“

Dass die Gewerkschaft für junge Leute eine Option ist, liegt auch an den überzeugenden Auftritten der Teamer. Gut ausgebildet für ihren Freizeitjob in Schulungen der IG Metall oder des DGB, erleben sie in den Camps ihren Praxistest.

Christiane Uhlig :

Die 21-jährige gelernte Bürokauffrau, die im Qualitätsmanagement einer kleinen Firma tätig ist, betreut das zweite Jahr als Teamerin Jugendcamps. „Die neuen Azubis wissen in der Regel nichts über Gewerkschaften“, sagt Christiane, die auch im Ortsjugendausschuss Halle mitwirkt.
„Ich finde es deshalb ganz wichtig, dass sie von jungen Leuten wie uns hören, was bei der IG Metall so abgeht und welch toller Zusammenhalt gerade auch im Ortsjugendausschuss herrscht.“
Sie sei selbst gleich zu Beginn ihrer Ausbildung im August 2012 in einem Jugendcamp gewesen und habe das alles sehr spannend gefunden, sagt sie.
„Kurz bevor ich JAVi (Jugendauszubildendenvertreterin) geworden bin, trat ich in die IG Metall ein. Jetzt bin ich neu zum OJA (Ortsjugendausschuss) Halle gestoßen und die Arbeit dort macht mir einen Superspaß. Die Leute sind toll und es ist eine total lustige Gruppe.“
Nächstes Jahr sei sie auf jeden Fall wieder mit von der Partie im Jugendcamp, versichert Christiane, und hofft, dass sie noch viele neue Jugendliche für die IG Metall und den OJA begeistern könne.

Bruno Gerken :

Der 23-jährige Student - fast schon ein Teamer-Urgestein - sieht sich als Gebender und Nehmender.
„Es ist spannend, diese jungen Leute und ihre Lebensrealität kennenzulernen“, sagt er. „Hier hören sie das erste Mal etwas über betriebliche Mitbestimmung und Gewerkschaften, und welchen Einfluss sie selbst als Gewerkschafter auf ihren Arbeitsplatz haben. Viele sind darüber verblüfft.“
Die meisten Menschen finden es selbstverständlich, in einer Demokratie aufzuwachsen, in der sie frei wählen können und in der die Gesellschaft demokratisch organisiert ist“, hat Bruno festgestellt.
„Um so verwunderter sind sie dann, wenn es in den Betrieben, in denen es keine gewerkschaftlichen Strukturen gibt und kein superfitter Betriebsrat mitmischt, hierarchisch zugeht.“
"Da das Arbeitsleben aber im Mittelpunkt der aktiven Zeit eines Menschen steht, ist es wichtig, dass der Einzelne Einfluss auf seinen Arbeitsplatz nimmt“, erläutert der angehende Politikwissenschaftler.
„Die Jugendcamps sind genau der richtige Weg, um den Azubis zu vermitteln, dass man sich nicht alles gefallen lassen darf. Sie sind die Zündschnur, um eine Begeisterung für die Gewerkschaft aufzubauen“, sagt er.
Auch Bruno steht die Begeisterung über die kreative und wissensdurstige Atmosphäre in den Sommercamps ins Gesicht geschrieben. Ganz klar – nächstes Jahr sei er wieder mit dabei, beteuert er.

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Die Gespräche führte: Jutta Donat

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Weitere Bilder von den Jugendcamps findet ihr unter : https://de-de.facebook.com/IgMJugendHalleDessau

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