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IG Metall Halle - Presse KV-Paritaet

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24.03.2016| Pressemitteilung

IG Metall fordert Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge
Die IG Metall Halle-Dessau fordert die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung von Krankenversicherungsbeiträgen durch Arbeitsnehmer und Arbeitgeber.
„Die Krankenkassen- Briefe mit der Ankündigung eines erhöhten Zusatzbeitrages haben bei unseren Kolleginnen und Kollegen Empörung ausgelöst.
Die Zusatzbelastung liegt im Durchschnitt bei 1,1 Prozent und wird absehbar steigen. Je nach Einkommen sind das bis zu 47 Euro monatlich und 560 Euro jährlich. Und die Arbeitgeber machen sich einen schlanken Fuß. Das kann so nicht weitergehen!“
sagt Klaus-Dieter Wurzler, Arbeitskreis außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit der IG Metall.
Der Zusatzbeitrag sei ungerecht, weil er einseitig die Versicherten belaste und die Arbeitgeber von der Finanzierung medizinischen Fortschritts und steigender Gesundheitskosten befreie, erklärte Klaus-Dieter Wurzler. Zudem setze der Zusatzbeitrag falsche Anreize, weil er die Kassen in einen Kostenwettbewerb um die Höhe der Beiträge zwinge. Dies heize die Jagd nach jungen, gesunden Versicherten an, da diese für die Kassen „gute Risiken“ darstellten. Statt über Versorgungsqualität und Nähe zu den Versicherten werde der Wettbewerb vorranging über die Beitragshöhe ausgetragen.
Stattdessen fordert die IG Metall von der Landes- und Bundespolitik, dass die einseitige Belastung der Versicherten beendet und die vollständige Parität wieder hergestellt wird.
Die IG Metall hat dazu in Betrieben und Regionalgruppen eine Unterschriftenaktion gestartet und will die gesammelten Listen den örtlichen Landtags- und Bundestagsabgeordneten übergeben.

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Für Fragen steht Almut Kapper-Leibe, Geschäftsführerin der IG Metall gern zur Verfügung, Tel. 0345 13589-0

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