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IG Metall Halle - 28.06.2017 EMPL

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Flächentarifvertrag bei EMPL

Die Vorbereitungen zum Arbeitskampf laufen!

In der Mitarbeiterversammlung am 28.06.2017 hat die Geschäftsführung der Belegschaft Verbesserungen im Bereich Urlaub und Arbeitszeit angekündigt. Dieses war nur möglich durch das Engagement der Kolleginnen und Kollegen im Betrieb und einem ersten Warnstreik. Doch das reicht nicht!

Nachdem die Geschäftsführung in einer Mitarbeiterversammlung die Senkung der Arbeitszeit und die Erhöhung des Urlaubsanspruches verkündet hatte, war sie in der darauffolgenden Verhandlung nicht bereit, über unsere Forderung zu diskutieren. Sie hörte sich unseren Vorschlag zwar an, stellte aber zugleich klar: einen Flächentarifvertrag – und damit gleiches Geld für gleiche Arbeit – soll es nach dem Wunsch von Herrn EMPL in Zahna-Elster nicht geben. Das ist völlig unverständlich. In Österreich wird nach Tarif bezahlt!

Warnstreik bei EMPL in Zahna-Elster

In der ersten Verhandlung stellte die Geschäftsführung klar, dass im Bereich Arbeitszeit und Urlaub keine Handlungsspielräume vorhanden seien, das Geld hingegen nicht das Problem darstelle. Urlaub und Arbeitszeit jetzt zu verändern, dass Entgelt aber nicht anzufassen, ist ein Hohn!

Viele Kollegen/innen kämpfen jeden Monat, um mit ihrem Geld klarzukommen. Manche müssen ihren Lebensunterhalt mit Ergänzungsleistung vom Amt aufstocken. Die 3,5 % Entgelterhöhung, welche die Geschäftsführung zum 01.01.2018 verkündet hat, ist keine zusätzliche Anhebung, sondern die sowieso geplante jährliche Anpassung der Entgelte.

Dass die Gesellschafter sich auch in der zweiten Verhandlung nicht in Richtung unserer Forderung bewegt haben, ist unverständlich und ärgerlich. Es sorgt für eine unnötige Eskalation.

Warnstreik bei EMPL in Zahna-Elster

Die verkündeten Verbesserungen bringen kein Plus im Geldbeutel der Beschäftigten. Doch genau da ist das größte Problem. Zumal ein gewinnabhängiges Prämiensystem nicht gleichwertig ist mit klar definiertem tariflichen Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Die Verlagerung des unternehmerischen Risikos auf die Beschäftigten werden wir nicht akzeptieren. Den Bau einer neuen Auslieferungshalle und damit die Zukunft des Standortes Zahna-Elster jetzt von einer möglichen Lohnsteigerung abhängig zu machen, ist indiskutabel. Deutschland wird nicht das Niedriglohnland für Österreich sein!

WIR sind MEHR wert!

Die Verhandlungskommission hat klargestellt, dass bei einer weiteren Blockadehaltung der Geschäftsführung Reaktionen aus dem Betrieb folgen werden. Die Geschäftsführung hat es nun in der Hand, eine Eskalation zu vermeiden!

Selbst mit der angekündigten Lohnerhöhung, liegen wir noch immer weit entfernt von unserer Forderung und dem Niveau des KFZ-Flächentarifvertrages.

Die Verhandlungskommission hat der Geschäftsführung eine Frist bis zum 12. Juli 2017 gegeben. Sollten sie nicht bereit sein, unserer Forderung entgegen zu kommen, werden wir verstärkt Druck machen: die Vorbereitungen für einen Arbeitskampf laufen!