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IG Metall Halle - Höfer Metalltechnik 2

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Tarifalarm rund um die Uhr


3. Warnstreik bei Höfer Metall in Hettstedt



Der Warnstreik bei HMT dauert an: Nachdem sich bereits rund 30 Kolleg*innen aus der Nachtschicht um 3:30h an der Frühschlussaktion der IG Metall beteiligt hatten, folgten dem Aufruf in der Frühschicht weitere 40 Beschäftigte. Pünktlich um 11.30h stehen sie gemeinsam vor dem Betriebstor. Nach Aussage der Beschäftigten kam die Arbeit im Bereich der Presse in beiden bisherigen Schichten zum Erliegen.


„Heute macht jede Schicht zwei Stunden früher Schluss. Solange das Unternehmen weiterhin für die Mehrheit der Kolleg*innen Stundenentgelte unter 12,00€ zahlt, müssen wir unseren Lohn eben auf diese Weise auf ein faires Entgelt anheben“,
sagt Mario Plewa, Tarifkommissionsmitglied und Betriebsratsvorsitzender. „Fair“ bedeutet in diesem Kontext: Ein Stundenentgelt, das eine Rente über der Grundversorgung sichert. Wer weniger als 12,70€/Stunde verdient, der arbeitet sein Leben lang für die eigene Altersarmut.


Christian Schwarz und Ursula Couvreux von der Geschäftsführung sind nach wie vor nicht zu Verhandlungen mit der IG Metall bereit. Die Geschäftsführung versucht fortlaufend, die Tarifverhandlungen auf den Betriebsrat abzuwälzen.
Diese Vorgehensweise widerspricht sowohl dem gesetzlichen Grundsatz der Tarifautonomie wie auch dem klaren Votum der Beschäftigten für einen IG Metall Tarifvertrag.


Statt auf die wiederholte Aufforderung zum Gespräch mit der IG Metall einzugehen, lässt der Arbeitgeber am Vormittag ein Schreiben im Betrieb an alle Beschäftigten verteilen.
Darin kündigt die Geschäftsführung an, ab 2021 die Löhne und Gehälter zu erhöhen, „je nachdem, wie sich unter Ergebnis darstellt“.
Dieser unklaren Ankündigung steht die Drohung gegenüber, die Frau Couvreux am Vorabend an die IG Metall adressierte. In ihrer E-Mail hieß es:
Der „wirtschaftliche Schaden“ durch Aktivitäten der IG Metall „für eine Verhandlungsposition, die wir [die Geschäftsführung] abgelehnt haben“ komme „direkt bei den Mitarbeitern an“.
„Die Geschäftsführung kann sich nicht entscheiden zwischen Zuckerbrot und Peitsche. Statt diffuser Ankündigungen braucht es jetzt ein ehrliches Gespräch. Besonders in bewegten Zeiten haben die Beschäftigten das Recht auf klare und verlässliche Rahmenbedingungen. Tarifvertrag heißt die Lösung und Verhandlungen sind der erste Schritt zu einem Kompromiss, der für alle Beteiligten tragbar ist“
bewertet Martin Donat, zuständiger Gewerkschaftssekretär der IG Metall, die Situation.
„Jetzt ist es wichtig weiter dran zu bleiben. Die Kolleg*innen haben durch ihre Beteiligung an der Frühschlussaktion heute Nacht und heute Mittag gezeigt: Wir lassen nicht locker, bis die Geschäftsführung zu Verhandlungen bereit ist!“.

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Ansprechpartner der IG Metall vor Ort:
Martin Donat 01625748593 IG Metall Halle-Dessau
Tel. 034513589-0 - Fax 034513589-50
– mailto: halle-dessau@igmetall.de
- www.halle-dessau.igmetall.de

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