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IG Metall Halle - Presse06.09.2022

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Entlastungen: Beschäftigte machen erfolgreich Druck - fordern schnelle Umsetzung und Nachbesserung

> Bundesregierung handelt: IG Metall-Aktion „Krisengewinne abschöpfen – Kosten deckeln“ zeigt Wirkung
> Almut Kapper-Leibe, Geschäftsführerin: „Durch diese Krise kommen wir nur mit sozialer Gerechtigkeit. Die Bundesregierung muss jetzt nachbessern.“
An der IG Metall-Unterschriftenaktion „Krisengewinne abschöpfen – Kosten deckeln!“ hatten sich viele Beschäftigte aus Betrieben wie KSB in Halle oder KME Mansfeld in Hettstedt beteiligt. Bundesweit schlossen sich über 200.000 Menschen dem Appell an die Politik an. Mit ihrem angekündigten dritten Entlastungspaket hat die Ampel-Koalition Forderungen der IG Metall aufgegriffen.
„Gewerkschaftliches Engagement und Solidarität zahlen sich aus. Das ist ein Erfolg für unsere Mitglieder und die Beschäftigten in der Region“,
sagte Almut Kapper-Leibe, Geschäftsführerin der IG Metall Halle-Dessau. Aus vielen Gesprächen wird deutlich: Die Menschen machen sich auch Sorgen um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze. Energieintensive Unternehmen sind zwar bemüht, sich auf die Situation einzustellen, jedoch können viele Maßnahmen erst mittelfristig und mit hohen finanziellen Aufwand umgesetzt werden. Kurzfristig bleibt es ein Thema der Versorgungssicherheit.
Maßnahmen entlasten Durchschnittshaushalte zu wenig
„Die Bundesregierung muss bei den jetzt beschlossenen Maßnahmen jedoch nachsteuern und der auch profitgetriebenen Inflation Einhalt gebieten. Durch diese Krise kommen wir nur mit weiteren Entlastungen und sozialer Gerechtigkeit.“
Die Preis-Krise trifft alle: zu Hause, im Supermarkt oder an der Zapfsäule.
„Es war überfällig, dass die Bundesregierung entsprechend unserer Forderung jetzt endlich auch Studierende sowie Rentnerinnen und Rentner entlastet“,
sagt Almut Kapper-Leibe. Allerdings sind die Maßnahmen für Durchschnittshaushalte unzureichend oder zu ungefähr.
Konkret forderten die Menschen aus unserer Region gemeinsam mit der IG Metall unter anderem, mit einer Übergewinnsteuer Entlastungen für die Allgemeinheit zu finanzieren. Von einer allgemeinen Übergewinnsteuer ist im Entlastungspaket aber keine Rede.
„Leider bleibt die Bundesregierung bei vielem sehr vage: Die beschlossene Strompreisbremse ist wichtig, aber sie springt zu kurz. Ein Gaspreisdeckel fehlt, die Bürger*innen sind aber auf ihn angewiesen.“
Die IG Metall Halle-Dessau setzt sich jetzt auch an anderer Stelle für mehr Geld im Portemonnaie ein: Mitte September starten die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie.
„Unsere Forderung ist klar: Wir brauchen 8 Prozent mehr. Die ganz große Mehrheit der Unternehmen verdient weiterhin gut, die Auftragsbücher sind voll. Die Beschäftigten haben gerade in der Preis-Krise jetzt ihren gerechten Anteil an den Gewinnen verdient“,
sagte Almut Kapper-Leibe.

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