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IG Metall Halle - FEV DLP Warnstreik 2

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14.06.2022 | Arbeitskampf im FEV DLP in Brehna:

Aktionswochen fortgesetzt, Streik-Spaziergang durch’s Industriegebiet

+++ Arbeitgeber hüllt sich weiterhin in Schweigen
+++ Warnstreiks ausgeweitet: Aktionswochen Teil Zwei
+++ Forderung der IG Metall: +8% mehr Lohn per Tarifvertrag
Der Arbeitskampf im FEV Dauerlaufprüfzentrum in Brehna weitet sich aus: Nur wenige Tage nach dem jüngsten Warnstreik vergangene Woche legten die Kollegen am Dienstag, 14. Juni 2022 nach. Für einen dreistündigen Warnstreik ziehen die Beschäftigten nicht nur länger als bisher, sondern auch mit einer neuen Aktionsform vor das Betriebstor.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Almut Kapper-Leibe, erste Bevollmächtigte der IG Metall Geschäftsstelle Halle-Dessau laufen die streikenden Kollegen als „Streik-Spaziergang“ durch das angrenzende Industriegebiet. Mit roten Fahnen, selbstgemalten Transparenten und unter lautem Tröten und Trillern machen die Beschäftigten ihrem Unmut Luft.
„Schlecht bezahlt im Dauerlauf?“ ruft es durch das Mikrofon, „Nicht mit uns!“ schallt es von den Streikenden lautstark zurück. Beschäftigte der benachbarten Betriebe winken dem Demonstrationszug und die vorbeifahrenden LKW-Fahrer drücken ihre Solidarität durch Hupen aus.
„Arbeitskampf ist keine Privatsache, sondern betrifft die Nachbarschaft und die ganze Region. Gute Arbeitsbedingungen haben eine stabilisierende Wirkung. Gerade weil das FEV DLP von staatlichen Fördermitteln des Landes profitiert, trägt der Arbeitgeber auch eine regionale Verantwortung. Angesichts der Blockadehaltung der Geschäftsführung bleibt uns nichts Anderes übrig, als uns mit unserem Streik an die Öffentlichkeit zu wenden“, begründet Kapper-Leibe die Ausweitung der Warnstreikmaßnahmen.
In der Streikzeit von 11:00 – 14:00 Uhr waren Beschäftigte der Früh- als auch Tag- und Spätschicht aufgerufen
Mehrfache Aufforderungen zu Verhandlungen durch die IG Metall blieben bisher von der Arbeitgeberseite unbeantwortet

Die Beschäftigten werden ihrer Forderung mit mehreren Warnstreiks in nächster Zeit Nachdruck verleihen.

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