Siemens:
Planspiele Umorganisation - Salamitaktik
Die Beschäftigten der Siemens NDL. Hannover kommen nicht zur Ruhe. Aktuell sollen die Geschäftsbereiche SIS (Siemens IT Solutions and Services) und EDM (Siemens Elektronik, Design and Manufactoring Services) abgespalten oder abgeschmolzen werden. Sinn und Zweck dieser Aktion ist unklar.
Im Fall der Siemens IT SIS ist das Siemens-Management wohl vollkommen verwirrt, denn dieser Geschäftsbereich wurde als ehemaliger Siemens-Bereich SBS 1997 mit großen Sprüchen ausgegliedert, als SIS mit hohem Aufwand 2008 wieder in den Konzern rückintegriert, um nun doch im Dezember 2009 erneut eine Abspaltung vorzunehmen.
Der Siemens-Bereich EDM, Herstellung von Leiterplatten und integrierten Schaltungen, noch vor Jahren als Herzstück der Siemens NDL. Hannover in den Vordergrund geschoben, soll nun ebenfalls abgespalten werden. In Hannover sind davon 146 Kolleginnen und Kollegen betroffen, die natürlich genau wie ihre Kolleginnen und Kollegen der SIS erahnen, mit welchem Ziel diese Abspaltungen vorgenommen werden sollen.
Es liegt auf der Hand, dass diese Bereiche nach Abspaltung mit Überführung in eigenständige Betriebe zügig verkauft werden sollen und damit auch für alle Beschäftigten die Zeit bei Siemens endgültig vorüber wäre.
Wie es den bis dahin abgespaltenen Geschäftsbereichen in den vergangenen Jahren ergangen ist konnte man in der Presse verfolgen. Man erinnert sich noch an Ben Q, FEAG, die Sinitec, SEN und andere.
Für den Gesamtbetriebsrat, die örtlichen Betriebsräte und die IG Metall ist das Maß voll. Sämtliche Aktionen der Arbeitgeberseite sind z. Zt. aus betriebsverfassungs- und tarifrechtlichen Gründen gestoppt.
Die Kolleginnen und Kollegen der EDM fordern:
1. Keine Ausgliederung! Die EDM muss in der Siemens AG bleiben!
2. Eine Abspaltung zum 1.12.2009 ist in jedem Fall ausgeschlossen.
3. Für die Begründung eines Personalabbaus fehlt es an jeglicher Grundlage.
4. Die EDM-Standorte müssen erhalten bleiben.