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IG Metall Hannover - 2010-10 Amarok sichert Arbeitsplätze in Hannover

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AMAROK SICHERT ARBEITSPLÄTZE IN HANNOVER TARIFZUSAGE AUS 2004 WIRD ENDLICH UMGESETZT

Bereits ab Mitte 2012 soll bei VW am Standort Hannover der Amarok mit einer jährlichen Stückzahl von 40.000 gebaut werden. Dass diese Entscheidung nach jahrelangem Ringen nun für Hannover gefällt wurde, ist Verdienst der hartnäckigen Arbeit der Betriebsräte. Metall sprach mit Thomas Zwiebler, Betriebsratsvorsitzender im Stöckener Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge

Metall: Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung! Wie schätzt der Betriebsrat diesen Schritt zur Standortsicherung ein?

Die Entscheidung des Konzernvorstands ist insofern keine Überraschung, da wir intern bereits seit Wochen alles auf solch eine Lösung zuspitzten. Trotzdem, nun wo es soweit ist, spüre ich Erleichterung.

Metall: Hast du Sorge, dass diese Zusage, ähnlich wie ältere Produktzusagen, sich doch noch in Luft auflöst?

Definitiv nicht. Die Chancen, dass wir einen Haken an die Standortzusage machen können, sind so gut wie noch nie! Auch wenn der Aufsichtsrat noch zustimmen muss: Der Amarok ist ein fertiges Produkt, dessen Idee aus Hannover stammt, dessen Anlauf in Pacheco ohne Hannover nicht denkbar gewesen wäre und das am Markt fast euphorisch aufgenommen wird.

Metall: Was waren neben diesen günstigen Rahmenbedingungen weitere Faktoren für diese Entscheidung?

Diese Entscheidung ist auch das Ergebnis einer top Mannschaftsleistung. Zusammen mit unserer Belegschaft, die uns den Rücken gestärkt hat, meinen Kolleginnen und Kollegen im Betriebsrat und dem Gesamtbetriebsrat, allen voran Bernd Osterloh, ist dieser Erfolg zustande gekommen. Auch unser Konzernvorstand, der seine Zusagen ernstnimmt und der Einsatz von Vorstand und Management von VWN haben einen großen Anteil an diesem Ergebnis.

Metall: Die Marke VWN brummt wieder – warum braucht der Standort trotzdem den Amarok?

Dieser Standort ist die Markenzentrale für Volkswagen Nutzfahrzeuge und wir, die Belegschaft erwartet, dass die Beschäftigung in der Zentrale auf soliden Füßen verschiedener Produkte steht und wir in Hannover auch am geplanten Wachstum teilhaben.

Metall: In den Gesprächen ging es aber nicht nur um den Amarok – ein weiterer Fokus lag auf Investitionen in eure Fabrik…

Gerade die alten Standorte müssen auf Vordermann gebracht werden. Deshalb ist für uns auch spielentscheidend, ob wir zusammen mit dem Amarok auch das Projekt „Neue zukunftsfähige Montage“ durchsetzen können. Wir brauchen diese Neuerungen nicht zuletzt auch deshalb, um einer alternden Belegschaft adäquate Arbeitsbedingungen zu gewährleisten und als Standort wettbewerbsfähig zu bleiben.