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IG Metall Herford - Was sollen wir fordern?

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Was sollen wir fordern?

Mit einer Beschäftigtenbefragung in der Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie (HVI) startet die IG Metall NRW in die Tarifrunde 2016.

Beschlossen werden die Tarifforderungen von der Tarifkommission am 29. September. Die erste Tarifverhandlung findet noch im Dezember statt. Am 13. Februar 2016 endet die Friedenspflicht.

Die IG Metall NRW hat eine Beschäftigtenbefragung zur Tarifforderung gestartet. Die IG Metall-Mitglieder erhalten die Fragen per Post. Die Nichtmitglieder werden sie von ihren Betriebsräten erhalten. Erfragt wird, welche Forderung man „für angemessen“ hält: 1 bis 2 Prozent, 2 bis 4, 4 bis 6 oder 6 bis 8 Prozent mehr Entgelt. Und ob eine Altersteilzeit sowie die Übernahme der Ausgebildeten gefordert werden soll.

Um die Kosten einer Altersteilzeit berechnen zu können, muss sich die IG Metall ein Bild von der Entgeltstruktur in der Branche machen. Sie hat deshalb die Betriebsräte gebeten, die Bruttolohn- und Gehaltslisten einzusehen. Betriebsräte haben ein Recht dazu (Paragraph 80 Absatz 2 Betriebsverfassungsgesetz). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Wert aller Waren und Dienstleistungen, lag in den 13 Quartalen zwischen Anfang 2012 und Anfang 2015 zehn Mal im Plus; für die – relativ schwache – Produktivität galt dasselbe. Die Verbraucherpreise liegen insgesamt bei plus minus Null. Für 2016 erwartet Brigitte Doeth vom Ressort Tarifpolitik des IG Metall-Vorstands jedoch „eine leicht anziehende Inflation“. Den gesamtwirtschaftlichen Verteilungsspielraum (Produktivitätswachstum plus Preisstegerung) betrage zwischen 2,1 und 3,1 Prozent.

Die Auftragslage in den Betrieben der HVI Westfalen-Lippe ist überwiegend gut bis sehr gut, besonders in der Küchenmöbelindustrie. Das berichteten die Mitglieder der Tarifkommission am 26. August im IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel. Die Kastenmöbler bezeichneten ihre Auftragslage als „weiterhin ausbaufähig“.

„In den Betrieben, deren Arbeitszeit samt Überstunden bereits am Anschlag ist, klagen die Arbeitgeber über Facharbeitermangel“, sagte IG Metall-Bezirkssekretär Christian Iwanowski. „Die Neigung auszubilden ist jedoch nicht überall gegeben. Durch das hohe Durchschnittalter und die planbaren Rentenabgänge nimmt der Druck in den Betrieben zu.“

Iwanowski lobte ausdrücklich die Arbeit der Betriebsräte in den Hülsta-Produktionsbetrieben. Hier sei es trotz Interessenausgleich und Sozialplan sowie einem Sanierungstarifvertrag gelungen, den gewerkschaftlichen Organisationsgrad zu steigern. „Wir sind jetzt durchsetzungsfähiger als vorher.“

In der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie sind 285 000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 175 500 von ihnen in  in Betrieben mit 50 und mehr Beschäftigten. Die Branche machte 2014 einen Umsatz von 37,8 Milliarden Euro. Die Erwartungen für 2015 sind optimistisch

Text/Foto: Norbert Hüsson