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IG Metall Herford - krise

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Krise in der holz- und kunstoffverarbeitenden Industrie? - Ja, aber welche??

Strukturelle Probleme verstärken die Folgen der ungenügenden Nachfrage.

Leicht ist die Frage nach der Krise in der holz- und kunstoffverarbeitenden Industrie (HVI) nicht zu beantworten. Wie häufig im Leben gibt es kein Schwarz und kein Weiß. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

Sieht man sich die Lage der Gesamtbranche an, so stellt man fest, dass es ein sehr differenziertes Bild gibt. Es lassen sich Unterschiede nach Bundesländern, nach Produkten und nach einzelnen Betrieben feststellen.

Ergänzt man diese Sichtweise um weitere industrielle Branchen wie zum Beispiel die Automobilzulieferer oder die Maschinenbauer wird alles noch verzwickter. Ist dort ein Umsatzrückgang von bis zu 50% unbestritten, so kann man für die HVI von bis zu 20% ausgehen.

Natürlich sind auch Umsatzrückgänge von bis zu 20% ein Problem, dass bewältigt werden muss. Mit welchen Mitteln die einzelnen Betriebe reagieren und von welchem Niveau aus reagiert wird, trennt die Spreu vom Weizen.

Eines ist jedenfalls sicher: Die aktuelle Krise verstärkt den sowieso vorhandenen Verdrängungswettbewerb und spült die strukturellen Probleme der einzelnen Betriebe nach oben. Jetzt rächen sich unternehmerische Entscheidungen das Eigenkapital abzuschmelzen, Re- und Erweiterungsinvestitionen nicht eingesetzt und eine Produktionsoptimierung nicht voran getrieben zu haben.

Die Standardantwort vieler Betriebe gegen gesunkene Umsätze: Entlassungen umsetzen und mit der verbleibenden Mannschaft Kurzarbeit nutzen.

Ein weiterer Ansatz sind abweichende Tarifverträge, die häufig das zusätzliche Urlaubs- und Weihnachtsgeld kürzen, aber die Beschäftigung im Gegenzug sichern.

Auch wenn Verzichte von Belegschaften kein Allheilmittel sind, so konnten wir als Gewerkschaft über die Tarifverhandlungen zu den Abweichungen sehr häufig einen positiven Einfluss auf die Unternehmen ausüben.

Die Verzichte sind zeitlich begrenzt und in Besserungsscheinen vertraglich fixiert. In besseren Zeiten müssen Sie zurückgezahlt werden und die IG Metall-Mitglieder in den Belegschaften haben für die Laufzeit einen Kündigungsschutz.

Die Realität in Firmen ohne Tarifvertrag sieht leider vollkommen anders aus.