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IG Metall Bamberg neu - Juli

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Juli 2019

Eingeschränkte Erreichbarkeit

Wegen der Umstellung auf eine neue Telefonanlage ist die Geschäftsstelle am Mittwoch den 31. Juli ganztägig telefonisch nicht erreichbar.
Wir bitten um Beachtung und hoffen auf Verständnis.


Geschäftsführung von Auto Scholz nötigt ihre Mitarbeiter

Im Zuge des Tarifkonflikts bei Auto Scholz und des erfolgreichen Warnstreiks am 16. Juli, kam die Geschäftsführung von Auto Scholz einer Verhandlungsaufforderung durch die IG Metall nicht nach. Erneut wurde nun der Druck auf die Mitarbeiter erhöht und der Ton merklich rauer.
Vorgesetzte mussten bei den Mitarbeitern abfragen, wer an Warnstreiks teilnimmt. Für Nichteilnehmer würden dann Tankgutscheine in Höhe von 44,- € ausgegeben werden. „Dies ist ein plumper Versuch die Menschen zu verunsichern. Das Grundrecht auf Versammlung ist nicht durch einen Tankgutschein abkaufbar“ so Gewerkschaftssekretär Benjamin Oster.

In den persönlichen Gesprächen zwischen Geschäftsführern und Mitarbeiter über neue Arbeitsverträge, wurde den Mitarbeitern sinngemäß erklärt, dass sie die Wahl hätten diese zu unterschreiben und bei „Auto Scholz im ordentlichen glänzenden Zweimaster mitzufahren“ oder sie „mit dem roten Flüchtlingsboot der IG Metall untergehen sollen“. Andere Mitarbeiter berichten von Aussagen, dass eine Eigenkündigung erwartet wird oder Versetzungen angedroht wurden, wenn der neue Vertrag nicht unterschrieben wird.

Den größten Druck jedoch erhielten die Mitarbeiter aus dem Lackier- & Karosseriezentrum, denen von der Geschäftsführung über die Vorgesetzten dargelegt wurde nun zügig die neuen Verträge zu unterschreiben. Andernfalls würde ab 1. August die komplette Abteilung für mindestens 4 Wochen oder einen erheblich längeren Zeitraum geschlossen und die Mitarbeiter nicht beschäftigt werden.

Die IG Metall Bamberg verurteilt solche Einschüchterungspraktiken. „Die Menschen haben einen klaren Anspruch auf Beschäftigung. Wir fordern die Geschäftsführung auf, die wesentlichen Arbeitsbedingungen mit der IG Metall zu verhandeln und in einem Tarifvertrag festzulegen. Hören Sie auf ihre Mitarbeiter zu nötigen und massiv ohne jegliche Rechtsgrundlage unter Druck zu setzen“ so Matthias Gebhardt, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bamberg.


Erneut Warnstreik bei Mercedes Scholz in Bamberg

Insgesamt beteiligten sich mehr als 180 Kolleginnen und Kollegen an der Warnstreikaktion.
Am Dienstag den 16. Juli hatte die IG Metall Bamberg die Beschäftigten von Auto Scholz GmbH & Co. KG erneut zum Warnstreik aufgerufen. Kundgebungsort war die Zentrale von Auto Scholz in der Kärntenstraße in Bamberg. Ebenfalls aufgerufen waren die Beschäftigten der Standorte Kulmbach und Bayreuth/Pegnitz.

Die IG Metall rief nach der ersten Aktion im Juni heute erneut zum Warnstreik auf, da sich der Geschäftsführer und Inhaber von Auto Scholz, Herr Eidenmüller, trotz mehreren Aufforderungen weiterhin beharrlich weigert, mit der Belegschaft und der IG Metall über einen neuen Tarifvertrag zu verhandeln.

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bamberg, Matthias Gebhardt, sagte während der Kundgebung: „Wir fordern Herrn Eidenmüller auf: Geben Sie Ihre Blockadehaltung endlich auf und kommen Sie an den Verhandlungstisch zurück! Ihre Belegschaft verdient einen fairen Umgang und eine gerechte Bezahlung – das geht nur mit Tarifverträgen!“.

Im Nachgang zur ersten Warnstreikaktion im Juni hatte die Geschäftsführung der Presse erklärt, dass Auto Scholz aufgrund des Haustarifvertrags mit der IG Metall mehrere Filialen des Autohauses schließen musste, um die teuren Löhne und Gehälter zahlen zu können. Dazu positionierte sich Matthias Gebhardt: „Wegen eines Tarifvertrages ist noch kein Unternehmen pleitegegangen! Vielmehr ist richtig, dass wir in den vergangenen Jahren bei Auto Scholz stets abweichende Tarifverträge hatten, in denen die Beschäftigten auf viel Geld verzichtet haben, um dem Unternehmen in schweren Zeiten zu helfen. Zum Dank wird den Beschäftigten jetzt ein neuer Tarifvertrag verweigert!“.

Der Betriebsratsvorsitzende von Auto Scholz in Bamberg, Rainer Merkel, sprach ebenfalls während der Kundgebung und wandte sich direkt an Herrn Eidenmüller: „Sie haben das Vertrauen dieser Belegschaft verloren! Als in schlechten Zeiten auf Gehalt verzichtet wurde, haben Sie stets darauf verwiesen, dass wir in guten Zeiten wieder angemessen und fair am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden. Dieses Versprechen haben Sie gebrochen. Deshalb kämpft diese Belegschaft zusammen mit der IG Metall für einen neuen Tarifvertrag!“

Neben den Beschäftigten von Auto Scholz beteiligten sich Delegationen anderer Betriebe aus der Region (unter anderem Bosch, Schaeffler, Brose, Waasner) an der Kundgebung und brachten so ihre Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen von Scholz zum Ausdruck.

Im Anschluss an die Kundgebung vor dem Autohaus folgte ein Demonstrationszug in Richtung Innenstadt entlang der Memmelsdorfer Straße. Die IG Metall Bamberg macht die Geschäftsführung von Auto Scholz für diese weitere Eskalationsstufe verantwortlich und gibt sich weiter kampfbereit: „Wir sind jederzeit verhandlungsbereit. Wir sind auch kompromissbereit. Klar ist aber auch: sollte sich Herr Eidenmüller weiterhin kategorisch den Verhandlungen verweigern, werden wir nicht zögern weitere Arbeitskampfmaßnahmen zu ergreifen!“.

2019-07-19 Warnstreik/Demozug Auto Scholz


Büro geschlossen

Das Büro der Geschäftsstelle bleibt am 1. Juli wegen einer internen Büroklausur geschlossen.
Am Dienstag, den 2. Juli, stehen wir unseren Mitgliedern zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder zur Verfügung.


Metallzeitung

Ausgabe - Juli/August 2019
Hier die aktuelle Ausgabe der Lokalseite der IG Metall Bamberg.


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