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IG Metall Bamberg neu - Februar

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Februar 2020

Resolution der Tarifkommission für die Metall- und Elektroindustrie in Bayern zur Tarifrunde 2020

Herausforderungen der Metall- und Elektroindustrie
Herausforderungen der Metall- und Elektroindustrie Die Metall- und Elektroindustrie in Bayern steht vor großen Aufgaben. Digitalisierung, Dekarbonisierung, Nachhaltigkeit und neue Antriebskonzepte sind nur einige Schlagworte, welche die Transformation unserer Branche beschreiben.

Neue Schlüsseltechnologien, Wertschöpfungsketten, Produkte und Geschäftsmodelle führen dazu, dass sich die Unternehmen und Betriebe dadurch ganz wesentlich verändern.

Wir wollen, dass diese Veränderungen gemeinsam mit den Beschäftigten gestaltet werden.

Gleichzeitig brauchen die Unternehmen die Innovationskraft der Beschäftigten und deren Veränderungsbereitschaft, um weiterhin im Wettbewerb bestehen zu können.

Die Menschen in den Betrieben wollen Sicherheit im Wandel und dies gelingt nur mit ihrer Einbindung und Beteiligung.

Die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie 2020 muss auf diese Herausforderungen und die Anliegen der Beschäftigten eine Antwort geben. Daher hat die IG Metall am 24. Januar 2020 den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie ein „Moratorium für einen fairen Wandel“ vorgeschlagen. Dies beinhaltet unsere Bereitschaft, beschleunigt zu einem Tarifergebnis zu kommen. Von den Arbeitgeberverbänden erwarten wir, dass sie auf ihre Mitglieder einwirken, sich bereit zu erklären, während der Verhandlungsphase keine einseitigen Maßnahmen zu Lasten der Beschäftigten anzukündigen.

Verhandlungsziele Tarifrunde 2020

Die Tarifkommission für die Metall- und Elektroindustrie in Bayern geht, vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen und den ökonomischen Rahmenbedingungen, von einem Gesamtverteilungsvolumen zwischen 4 und 5 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten aus.

Wir beauftragen die Verhandlungskommission, im Rahmen dieses Gesamtverteilungsvolumens, Ergebnisse für die nachfolgenden Verhandlungsziele mit dem vbm zu erreichen:

  • Vereinbarung eines Pakets für betriebliche Zukunftstarifverträge. Dies beinhaltet die Verpflichtung für Unternehmen bzw. Betriebe, auf Verlangen der IG Metall betriebliche Tarifverhandlungen mit folgenden Inhalten aufzunehmen:
  •  o konkrete Investitions- und Produktperspektiven für Standorte und Beschäftigte
     o Maßnahmen zur Personalentwicklung und zur Aus- und Weiterbildung
     o Regelungen zum Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen
  • Bei Unterauslastung soll vorrangig eine Reduzierung des Arbeitsvolumens ohne Entgeltabsenkung erfolgen.
  • Alle Beschäftigten sollen einen individuellen Anspruch auf eine geförderte, berufliche Qualifizierung erhalten.
  • Erhöhung der Quoten für Altersteilzeit und andere Modelle des flexiblen Übergangs entsprechend der demografischen Entwicklung
  • Vereinbarung von tariflichen Regelungen für Dual Studierende
  • Ein Nachhaltigkeits-Bonus für IG Metall Mitglieder als tarifdynamischer Festbetrag.
  • Eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen zur Stärkung der Kaufkraft
  • Die Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung sollen verbessert werden.

Sollten bis Anfang April keine belastbaren Ergebnisse erzielt werden, wird die Tarifkommission zu den Themen Entgelt und Ausbildungsvergütung entsprechende Forderungen beschließen. Darüber hinaus werden wir weiterhin Lösungen zu den oben genannten Zielen anstreben.

Die Tarifkommission für die Metall- und Elektroindustrie in Bayern unterstützt ausdrücklich das Vorhaben unserer Kolleginnen und Kollegen im Osten, deren tariflichen Arbeitsbedingungen denen der Metall- und Elektroindustrie im Westen anzugleichen.

Wir werden jetzt die Beschäftigten in den Betrieben über die Ziele und Inhalte der Tarifrunde informieren, sie für unsere Ziele begeistern und für Aktionen gewinnen und aktivieren.

Reichertshofen, den 20. Februar 2020

20.02.2020 - Resolution der Tarifkommission für der Metall- und Elektroindustrie in Bayern
Tarifnachrichten 02/2020




SPD Generalsekretär Lars Klingbeil im Gespräch mit Gewerkschaften und Betriebsräten

Auf Einladung des MdB Andreas Schwarz und Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke tauschte man sich über Fragen der Transformation aus.
Im Fachgespräch wurden die dringlichsten Themen zu den Auswirkungen der Digitalisierung und Veränderungen in der Automobilwirtschaft besprochen. Mit dabei die Bamberger Gewerkschaften, sowie Betriebsräte aus den Betrieben Bosch, Brose, Michelin und Schaeffler.

Hier wurde dem SPD Generalssekretär Lars Klingbeil mitgegeben, dass man in der Region eine besondere Betroffenheit mit den vielen Automobilzuliefern habe. Man müsse die Transformationsprozesse angehen, aber den Klimawandel und die Mobilitätswende technologieoffen gestalten. Bamberg muss Modellregion für den Umbau der Automobilzulieferindustrie werden.

Vor dem Hintergrund dieser brennenden Themen wurde offen miteinander diskutiert. Für ein Gelingen braucht es vor allen Zeit und Unterstützung im Bereich der Investition für alternative Antriebe, sowie eine passgenaue Förderung der Technologien und Forschung. Auch die Menschen müssen auf dem Weg mitgenommen werden und dürfen am Ende nicht als Verlierer dastehen. In diesem Sinne braucht es Unterstützung im Bereich der Aus- und Weiterbildung bzw. der Qualifizierung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachgesprächs
u.a. MdB Andreas Schwarz (SPD), MdB und Generalsekretär Lars Klingbeil (SPD), Betriebsratsvorsitzender
Mario Gutmann (Bosch), Matthias Gebhardt (IG Metall) und Betriebsratsvorsitzender Andreas Sänger (Schaeffler Hirschaid)


Starken Zeichen für Demokratie und gegen faschistische Umriebe

Am 15. Februar zeigten auch viele Metallerinnen und Metaller klare Kante gegen Rechtsextremisten.
Wir verweisen auf die Berichterstattung des Deutschen Gewerkschaftsbundes:

17.02.2020 - Oberfranken ist bunt


Bamberg bleibt bunt und nazifrei

Die IG Metall unterstützt den Demonstrationsaufruf des Bamberger Bündnis gegen Rechts, sowie die klare Haltung der Stadt Bamberg durch das städtische Verbot des angemeldeten Nazi-Aufmarschs.
Im folgenden der Aufruf für 15.02.2020:

Das Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus ruft alle Bamberger Bürger und Bürgerinnen am 15.02.2020 zur Teilnahme am Fest der Demokratie, zur multireligiösen Feier und zur Demonstration gegen den III. Weg auf.

 Fest der Demokratie:
Beginn: 14:00 Uhr
Wo: Maxplatz

 Demonstration gegen den III. Weg:
Beginn: 15:00 Uhr
Wo: Marienplatz

 Multireligiöse Feier
Beginn: 17.30 Uhr
Wo: Zelt der Religionen, Markusplatz

Wir werden es nicht zulassen, dass demokratiefeindliche Kräfte ihre rassistische und neonazistische Ideologie verbreiten und in Bamberg öffentlichen Raum missbrauchen sowie unsere Stadt als Bühne für menschenverachtende Propaganda nutzen.

Deshalb fordern wir alle demokratischen Kräfte in der Stadt auf:
Beteiligen Sie sich am 15.02.2020, damit unsere Stadt:
 - bürgerfreundlich und weltoffen,
 - demokratisch und tolerant,
 - werteorientiert, lebendig und bunt bleibt!




Mehr Geld & Zukunft: Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie startet

Für einen fairen Wandel. IG Metall hat die Arbeitgeber zu schnellen Aufnahmen von Verhandlungen über ein Zukunftspaket aufgefordert.
Wir unterstützen grundsätzlich und nachdrücklich den Vorstoß des IG Metall Vorstandes und der bezirklichen Tarifkommission, zunächst in einem Moratorium mit der Arbeitgeberseite eine tragfähige Lösung - vor allem im Hinblick auf nachhaltige und beschäftigungssichernde Maßnahmen - zu finden.

Für den Fall des Scheiterns des Moratoriums, hat die IG Metall Bamberg einen Beschluss gefasst, der dann in die bezirkliche Tarifkommission eingebracht wird. Der Beschluss beinhaltet:

- Erhöhung der Entgelte um 4,3 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten

- Soziale Komponente von mindestens 135,- €

- Grundlagen für beschäftigungssichernde Maßnahmen, insbesondere eine deutliche Anhebung der Altersteilzeitquote sowie der Ausbildungszahlen

- Einbeziehung Dualstudierender in den Geltungsbereich der Tarifverträge und Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 5 %.

Weitere Informationen zur Tarifrunde:

Moratorium für einen fairen Wandel
Tarifnachrichten 01/2020