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IG Metall Bamberg neu - März

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März 2020

IGM Beitragsabsenkung bei Bosch

Vorübergehende mittelfristige Maßnahme
Im Herbst 2019 konnte eine nachhaltige Standort- und Beschäftigungssicherungsvereinbarung durch den Betriebsrat für die Beschäftigten vereinbart werden. Die IG Metall begrüßt und stützt diese Vereinbarung.

Demnach wird ab dem 01.04.2020 die wöchentliche Regelarbeitszeit von 35 auf 32, um 3 Stunden, ohne Entgeltausgleich abgesenkt.

Teilzeitmitarbeiter, sowie Beschäftigte mit individuell längerer Arbeitszeit, werden Anteilsmäßig beteiligt. Dies hat zur Folge, dass für die Betroffenen ein Entgeltverlust von ca. 8,6% eintritt.

Der Ortsvorstand der IG Metall Bamberg hat deshalb beschlossen, für alle IGM Mitglieder in Voll- und Teilzeit, eine Beitragsabsenkung um linear 8,6% ab dem 01.04.2020 durchzuführen.

Die Beiträge der Auszubildenden, Dualstudierenden, Altersteilzeitbeschäftigten, sowie die der KollegInnen in Elternzeit und im Krankengeldbezug werden nicht abgesenkt, da hier weder Arbeitszeit-, noch Entgeltabsenkungen vorliegen.

Abgesenkt werden können nur die Beiträge, die dem korrekten 1% Satz des Monatsbruttogehaltes entsprechen (§5 Abs. 2, IGM Satzung).

Sobald die Arbeitszeitabsenkung wieder stundenweise mit Entgeltausgleich aufgehoben oder ganz beendet wird, berät der Ortsvorstand erneut über die entsprechende Beitragsanpassungsmaßnahme.

Die aktuellen betrieblichen Neuentwicklungen, anlässlich der Corona-Krise, haben auf die beschlossene Beitragsabsenkung zunächst keine Auswirkung.

In der IG Metall wird derzeit intensiv darüber beraten, inwieweit von Kurzarbeit betroffene Mitglieder, egal in welchem Betrieb oder Branche, in eine vorübergehende IGM Beitragsabsenkung genommen werden!


IG Metall und Arbeitgeberverband vbm einigen sich in der Tarifrunde

So funktioniert der Corona-Tarifvertrag
Mehr Recht auf Freistellung und eine solidarische Absicherung von gefährdeten Beschäftigten: Das ist der Kern des neuen Tarifpakets (»Solidartarifvertrag«, »Zukunft in Arbeit«) mit dem Arbeitgeberverband VBM für Beschäftigte in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie, das auf die Corona-Krise reagiert.

Bezahlte Betreuung

Das ist neu: Eltern mit Kindern im Alter bis zu 12 Jahren erhalten bei Betreuungsengpässen mehr bezahlte Freistellungen.

So funktioniert’s: Die Wahloption beim tariflichen Zusatzgeld (T-ZUG) wird ausgeweitet auf Eltern von Kindern im Alter bis 12 Jahren (bisher: 8). Auch sie können dieses Jahr statt des Gelds 8 Tage bezahlt freinehmen, um ihre Kinder zu betreuen.

Sind Zeitkonten, Urlaub, die Zeiten aus der Wahloption und gesetzliche Freistellungsansprüche ausgeschöpft, können Eltern noch fünf bezahlte Tage extra nehmen. Voraussetzung: Kita oder Schule sind behördlich geschlossen.



Kurzarbeit

Das ist neu: Um Kurzarbeit zu vermeiden und die Einbußen dadurch abzufedern, kann es mehr bezahlte Freizeit und mehr Geld vom Staat geben.

So funktioniert’s: Anstatt des tariflichen Zusatzgelds können Betriebsrat und Unternehmen festlegen, dass alle Anspruchsberechtigten (Schichtarbeiter, Eltern, Pflegende) 8 Tage frei erhalten. Alle übrigen Beschäftigten können statt des Gelds 6 Tage bezahlt frei bekommen.

Außerdem können Betriebsrat und Unternehmen vor Kurzarbeit Sonderzahlungen auf das Monatsentgelt umlegen. Wegen der geänderten Berechnungsgrundlage erhöht sich nicht nur das staatliche Kurzarbeitergeld. Sondern es sind auch betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Solidartopf

Das ist neu: Für soziale Härtefälle während der Krise gibt es in jedem Betrieb einen Solidartopf.

So funktioniert’s: Das Unternehmen zahlt je Beschäftigtem 350 Euro in einen Solidartopf. Gibt es keine betrieblichen Probleme, gibt es das Geld für jeden im Dezember. Bei Kurzarbeit aber werden mit dem Geld soziale Härten abgefedert, wenn es etwa keine betrieblichen Aufzahlungen aufs Kurzarbeitergeld gibt. Wer wie vom Solidartopf profitiert, vereinbaren Betriebsrat und Unternehmen.

Darüber hinaus haben sich die Tarifparteien darauf verständigt, die Gespräche über ein Zukunftspaket für die Sicherheit der Beschäftigten im industriellen Wandel nach Abklingen der Corona-Pandemie wiederaufzunehmen.



Ein Stück mehr Sicherheit

»Mit diesem Ergebnis haben Beschäftigte in der Corona-Krise wenigstens ein Stück mehr Sicherheit für ihre Arbeitsplätze und ihr Entgelt sowie bessere Möglichkeiten für die Kinderbetreuung. Die Sozialpartner haben Verantwortung übernommen und leisten ihren Beitrag, die Corona-Krise gemeinsam zu meistern. Damit ist es aber nicht getan. Als IG Metall setzen wir uns weiter auf allen Ebenen dafür ein, dass Beschäftigte jetzt nicht unter die Räder kommen.«
Johann Horn, Verhandlungsführer IG Metall Bayern



Weitere Informationen können den aktuellen Tarifnachrichten entnommen werden.

Tarifnachrichten 05/2020


Betriebsratsarbeit auch virtuell möglich

Eine Erklärung des Bundesministers für Arbeit und Soziales Hubertus Heil soll die Arbeitsfähigkeit der Betriebsräte mit Blick auf Covid 19 sichern.
In den letzten Tagen haben die IG Metall viele Anfragen zum Thema der Arbeitsfähigkeit während der Corona Krise erreicht. Rechtlich war hier insbesondere umstritten, ob BR-Gremien infolge häuslicher Quarantäne von einzelnen BR-Mitgliedern ihre Sitzungen auch virtuell abhalten können.

Eine Erklärung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ist ein gutes Signal wie die politisch Verantwortlichen diese Situation bewerten, auch wenn die Stellungnahme keine finale Sicherheit bietet.

Erklärung des Bundesministers für Arbeit und Soziales Hubertus Heil vom 23.03.2020


Tarifverhandlungen: Mehr Sicherheit in der Corona-Krise!

Die IG Metall in Nordrhein-Westfalen hat zusammen mit den Arbeitgebern einen solidarischen Tarifvertrag erreicht. Verhandlungen für ein Zukunftspaket sind vorerst verschoben.
Das Tarifergebnis regelt einen betrieblichen Solidartopf für soziale Härtefälle, bessere Kurzarbeit und bessere Freistellungsmöglichkeiten für die Beschäftigten. Für Bayern müssen nun mit dem Arbeitgeberverband vbm die Gespräche zur Übernahme des Tarifergebnisses geführt werden.

Weitere Informationen können den aktuellen Tarifnachrichten entnommen werden.

Tarifnachrichten 04/2020


Arbeitsagenturen und Jobcenter nur eingeschränkt erreichbar

Wegen Überlastung des Telefonnetzes bitten die beiden Behörden Anrufe auf Notfälle zu beschränken. Es entstehen keine negativen Rechtsfolgen.
Gemäß einer Information der Agentur für Arbeit liegt derzeit einer nur eingeschränkter Erreichbarkeit vor. Das Telefonnetz des Providers sei überlastet und Anrufe sollten auf Notfälle beschränkt werden.

Für alle Termine gilt: Kundinnen und Kunden müssen den Termin nicht absagen. Es gibt keine Nachteile, keine Rechtsfolgen und Sanktionen.

Fristen in Leistungsfragen werden vorerst ausgesetzt. Die Kundinnen und Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern.

Die Arbeitsagenturen und Jobcenter haben regionale Hotline-Nummern geschaltet, welche jedoch nur für Arbeitnehmer gedacht sind:

Bayreuth-Hof: 0921 887-100
Bamberg-Coburg: 09561 93 100


Für die Praxis empfehlen wir dennoch bei erfolglosen telefonischen Kontaktversuchen Datum und Uhrzeit des Anrufversuchs zu vermerken.

Anträge auf Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II:

Den Antrag auf Arbeitslosengeld I können Sie online stellen.
http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld

Den Neuantrag auf Arbeitslosengeld II finden Sie hier:
http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld2

Den Antrag auf Arbeitslosengeld II können Sie jederzeit formlos telefonisch oder schriftlich bei Ihrem Jobcenter stellen. Ferner haben Sie derzeit auch die Möglichkeit, Ihren bereits ausgefüllten Antrag ohne persönliche Vorsprache in den Hausbriefkasten des Jobcenters einzuwerfen.

Kundinnen und Kunden, die bereits Arbeitslosengeld II beziehen, und einen Weiterbewilligungsantrag stellen wollen, können dies online unter http://www.jobcenter-digital.de. Nach der Registrierung wird per Post eine PIN zugestellt. Über dieses Portal können auch Veränderungen mitgeteilt werden.

Tutorials und Flyer zur Hilfe bei den Online-Anträgen finden Sie hier:
https://www.arbeitsagentur.de/eservices

Informationen für Arbeitnehmer zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier:
https://www.arbeitsagentur.de/finanzielle-hilfen/kurzarbeitergeld-arbeitnehmer

Arbeitgeber finden alle Informationen zu Kurzarbeit hier:
https://www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit

Jobcenter und Arbeitsagenturen arbeiten weiter - auch wenn die Türen geschlossen sind. Persönlicher Kontakt im Notfall möglich. Geldauszahlung ist sichergestellt


Die IG Metall fordert Zukunftstarifverträge, in denen Investitionen, Produktperspektiven und Qualifizierungen für Beschäftigte geregelt werden. Außerdem sollen sich die Arbeitgeber verpflichten bei Auftragsflauten erst alle Maßnahmen zu Absenkung des Arbeitszeitvolumens auszuschöpfen, bevor Stellenabbau überhaupt ein Thema wird.

Die geforderten Instrumente sollen auch bei kurzfristigen konjunkturellen Schieflagen helfen. Wie wichtig die Schaffung solcher Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung sind, zeigen die ökonomisch noch nicht abschließend abschätzbaren Folgen der Corona-Krise.

In diesem Sinne stehen die Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben hinter den Forderungen der IG Metall.


Die Kolleginnen und Kollegen unterstützen während der Veranstaltung zum
Internationalen Frauentag unsere Positionen


Aktion der Kolleginnen und Kollegen bei Kennametal Ebermannstadt


Aktion der Kolleginnen und Kollegen bei Weiss Maroldsweisach


„TransFRAUmation 2020“

IG Metall Geschäftsstelle Bamberg feiert den Internationalen Frauentag
Zwei Tage im Voraus, nämlich bereits am Freitag, den 06. März, fand die diesjährige Abendveranstaltung der Frauen der IG Metall Geschäftsstelle Bamberg hinsichtlich des Internationalen Frauentages im Kulturboden Hallstadt statt. Wie in den vergangenen Jahren usus erfreute sich die Feier größtmöglicher Beliebtheit, mit 300 Gästen sowie Ehrengästen konnte man zur Freude aller Beteiligter abermals „ausverkauft“ vermelden.

Ganz besonders erfreulich war es, dass mit Christiane Benner die 2. Vorsitzende der IG Metall den Weg aus Frankfurt in den Kulturboden gefunden hat. In ihrem Redebeitrag dankte sie den ehrenamtlichen Frauen in Bamberg, deren Wirken und Aktionen sich bereits bis in die IG Metall Zentrale herumgesprochen hat. Ferner ging Christiane auf Themen wie Erfolge der Frauenbewegung in den letzten Jahrzehnten, aber natürlich auch auf ein noch immer bestehendes Ungleichgewicht in einigen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft ein, wie z.B. die weiterhin bestehende Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen oder auch eine Frauenquote, die aus Ihrer Sicht beispielsweise in Vorständen unabdingbar ist.

Auch die aktuell stattfindende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie fand in ihrem Beitrag Erwähnung, ebenso bei unserem 1. Bevollmächtigten der Geschäftsstelle, Matthias Gebhardt. Unmittelbar nach seinem Beitrag wurde gemeinsam mit allen Gästen ein Zeichen gesetzt, unter dem Motto der Tarifrunde, #Fairwandel, für zukunftssichere Arbeitsplätze für die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben.


Mit einem selbst geschriebenen und eigens inszenierten Theaterstück brachte der von Joanna Schuller geleitete Bamberger Frauenausschuss die Zuschauer zum Schmunzeln. Verkleidet als Hexen im „Ortsfrauenwald“ griff man aktuelle Schwerpunkte in der Politik und der Gesellschaft auf, beispielsweise die Klimapolitik, die fortschreitende Transformation oder auch das Thema künstliche Intelligenz. Ein wahres Highlight für Jung und Alt.

Einen weiteren, absoluten Höhepunkt dieses kurzweiligen Abends bot die Künstlerin Daphne de Luxe. Im fränkischen Kronach geboren, dem Humor des anwesenden Publikums also durchaus vertraut, brachte sie den Saal zum Toben mit gekonntem Witz, an manchen Stellen jedoch auch mit tiefgründigen Botschaften, z.B. dass man dazu stehen sollte, wie man ist, oder auch, dass Frauen in vermeintlichen Männerdomänen einfach mal sagen sollten „So, hier bin ich und hier bleibe ich!“

Für ein kulinarisches Rundum- Wohlfühlpaket sorgte der Frauenausschuss höchst selbst, abermals wurde ein Buffet in Eigenregie gezaubert, welches Keine und Keinen hungrig den Kulturboden verlassen ließ.

Bevor sich die zufriedenen Gäste allerdings auf den Heimweg machten, wurden zugunsten des Zirkus Giovanni in Bamberg, eine Einrichtung des Don Bosco Jugendwerks, Spenden gesammelt. Ein besonderer Schwerpunkt dessen ist die zirkuspädagogische Arbeit mit individuell und sozial benachteiligten Kindern, die im Jugendwerk ambulant oder stationär betreut werden. Hier ist jeder Cent und jeder Euro dieses Abends sicherlich gut angelegt.

Eine derart gelungene Feier des Internationalen Frauentages bedarf wie in jedem Jahr einer langwierigen und intensiven Organisation. Der Dank der IG Metall Geschäftsstelle Bamberg gilt folglich dem gesamten Team des Ortsfrauenausschusses sowie allen Helferinnen und Helfern, die diesen Abend besonders gemacht haben. Ein Dank gilt ebenso der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, die einen Informationsstand im Foyer des Kulturbodens Hallstadt aufgebaut hatten.

2020-03-06 Internationaler Frauentag


Metallzeitung

Ausgabe - März 2020
Hier die aktuelle Ausgabe der Lokalseite der IG Metall Bamberg.


(Für Download auf Bild klicken)


Tarifverhandlungen gestartet

Die erste Runde war sachlich - aber die Arbeitgeber sind noch weit von der IG Metall entfernt. Es zeichnen sind harte Verhandlungen ab.
Für die IG Metall ist die Sicherheit der Arbeitsplätze ein wesentlicher Punkt. Auch die Arbeitgeber redeten von Sicherheit - meinten damit aber zuallererst die Unternehmen.

Weitere Hintergründe zur Verhandlungsrunde im Video:



Wir wollen ein Zukunftspaket und mehr Beteiligung, damit Krisen für Beschäftigte und Unternehmen erst gar nicht entstehen!

Der VBM dagegen will die Unternehmensgewinne sichern und ein »Stillhalteabkommen« für 5 Jahre. Das heißt: Sie wollen nur mäßige Entgelterhöhungen bis 2025 festschreiben. Und die Arbeitgeber wollen betriebliche »Differenzierungen«: Betrieblich und erfolgsabhängig soll bestimmt werden, wann es Entgelterhöhungen und in welcher Höhe es Urlaubs- und Weihnachtsgeld gibt.

IG Metall-Bezirksleiter Johann Horn sieht ein hartes Stück Arbeit: »Jetzt sind die Beschäftigten dran. Wir brauchen Bewegung in den Betrieben und Solidarität zwischen den Beschäftigten. Nur so können wir am Verhandlungstisch etwas bewegen.«

IG Metall und VBM vereinbarten, jetzt in Expertengruppen über das IG Metall-Zukunftspaket zu diskutieren. Die nächste Tarifverhandlung ist am 16. März in München.

Tarifnachrichten 03/2020