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IG Metall Köln-Leverkusen - 50 Jahre Migration

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Fünf Jahrzehnte Migration
Fünf Jahrzente gemeinsamen Kampfes

Migrationsbewegungen haben die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland maßgeblich geprägt. Seit dem 19. Jahrhundert wurden gezielt Arbeiterinnen und Arbeiter für die Industrie angeworben.

Deutschland ist, nach den USA, zum wichtigsten Einwanderungsland der Welt geworden.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben über 20 Millionen Menschen - Vertriebene, Aus- und Umsiedler, ArbeitsmigratInnen und Flüchtlinge - hier eine neue Heimat gefunden.

Die IG Metall hat mit Vertretern aus Politik, Gewerkschaften, Betrieben und Kultur an die gemeinsame Zusammenarbeit über fünf Jahrzehnte erinnert und diese gewürdigt.

Die IG Metall sagte am 13.11.2011 im Rautenstrauch-Joest-Museum DANKE.

  

Bei dem Festakt waren unter anderem der Generalkonsul der Republik Türkei Mustafa Kemal Basa sowie der stellvertretende Vorsitzende der türkischen Gewerkschaftsbewegung DISK, Kollegen Tayfun Görgun, der aus Istanbul anreiste, anwesend.

Migranten aus Italien, Spanien, Portugal, Ex-Jugoslawien, Griechenland und seit 1961 vor allem aus der Türkei spielen eine außerordentlich große Rolle als Arbeitskräfte in den Branchen der Metall- und Elektroindustrie der Kölner Region. Viele Migranten arbeiten in diesen Betrieben jetzt schon in der dritten Generation und haben die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen.

Über 650 Migranten arbeiten ehrenamtlich als Betriebsräte und Vertrauensleute in unseren Betrieben. In 18 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie unserer Kölner Region sind Migranten als Vorsitzende der Betriebsräte gewählt worden, darunter auch in großen Betrieben wie den Eisenwerken Brühl, Faurecia Innenraumsysteme, Randstad Deutschland und Nayak Air Service GmbH.

Die IG Metall setzt sich seit vielen Jahrzehnten für die soziale Gleichberechtigung der Migranten in allen Belangen ein,

  • gegen Diskriminierung im Aufenthalts- und Arbeits- und Wahlrecht,
  • beim Zugang zum Bildungssystem,zu Wohnung und
  • vor allem gleichen Lohn.
Viele offensichtliche Diskriminierungen wurden überwunden – aber unter den besonders schlecht gestellten Arbeitnehmern im Niedriglohnsektor und in der Leiharbeit finden wir heute wieder weit überdurchschnittliche Anteile von Migranten. Unsere Forderung nach EQUAL PAY hat auch immer eine migrationspolitische Seite.

Und eine bessere Förderung von Migrantenkindern in Kindergärten, Schulen und Berufsausbildung fordert die IG Metall nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern weil es unserem gewerkschaftlichen Menschenbild entspricht.

Das sich an die Würdigung anschließende bunte Unterhaltungsprogramm moderierten Anke Bruns und Fatih Cevikkollu.

  

Bildergalerie

Die Fotos wurden freundlicherweise von Muharrem Büyükbas und Ismail Demirdögen zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Presseartikel
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