
Auf der Delegiertenversammlung der IG Metall Köln-Leverkusen am 15.06.2009 wurde kritisch über die Zeitarbeit diskutiert. Hierzu hatte die IG Metall Köln-Leverkusen unter der Moderation von Gerhard Schröder Vertreter aller politischen Coleur eingeladen. Die zahlreichen Delgierten der
Delegiertenversammlung diskutierten kritisch mit den Politikern.
Die Vertreter von SPD,
Martin Börschel, und CDU,
Dr. Michael Paul, verwiesen auf die Konjunkturpakete, die die große Koalition auf den Weg gebracht habe.
Ulla Lötzer, Bundestagsabgeordnete der Linken, wies unter dem Applaus der Delegierten darauf, dass man nicht denen das Feld überlassen werde, die mit ihrem Neoliberalismus und Marktradikalismus diese Krise herbeigeführt haben.
Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen plädierte für die Einführung von Midestlöhnen.
Dr. Witich Roßmann forderte die Orientierung eines Mindestlohnes an den untersten Tarifstufen.
Dr. Michael Paul wies darauf hin, dass es flexiblerer Instrumente bedürfe und Zeitarbeit immer die Brücke in feste Arbeits sein solle.
10 bis 15 Prozent der Belegschaften sind im Betreuungsbereich der IG Metall Köln-Leverkusen durch Zeitarbeit abgebaut worden.
Witich Roßmann führte aus, dass in eingeschränkten Bereichen Zeitarbeit sinnvoll sei und somit Flexibilität ermögliche. "Aber der enorme Anstieg in nur anderthalb Jahren von 200.000 auf 800.000 Beschäftigte in der Industrie, das hat nichts mehr mit Flexiblität zu tun!"
