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IG Metall Leer-Papenburg - 125 Jahre IG Metall

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IG Metall feiert ihr 125-jähriges Bestehen

Die IG Metall Leer-Papenburg hat in Papenburg ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Thomas Gelder, 1. Bevollmächtigter, begrüßte zahlreiche Gäste und viele langjährig engagierte Metallerinnen und Metaller.

Als Hauptredner berichtete Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied aus Frankfurt, über den langen Kampf der IG Metall für anständige Löhne und mehr Gerechtigkeit. Im Gründungsjahr des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes 1891 habe es keine Arbeitnehmerrechte oder Bürgerrechte gegeben. Unter hohem persönlichen Einsatz musste alles erkämpft und erstritten werden.

Menschen hätten bessere Arbeitsbedingungen und mehr Gerechtigkeit erreichen können, weil sie sich gewerkschaftlich organisiert und geschlossen und solidarisch für ihre Forderungen eingetreten seien.Dieses war damals so und gelte auch heute weiterhin.

Thomas Gelder ging in seiner Rede auf die Entwicklungen vor Ort ein. Auch in Papenburg und Leer hätten sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts Menschen gewerkschaftlich engagiert. Die Arbeit war schwer und der Arbeitstag lang. Die Kolleginnen und Kollegen haben auch vor Ort immer wieder für bessere Arbeitsbedingungen und auskömmlichen Lohn kämpfen müssen. Nicht nur in großen Betrieben wie die Meyer Werft, Kolbenschmidt oder Leda Werk (Boekhoff) sondern auch in kleinen und mittleren Unternehmen hätten engagierte Gewerkschafter für bessere Arbeitsbedingungen, für gerechte Löhne und für bessere Arbeitszeiten, für Lohnfortzahlung und für Tarifverträge erfolgreich gestritten.

Alle Redner brachten es auf den Punkt: Die Aufgaben der IG Metall sind auch in Zukunft vielfältig und fordernd. Es gäbe nach wie vor prekäre Beschäftigungen wie Zeitarbeit, Minijobs und Werkverträge, über 1 Milliarde unbezahlte Überstunden, Ausufern von Arbeitszeiten. Ziel müsse es sein, auch in der Region weitere Tarifbindungen zu erreichen.

Auch der Papenburger Bürgermeister Jan Peter Bechtluft betonte die Bedeutung der IG Metall für die Region. Die Gesellschaft habe von der Arbeit der Gewerkschaft profitiert. Die Stadt sei dadurch fortschrittlicher und offener geworden. Gerade in der heutigen Zeit sei das gewerkschaftliche Engagement dringend notwendig. Die Arbeit müsse wieder für den Menschen optimiert werden und nicht umgekehrt.

Thomas Gelder ist sich sicher: "Auch zukünftig können wir als IG Metall gemeinsam politische Ziele erreichen. Für die gemeinsame Erreichung der Ziele gelten noch die gleichen Vorrausetzungen wie vor 125 Jahren: Geschlossenheit und Solidarität.

„Die Demokratie hört nicht hinter den Werkstoren auf“. Deshalb steht die IG Metall auch in Zukunft
• für betriebliche Mitbestimmung,
• für gute Arbeit
• und für soziale Gerechtigkeit."