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IG Metall Leer-Papenburg - 24 Std Warnstreik KS Gleitlager

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Tolle gemeinsame Aktion bei KS Gleitlager

Kein Durchkommen für Lieferanten - Betrieb stand still

Papenburg. Der Tarifkonflikt in der Metallbranche breitet sich aus. Nachdem die Verhandlungen von der Arbeitgeberseite unterbrochen wurden, hat die IG Metall bundesweit zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Als erster Betrieb in der Geschäftsstelle der IG Metall Leer-Papenburg wurde bei KS Gleitlager in Papenburg über alle Schichten die Arbeit durchgehend niedergelegt. Über 400 Beschäftigte beteiligten sich an dem ganztägigen Warnstreik.
Gegen Mittag fand eine Kundgebung statt. Meinhard Geiken, Bezirksleiter IG Metall Küste, war aus Hamburg angereist und berichtete über die bisherigen Verhandlungen. „Die Arbeitgeber haben nicht verstanden, dass die Kollegen ihren Anteil am Unternehmenserfolg einfordern. Die Arbeitnehmer wollen sich nicht mit Krümel abspeisen lassen. Der Erfolg muss doch bei denen ankommen, die ihn überhaupt erst ermöglichen!“ Deshalb stünde jetzt die Ampel auf Gelb. Bei KS Gleitlager und weiteren 250 Betrieben in ganz Deutschland.
Bereits ab 5:00 Uhr begannen die Vorbereitungen. Die Eingangstore wurden mit Streikposten besetzt. Die Stimmung unter den Beschäftigten war einheitlich, sie fordern mehr Bewegung bei der Arbeitgeberseite. „Die Kollegen sagen, es reicht jetzt. Jetzt gehen wir raus! Und zwar nicht nur für ein paar Stunden, sondern für 24 Stunden“, so Frank Sonntag, Betriebsratsvorsitzender und Mitglied der Tarifkommission. Im Team mit den Vertrauensleuten seien die Vorbereitungen gut gelaufen, alle hätten mitgemacht, weil sie hinter den Forderungen stünden. Die Produktion stehe komplett.
Thomas Gelder, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Leer-Papenburg, sieht die Kollegen in den Betrieben zu recht aufgebracht. “Die Kollegen arbeiten flexibel und produktiv, rund um die Uhr. Jetzt fordern die Beschäftigten auch mal Arbeitszeiten in ihrem Sinne; Arbeitszeiten, die zu ihrem Leben passen. Die Kollegen wollen mal eine Weile kürzer treten können. Für Arbeitgeber zählt nur billig, billig.“ Mehr selbstbestimmte Arbeitszeit und bessere Schichtregelungen mit Zuschlägen bleiben Kernforderungen. Alle Beteiligten erwarten mehr Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber. Ansonsten gehe es nach Urabstimmungen in die nächste Runde.