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IG Metall Leer-Papenburg - 24 Std Warnstreik Meyer Werft

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Das gab es seit Jahrzehnten nicht mehr:

Produktion auf der Meyer Werft durch ganztägigen Warnstreik lahm gelegt

Für die Metaller der Meyer Werft war der ganztägige Warnstreik etwas Besonderes. Seit Jahrzehnten hat es nicht so umfangreiche Arbeitsniederlegungen gegeben. Die Kollegen haben über 24 Stunden den Betrieb bestreikt, Die Produktion auf der Werft stand still.
Sie haben auf der Werft ein kraftvolles Zeichen der Entschlossenheit gesetzt. In vielen Gesprächen haben die Vertrauensleute Zustimmung erfahren, den Druck in der Tarifrunde auf die Arbeitgeber zu verstärken. Die Arbeitgeberverbände haben im Pilotbezirk die Verhandlungen ausgesetzt. Da ist es das gute Recht der Beschäftigten, für mehr Lohn und arbeitnehmerfreundlichere Arbeitszeitmodelle zu streiken. Auch die Kollegen der Werft arbeiten zum Teil rund um die Uhr und kennen die Belastungen von Schichtarbeit. Für sie wäre ein verbindlicher Anspruch auf vorübergehende Arbeitszeitreduzierung von bis zu 7 Stunden in der Woche eine echte Verbesserung zum Schutz der Gesundheit.
Insgesamt war die Beteiligung der Metaller auf der Werft sehr gut. Über den Tag verteilt haben die Kollegen vor den Werfttoren Posten bezogen. Da nach dem neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz es verboten ist, Leiharbeitnehmer in einem bestreikten Betrieb einzusetzen, gab es auch von diesen Kollegen Unterstützung.

Leiharbeitgeber können ihre Beschäftigte gegen deren Willen nicht in Urlaub schicken. Leiharbeitnehmern haben auch für den Streiktag vollen Lohnanspruch. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie ihre Beschäftigten in anderen Betrieben einsetzen können oder nicht. Hier scheint es einige Gesetzesverstöße gegeben zu haben. Der IG Metall sind Anfragen von Leiharbeitnehmern bekannt, denen für Freitag entweder Urlaub oder Stunden abgezogen wurden. Das wäre nicht rechtens.