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IG Metall Leipzig - Archiv AGA

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Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit

Archiv

Neubeginn in Delitzsch (23.04.08)

Am 23.April war es soweit. Im Vereinslokal der Gartensparte „Frohe Zukunft“ fand nach vielen Jahren Pause die erste Zusammenkunft der Metaller aus dem Raum Delitzsch statt.

Der Kollege Thomas Steinhäuser von der IGM Verwaltungsstelle Leipzig legte die derzeitigen Arbeitsschwerpunkte und die Herausforderungen für die nächsten Wochen und Monate dar.

Die Veranstaltung kam gut an. Die Kolleginnen und Kollegen hatten viele Ideen mit welchen Themen die nächsten Veranstaltungen durchgeführt werden können. Die Kollegen Wilhelm Bietz und Erhard Wöckel haben sich sehr engagiert und wollen auch in Zukunft die Organisation dieser Treffen übernehmen.

Übrigens – das nächste Treffen findet am 1. Oktober an gleicher Stelle statt.

Alle IGM Mitglieder sind wieder herzlich eingeladen.

Gisela Idczak Arbeitskreis AGA


Kurz vorgestellt (Januar 2007)

Gisela Idczak

Innerhalb des Arbeitskreises „Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit“ gab es vor wenigen Wochen einen Wechsel. Kollegin Gisela Idczak ist jetzt die Vorsitzende des Arbeitskreises AGA. Sie übernahm diese Aufgabe von Kollegen Rudolf Rüder, der in ein anderes Bundesland verzogen ist.


Marianne Ebert

Erhält ehrenamtliche IG Metall-Arbeit jung? Aber ja!

Mit 85 Jahren ist Marianne noch immer Organisatorin und Akteurin für die Mitgliederversammlungen.



Ist Deutschland eine Bananenrepublik?

Ist Deutschland ein demokratisches Land ?

Also Kollege wenn man die Schwarzgeldaffären, Schmiergeldaffären, Korruptionsfälle und gesetzwidrigen Verhaltensweisen bzw. Handlungen von Firmen wie Mercedes, Siemens, Nokia, Post und Banken sowie von Managern und Politikern betrachtet, bei denen Millionen in die eigenen Taschen gesteckt werden und Milliarden verbrannt werden, welche Emotionen werden dann hervorgerufen.

Geld, das Mitarbeitern in Form von Lohn und Gehalt für ihre Arbeit verweigert wird. Konzernmanager winden sich wie angestochene Würmer und drohen mit Entlassungen oder Standortverlagerung in ein Billiglohnland, wenn Gewerkschafter nach jehrelanger Zurückhaltung 8% Lohnerhöhung fordern.

Dann Kollege ist Deutschland eine Bananenrepublik und kein demokratischer Rechtsstaat!

Wir wissen sehr wohl wie das ist, wenn man Wasser gepredigt bekommt und sieht wie die Oberen Wein trinken.

Und heute bekommen wir wieder Wasser gepredigt, aber heute trinken die Oberen Champagner und baden noch obendrein darin.

Ganze Teile der Gesellschaft sind pervers reich und dazu noch kriminell. Nichts ist ihnen heilig, es wird gelogen, betrogen, beiseite geschafft und gierig gerafft. Diese Leute machen vor nichts halt, selbst nicht vor den notleidenden Kindern dieser Welt, deren Not das Kapital verursacht hat.

Und ihre Helfeshelfer haben selbst Unicef Deutschland in Verruf gebracht.

Man kann zu Karl Marx stehen wie man will, aber in Einem hat er heute noch recht - er sagte: "Das Kapital und seine Knechte werden bei 10% Profit aufmerksam, bei 100% Profit seht aktiv, für 300% Profit begehen das Kapital und seine Knechte jedes Verbrechen - jedes!"

Deshalb Kollege, bleibe Gewerkschafter oder werde Gewerkschafter, atme saubere Luft, verstärke unsere Reihen, damit wir gemeinsam dieser Hydra die Köpfe abschlagen können.

Horst Betzhold

"Arbeitskreis außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit ehemals BR-Vorsitzender HAL (früher Kolben und Aluminium-Guß)" (01.03.2008)


DB und kein Ende

Das erreichte Ergebnis des Tarifstreites der Lokführer wäre viel früher möglich gewesen. Bahnchef Mehdorn und Personalchefin Sukale wollten aber ein Exempel statuieren und Sklavenlöhne sowie keinen Lokführertarifvertrag durchsetzen. Diese beiden haben bewusst die Lokführerstreiks provoziert und billigend Millionen verbrannt! Beide waren sich nicht zu schade herabwürdigend über Gewerkschafter und Gewerkschaften herzuziehen und in der Öffentlichkeit sowie bei den Bahnkunden den Eindruck zu erwecken das die GDL die alleinige Schuld an der Auseinandersetzung habe. Sukale und Mehdorn trieften vor Mitgefühl den Bahnkunden gegenüber und vergossen Krokodilstränen. Was für eine Falschheit ist da sichtbar geworden! Jeder Arbeitnehmer und Gewerkschafter müsste hellsichtig und hellhörig in diesem Land geworden sein, wenn er daran denkt wie die Fahrpreise gestiegen, Bahnmitarbeiter entlassen und die Bahndienstleistungen gesunken sind.

Wo waren die Krokodilstränen als die Wochen- und Monatskarten für Azubis, Studenten und Pendler teurer wurden, wo waren die Krokodilstränen am 01.12.2007 als die Tarife der Bahn wieder erhöht wurden? Wo bleibt das Mitgefühl von Sukale und Mehdorn, wenn am 15.01.2008 erneut Personalabbau und Tariferhöhung angekündigt werden, obwohl aus den Bahnmitarbeitern Millionengewinne herausgepresst werden?

Mein Resümee: Man kann zu einen eigenständigen Tarifvertrag der Lokführer stehen wie man will, das Recht für höhere Löhne und Gehälter zu streiten und zu streiken haben sie allemal. Dem Bundesverkehrsminister stünde es gut zu Gesicht nüchtern zu überprüfen ob Sukale und Mehdorn die richtigen Leute an der Spitze der DB sind. Ich meine, sie sind es nicht.

Horst Betzhold (16.1.2008)


Mindestlohn in Deutschland

Endlich ist dieses Thema ganz obenangekommen und alle Kapitalhyänen mit ihren politischen Lakaien schreien auf, man kennt es von den Tarifauseinandersetzungen, nicht wahr Kollege?

Betrachtet man einmal den Lohn, den eine Friseuse in Leipzig bekommt und die Anzahl der Leute, die ein Einkommen haben, dass nicht erlaubt, 4,90 Euro für einen einfachen Haarschnitt übrig zu haben, dann wäre der Mindestlohn von ca. ,50 Euro ein Segen.

Wie das, fragst Du, Kollege? Ganz einfach, viele Leute könnten sich einen Haarschnitt leisten und brauchten sich nicht von irgendwelchen Hobbyfriseuren behandeln zu lassen.

Wenn gleichzeitig Unternehmen, die heute schreien, sie müssten wegen des Mindestlohns Kolleginnen und Kollegen entlassen, etwas tun, für das sie eigentlich angetreten sind, nämlich etwas zu unternehmen, um den vohandenen Bedarf in ihr Geschäft zu holen und nicht zu warten, bis die Leute vielleicht irgendwann von alleine kommen oder auch nicht, dann würden sie feststellen, dass Mindestlöhne bezahlbar sind und weitere Mitarbeiterinnen eingestellt werden müssen.

Kollege, ich finde, dass diese Logik anwendbar ist auf alle Kolleginnen und Kollegen, die heute noch für Löhne arbeiten müssen, von denen sie nicht leben können und für Unternehmen, die Mindestlöhne ablehnen, egal in welcher Branche sie tätig sind. Es bestünde die einmalige Chance, das Verhältnis von Preis, Einkommen, Arbeitsplätzen und Kosten in Deutschland wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen und einigen wenigen Leuten ihre Gefräßigkeit abzugewöhnen.

Denn staatliche Lohnzuschüsse wären ein gefundenes Fressen für die Unternehmerseite und eine weitere Belastung für den Steuerzahler, der ja nun mal nicht als Ersatzlohnzahler für Unternehmen zuständig ist, auch nicht dazu missbraucht werden darf.

In einigen europäischen Ländern funktioniert der Mindestlohn schon seit einiger Zeit.

Also Kollege, wenn Du mich fragst: Was sind denn das für Leute, diese „Wirtschaftsexperten“, Unternehmer und Politiker, die einen Mindestlohn ablehnen, dann sage ich Dir, es sind Wölfe, die Kreise gefressen haben und sich alles und Dir nichts gönnen.

Macht denke, denke Kollegen, macht Euch stark und organisiert Euch in Eurer zuständigen Gewerkschaft.

Euer Horst Betzhold aus Leipzig


Also, wenn Du mich fragst, Kollege Was ist der Osten Deutschlands dem Westen schuldig?

Viele westdeutsche Bürger meinen, der Osten fresse ihnen finanziell die Haare vom Kopf, so werden sie jedenfalls von Politikern, Journalisten, Medien und Teilen der so genannten geistigen Elite der BRD gezielt desinformiert. Das Prinzip Teile und Herrsche wird deutlich sichtbar. Die Wahrheit ist:

- 89 – 90 hat der Osten den Westen vor der schlimmsten Wirtschaftskrise bewahrt.

Mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze stiegen sämtliche Wirtschaftsdaten Westdeutschlands sprunghaft an.

- Mit der Wiedervereinigung haben rund 16 Millionen Ostdeutsche sich wieder gefunden als eingegliederte Mitschuldner am westdeutschen über Jahrzehnte angehäuften Schuldenberg.

Jahrzehntelang haben ostdeutsche Bürger mit am westdeutschen Wohlstand geschuftet, Du glaubst es nicht Kollege? Dann schau Dir mal die Versandhauskataloge von damals an. Dort findest Du massenhaft ostdeutsche Qualitätsprodukte zu sündhaft billigen Preisen. Mit der Wiedervereinigung haben die fünf ostdeutschen Ländern, wie sich heute herausstellt, etwas unbezahlbares eingebracht, nämlich fünf völlig gesunde demoskopische Lebensbäume!

Die ostdeutsche Wirtschaft wurde auf ein Minimum eliminiert. Unsere jungen Leute arbeiten heute im Westen und zahlen dort Steuern und Abgaben in die Sozialkassen. - Nachweislich ist für jede DM bzw. jeden Euro, der als Betrag für den Aufbau Ost geflossen ist, der dreifache Betrag zurückgeflossen, nur in die Kassen von Unternehmen, die ohnehin Steuergeschenke und Fördermittel in ungeahnten Größenordnungen geschluckt haben. Aber das ist die reale Politik in Deutschland, Kollege.

Erstellt man eine wahrhaftige Bilanz, so stellt man fest, dass der Osten dem Westen bis zum heutigen Tag nicht einen Euro schuldig ist.

Macht mal denke, denk Kollegen, wenn schon die Politiker zu blöd dazu sind.

Rente mit 67

Also, Kollege, wenn ich als Rentner daran denke, was auf Euch zukommen soll, dann sträubt sich mir das Fell vor Wut auf diese Bundesregierung. Abgesehen davon, dass meine Rente von Jahr zu Jahr immer wertloser wird, soll Euch Jüngeren so unverschämt in die Tasche gelangt werden, dass das Wort Generalstreik immer öfter in meinen Überlegungen Platz greift.

Ob Du es wahrhaben willst oder nicht, Politik und Arbeitgeberseite haben uns Arbeitnehmern und Gewerkschaften den Krieg erklärt.

47 Berufsjahre als Handformer habe ich hinter mir, ich weiß wovon ich rede.

Denke ich an die Kollegen in den Stahl- und Walzwerken, in den Schmieden und Presswerken, an den Montagebändern und und und – wird künftig unter Berücksichtigung der gesetzlich festgelegten Anwarts- und Anrechnungsfristen, keiner mehr von den künftigen Rentnern ohne Rentenabzug in den Ruhestand gehen.

Altersarmut ist vorprogrammiert. Wie soll man privat fürs Alter vorsorgen bei vielerorts 6,- Euro Stundenlohn. Man muss eine Stunde arbeiten um sich netto einen Straßenbahnschein für drei Haltestellen und ein trockenes Brötchen leisten zu können. Oder stimmt das etwa nicht?

Kollege, Du entscheidest selbst, ob Du Hammer oder Amboss bist.

Willst Du Hammer sein, dann musst Du Dich organisieren, und zwar dort, wo man sich täglich, stündlich dafür einsetzt, dass Du gerechter am Ergebnis Deiner Arbeit beteiligt wirst.

Das ist die IG Metall oder Deine zuständige Gewerkschaft.

Oder hast Du schon mal erlebt, dass Dein Arbeitgeber freiwillig mehr in Deine Lohntüte gepackt hat? Oder ist es Dir schon mal passiert, dass Du festgestellt hast, oh, ha, die Politik hat meine materielle Situation grundlegend verbessert?

Deshalb, junge Kollegen organisiert Euch, damit Ihr Euch wehren könnt.

Gewerkschaften können nur mit vielen Mitgliedern kämpfen, dann aber erfolgreich alles erreichen.

Horst Betzhold

Mitglied im AGA der IG Metall Verwaltungsstelle Leipzig


1.Mai 2006

Kollege Konrad Feine äußert sich zu den rechtsextremistischen Aufmärschen in Leipzig am 1. Mai.

Wir wissen, dass nur mit demokratischen Mitteln die Richtung der Politik bestimmt werden darf.

Das ist sehr schwer ! Von oben, also von der Verfassung, von den Verwaltungsgerichten, von machthabenden Parteien werden demokratische Mittel auch nichtdemokratischen , nämlich rechtsradikalen Kräften zugestanden. Das ist zwar formal richtig, aber ethisch unhaltbar, weil heuchlerisch. Deshalb ist der einzelne Bürger gefordert sich mit Gleichgesinnten zu verbinden und im Block sich zu wehren, wie die BMW-Arbeitnehmer gegen Lohnvorenthaltungen, die französischen Bürger gegen die Abschaffung von Kündigungsschutz für die Jugendlichen und wir mit Euch gegen rechtsradikale Entgleisungen in unserer Gesellschaft. Rechtsradikales Gedankengut ist keine Alternative!

Schließt Euch deshalb dem Aufruf der demokratischen Kräfte, des Bündnisses gegen Rechts an, zeigt Courage! Beteiligt Euch am Couragekonzert am 30. April am Völkerschlachtdenkmal, an den Gegendemos zum 1. Mai ab 10 Uhr vom Connewitzer Kreuz zum Augustusplatz, 11.55 Uhr auf dem Nikolaikirchhof und 12 Uhr auf dem Augustusplatz zur DGB Kundgebung. Zeigt Mitverantwortung! Beteiligt Euch !!

Konrad Feine


Senioren der AGA und Azubis, passt das zusammen?

Und ob!

In der dritten Märzdekade 2006 startete der DGB und die Einzelgewerkschaften ein Jugendprojekt an drei Berufsbildungszentren in Leipzig, an drei verschiedenen Terminen.

Die Leipziger AGA-Kollegen Manfred Heger und Horst Betzold von der IG-Metall betreuten den Infostand auf dem jeweiligen Schulhof.

Sie mussten große Defizite bei den jungen Leuten feststellen was die gesellschaftspolitische Bildung über Vorteile, Aufgaben und Inhalte von Gewerkschaftspolitik und der Mitgliedschaft in ihnen bedeudet. Sie mussten gleichzeitig wahrnehmen, dass das Interesse der jungen Leute in Informationen und Gesprächen darüber, riesig war.

Alles in allem waren die Tage in den Berufsbildungszentren ein Erfolg und sollten fortgesetzt werden.

Horst Betzhold