Die IG Metall bietet ihren Mitgliedern, die in Leiharbeitsunternehmen beschäftigt sind, einen besonderen Service. Speziell zu Probleme im Bereich der Leiharbeit wurde eine bundesweite Hotline geschaltet. Die telefonische Beratung erfolgt zu nachfolgenden Zeiten:
Mo. und Di. 10.00 - 16.00 Uhr
Mi. 10.00 - 18.00 Uhr
Do. 10.00 - 16.00 Uhr
Fr. 09.00 - 12.00 Uhr
Telefon 01802 - 22 22 06
Pressegespräch der IG Metall Leipzig zum Thema "Leiharbeit" 24.02.11)
Die IG Metall Leipzig hatte am 24.02.2011 zum Pressegespräch eingeladen. Neben den Medienvertretern nahmen auch Betriebsräte aus Unternehmen mit Leiharbeitern daran teil. Mehr dazu unter
Aktionstag 24.02.2011
Nach einem unzumutbaren Angebot und weiteren masiven Verhandlungen mit dem Bundesverband Zeitarbeit Personaldienstleistungen (BZA) konnte am 8. März 2010 ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen werden.
Nähere Informationen zum Inhalt des Tarifvertrages sowie die gültigen Entgelttabellen gibt es in unseren
Tarifnachrichten BZA als pdf-Datei
IG Metall will Leiharbeit reformieren

Olivier Höbel
Bezirksleiter Höbel spricht von Lohndumping und fordert gleiches Geld für gleiche Arbeit
Leipzig. Die IG Metall in Ostdeutschland macht sich stark für eine grundsätzliche Überarbeitung der Leiharbeitsregelungen. Das System Zeitarbeit ist gescheitert. Zeitarbeit ist kein Flexibilisierungsinstrument, sondern ein gesetzlich legitimiertes, staatlich verordnetes Instrument für Lohndumping und Druck auf Tarifverträge, sagte der IG-Metall-Bezirksleiter für Berlin-Brandenburg-Sachsen, Olivier Höbel, dieser Zeitung.
Die Gewerkschaft fordert für alle Zeitarbeiter ab der ersten Einsatzstunde das gleiche Geld wie für Festangestellte. Für die Flexibilitäts- und Anpassungsbereitschaft sollen sie zudem einen Zuschlag in Höhe von 15 Prozent erhalten, sagte Höbel. Ausschließlich für verleihfreie Zeiten muss ein Mindestlohn für allgemeinverbindlich erklärt und ins Arbeitnehmerentsendegesetz aufgenommen werden. Für die tariflichen Rahmenbedingungen in der Verleihbranche wie Fahrtkostenregelung, Spesen oder Urlaub sowie das Aushandeln der Entgelte tritt die IG Metall ein. Außerdem sei die Mitbestimmung der Betriebsräte im Entleihbetrieb zu stärken. Alle sonstigen Ausnahmen vom Grundsatz des Equal Pay und Equal Treatment gleiches Geld und gleiche Arbeit seien ersatzlos zu streichen, so Höbel.
Die Tarifverträge der im DGB vertretenen Gewerkschaften mit den Leiharbeitsverbänden seien seinerzeit im Vertrauen auf die Umsetzung von Equal-Pay-Regelungen durch die Regierung Schröder gemacht worden, so der IG-Metall-Bezirksleiter. Christliche Gewerkschaften, deren Tariffähigkeit für die Branche inzwischen durch Gerichte aberkannt wurde, hätten diese noch unterboten. Auch Ausnahmen im Arbeitnehmer-Überlassungsgesetz ließen zu, dass weniger für Leiharbeiter bezahlt werden darf. Und davon haben Arbeitgeber massenhaft Gebrauch gemacht, mit der Folge, dass Leiharbeit heute zum Armutsrisiko geworden ist. Leiharbeitnehmer seien viermal häufiger von Hartz IV betroffen als fest Angestellte, müssen also zu ihrem Lohn zusätzlich staatliche Unterstützung beantragen. Besonders die neuen Bundesländer seien davon stark betroffen. 12,6 Prozent der ostdeutschen Leiharbeiter seien so genannte Aufstocker.
Höbel kritisiert vor allem, dass der Leiharbeitsverband BZA derzeit mit einer Reihe von Unwahrheiten für die Branche werbe. Es sei nicht richtig, dass 25 Prozent aller Leiharbeiter eine Festanstellung erhalten oder 75 Prozent der Arbeitsverträge unbefristet, also fest seien. Mehr als die Hälfte fliegen beim Verleiher in den ersten drei Monaten wieder raus. Die Krise habe den Stellenwert der Branche gezeigt: Relativ lautlos wurden fast 300 000 Leiharbeiter nach Hause geschickt, weil die Branche an Hilfsprogrammen kein Interesse hat, kritisiert Höbel. Kurzarbeitslösungen oder gar Qualifizierung seien kaum in Anspruch genommen worden. Auch die jahrelangen Millionengewinne wurden nicht für die Beschäftigten verwendet. Und jetzt wird auf Entlassungswellen spekuliert, um anschließend wieder groß in das Geschäft einzusteigen. Das müsse endlich ein Ende haben. Andreas Dunte
Quelle: LVZ 06.06.09
DGB-Aktion zur Leiharbeit auf dem Leipziger Augustusplatz (08.05.09)
Am 8. Mai 2009 veranstaltete der DGB Leipzig eine Aktion zur Leiharbeit. In der Zeit von 11.00 bis 16.00 Uhr informierten Gewerkschafter interessierte Bürger zu allen Fragen zum Thema "Leiharbeit". Mit dabei der Leiharbeits-Truck der IG Metall.
IG Metall kritisiert mit Lichtprojektion auf Bundeskanzleramt Missbrauch von Leiharbeit: "Rutsche in die Arbeitslosigkeit" (18.12.2008)
Die IG Metall hat mit einer Lichtprojektion auf das Bundeskanzleramt den Missbrauch von Leiharbeit kritisiert und ihrer Forderung nach Gleichbehandlung von Leiharbeitnehmern Nachdruck verliehen. "So schnell die Leiharbeit zum Jobwunder erklärt wurde, so schnell verschwinden die Arbeitsplätze in der Krise", sagte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, am Donnerstag in Berlin. "Leiharbeit ist keine Brücke in den Arbeitsmarkt, sondern eine Rutsche in die Arbeitslosigkeit."
IG Metall attackiert Zeitarbeitsfirmen (09.11.08)
Nach der Kündigung von hunderten Zeitarbeitern bei BMW Leipzig hat
die IG Metall die Zeitarbeitsfirmen scharf attackiert.
Die Leipziger
Gewerkschaftschefin Merbitz sagte bei MDR INFO, die Firmen machten es
sich zu einfach. Statt nach Alternativen zu suchen, würden sie die
Arbeiter auf die Straße setzen. Die Zeitarbeitsfirmen hätten mit
ihren Leiharbeitern bei BMW viel Geld verdient. Die Menschen hätten
es verdient, dass die Firmen sie jetzt um sie kümmerten und weiter
bezahlten.
BMW-Sprecher Janßen bestätigte, dass das Leipziger Werk
sich zum Monatsende von 400 seiner 700 Leiharbeitern trennen wird.
Die Produktion müsse aufgrund des weltweiten Absatzrückgangs
zurückgefahren werden.
Quelle: MDR 9.11.08
"Fair-Leih-Tour 2008" erreichte Leipzig

Gesprächsrunden vor und auf dem Info-Truck
Der Kampagnentruck der IG Metall ist ein Jahr lang bei Wind und Wetter auf Deutschlands Straßen unterwegs. Am 11. und 12. Juni war er in Leipzig.
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IG Metall startet Kampagne "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld"

Günter Wallraff im Dialog mit Leiharbeitern zum Thema "Leiharbeit gestern und heute" am 9. April in Frankfurt/Main.
Die Verunsicherung hat sicherlich viele Namen, aber ein Name lautet sicher: Leiharbeit.
Leiharbeit ist vielen Betrieben auch für die Stammbelegschaften unmittelbar erfahrbar.
Gleiche Arbeit, aber unterschiedliche Entlohnung, unterschiedliche Urlaubsansprüche und insgesamt unterschiedliche Arbeits- und Entlohnungsbedingungen.
An den Befunden der Verunsicherung und der Ungerechtigkeit wird die IG Metall in ihrer bundesweiten Kampagne ansetzen.
Wir werden mit dieser Kampagne selbst aktiv und wir haben Forderungen auch an die Politik. Wir wollen Leiharbeit begrenzen, wo Missbrauch stattfindet und wir wollen Leiharbeit gestalten, wo sie weiterhin geleistet wird. Wir lehnen Leiharbeit nicht grundsätzlich ab, aber wir wollen Missbrauch verhindern und Leiharbeit fair gestalten.
Ausschnitt aus der Rede von Berthold Huber anläßlich der Auftaktes der Kampagne "Gleiche Arbeit - Gleicher Lohn" am 9.4.08 in der IG Metall-Vorstandsverwaltung
IG Metall Leipzig positioniert sich zum Thema Leiharbeit
2011-02-08 16:34:33
Delegiertenversammlung verabschiedet am 31.1.2011 eine Erklärung zur Leiharbeit
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BMW stellt Leiharbeiter gleich
2008-05-09 10:52:26
Leipzig. "Der Druck ist von Leipzig ausgegangen. Wir waren es, die für die Leiharbeiter im BMW-Konzern und bei den Zulieferbetrieben den Durchbruch erzielt haben." Karla Birkmann, Stellvertretende Betriebsratschefin im Leipziger BMW-Werk, klingt fast euphorisch. "Kann sie auch sein", sagt Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. Erstmals werden in diesem Monat die bei BMW beschäftigten Leiharbeiter den gleichen Lohn bekommen wie die Festangestellten.
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Gleicher Lohn für Zeitarbeiter bei Faurecia
Beim BMW Zulieferer Faurecia Autositze in Leipzig erhalten ZeitarbeiterInnen künftig gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Die IG Metall hat mit Hilfe der Stammbelegschaft die gleiche Bezahlung am 19. Dezember 2007 in Berlin per Tarifvertrag durchgesetzt.
Die Internet-Plattform ZOOM hat Wissenswertes für Leiharbeiter, Betriebsräte in den Entleihbetrieben und andere Interessenten zusammengestellt. Die Palette reicht von Hinweisen für Leiharbeiter über Handlungsmöglichkeiten für Betriebsräte in den Entleihbetrieben bis zu Links zu den Tarifverträgen von BZA und IGZ.
www.igmetall-zoom.de