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Tariferfolg bei SHB - Gießer erhalten mehr Geld

Es ist kein Aprilscherz! 4,3 Prozent mehr Geld, für Azubis 100 Euro.

Auszählen nach der Abstimmung über das Verhandlungsergebnis.

Ab 1. April gibt es für die Kolleginnen und Kollegen der Firma Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf (SHB) 4,3 Prozent mehr Entgelt. Im Februar 2014 erhöhen sich die Einkommen durch eine Strukturkomponente um weitere 2,0 Prozent bei einer Laufzeit bis zum 31. März 2014. Die Vergütung der Azubis erhöht sich um 100 Euro.

Dieser Tarifabschluss war nur möglich, weil ein Großteil der Belegschaft zur IG Metall übergetreten ist oder direkt Mitglied in unserer Gewerkschaft wurde. In einer geheimen Abstimmung sprachen sich die IG Metall-Mitglieder von SHB mit übergroßer Mehrheit für die Annahme des Verhandlungsergebnisses aus.


Guss mit Perspektive

Projektabschluss mit den Betriebsräten von Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf, Georg Fischer Leipzig und Halberg-Guss Leipzig

Branchen-Projekt erfolgreich abgeschlossen

Die IG Metall Leipzig hat in Kooperation mit Arbeit und Leben Sachsen e.V. in den letzten zwölf Monaten das Projekt „Guss mit Perspektive – Netzwerk betrieblicher Interessenvertretungen für die Beschäftigungssicherung in Gießereien der Region Leipzig“ umgesetzt. Ziel war die Schaffung einer gemeinsamen Informations- und Kommunikationsplattform der Betriebsräte in den Gießereien Leipzigs. Das inhaltliche Spektrum reichte von der betrieblichen Altersstruktur über die Nachwuchsgewinnung, die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit älterer Mitarbeiter und betriebliche Qualifizierung bis zur innerbetrieblichen Kommunikation und dem betrieblichen Gesundheitsmanagement. Der überbetriebliche Erfahrungsaustausch soll künftig eigenständig fortgeführt werden.


IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen vereinbart weiteren richtungsweisenden Tarifvertrag in der Logistik- und Dienstleistungsbranche der Automobilindustrie (20.08.12)

Für die Niederlassung Leipzig der Rudolph Automotive Logistik GmbH wurde in dieser Woche ein neuer Haustarifvertrag in Kraft gesetzt. Die Belegschaft erhält über einen Stufenplan in den nächsten drei Jahren deutliche Einkommenszuwächse und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 40 auf 38 Stunden. Rudolph Automotive Logistik arbeitet als Dienstleister im Bereich Logistik auf dem Werksgelände von BMW in Leipzig. Rund 80 Prozent der Beschäftigten bei Rudolph sind inzwischen IG Metall-Mitglied.

Im Rahmen des Stufenplans werden die Einkommen bis Ende 2015 wie folgt entwickelt:

zum 1.1.2013 wird der Ecklohn auf 1.784 € angehoben

zum 1.6.2013 + 4,3 Prozent

zum 1.3.2014 + 3,0 Prozent

zum 1.1.2015 + 3,0 Prozent

Für 2012 wurde die Zahlung eines Einmalbetrages von 500 Euro vereinbart.

Die Wochenarbeitszeit wird bis 2016 um jährlich 0,5 Stunden von 40 auf 38 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich gesenkt.

Ab 1.1.2013 erhalten alle Arbeitnehmer 30 Tage Urlaub. Das Urlaubsgeld wird im Rahmen eines Stufenplans weiterentwickelt. Es wurde eine jährliche Sonderzahlung mit ergebnisabhängigen Steigerungsmöglichkeiten vereinbart. Die Auszubildendenvergütungen sind in die neue Entgeltsystematik eingebunden und nehmen damit an der Einkommensentwicklung teil.

Das Verhandlungsergebnis wurde in der Mitgliederversammlung einstimmig akzeptiert. „Mit diesem Abschluss haben wir für die automobilnahe Logistikbranche einen neuen Ordnungsrahmen geschaffen. Die Branche ist damit im Tarifbereich der IG Metall angekommen“, kommentierte IG Metall Bezirksleiter Olivier Höbel. Er lobte weiterhin das Engagement der Belegschaft, aber auch die Bereitschaft des Unternehmens sich auf konstruktive Verhandlungen einzulassen „ Mit dem neuen Tarifvertrag haben wir die Grundlage für beiderseitige Planungssicherheit und verlässliche Einkommensentwicklung geschaffen. Dies sei auch die Voraussetzung für fairen Wettbewerb bei weiteren Auftragsvergaben aus der Automobilindustrie. Auslagerung von Wertschöpfung darf nicht zum Wettbewerb über die Lohnkosten führen“, so Höbel weiter.

Quelle: IG Metall BZL BBS


Mutig kämpfen für gerechte Entgelte (20.06.12)

Betriebliche Aktionen bei Wincor Nixdorf in Taucha

Wincor Nixdorf praktiziert bei seiner Tochtergesellschaft in Taucha bei Leipzig eine extrem unterschiedliche und ungerechte Bezahlung. Dagegen solidarisieren sich die Beschäftigten, überwiegend Frauen, und demonstrieren mit betrieblichen Aktionen ihre Geschlossenheit.

Den Namen Wincor Nixdorf kennen viele vom Bankautomaten. Die Geräte des Unternehmens drucken Kontoauszüge und zahlen Bargeld aus. Wincor Nixdorf gehörte ursprünglich zum Siemens Konzern, 1999 wurde es herausgelöst. Seitdem gilt für alle deutschen Mitarbeiter von Wincor Nixdorf der Metalltarif NRW, unabhängig vom tatsächlichen Arbeitsort in Deutschland.

Tarifbindung scheibchenweise aufgegeben Seit 2004 gründete Wincor Nixdorf eine Reihe von Tochtergesellschaften und verabschiedete sich Zug um Zug von der Tarifbindung. In einem der neuen Tochterfirmen, der Wincor Nixdorf BAC in Taucha bei Leipzig, ist vor diesem Hintergrund jetzt ein Konflikt entbrannt. In Taucha werden seit 2010 die kaufmännischen Aufgaben zur Abwicklung aller deutschen Aufträge erledigt. Die Niederlassung erwirtschaftet gute Gewinne.

Ein Teil der Belegschaft wird weiter nach Tarif bezahlt. Das gilt vor allem für die langjährigen Mitarbeiter. Darüber hinaus wurden in den vergangenen beiden Jahren weitere Beschäftigte vor Ort eingestellt. Das ging nach dem Motto: "Wie bekomme ich hochqualifiziertes Fachpersonal, zum Teil studierte Betriebswirtschaftler, möglichst billig", sagt der IG Metall-Bevollmächtigte von Leipzig, Bernd Kruppa.

Der vollständige Artikel zum Nachlesen als WincorTarif.pdf


"Kreativer Widerstand" gegen die Schließung von NSN Leipzig

Seit November 2011 kämpft die Belegschaft von Nokia Siemens Networks (NSN) für den Erhalt ihres Standortes in Leipzig - Stötteritz. Der Begriff "Kreativer Widerstand" symbolisiert die Vielfalt der Aktionen der Kolleginnen und Kollegen sowie den damit verbundenen Ideenreichtum der Belegschaft. Die Palette reicht von Protestkundgebungen in Leipzig und München bis zur eigenen Innovationskonferenz "Zukunft der Netze".

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Erfolg für Kollegen von Rudolph Logistik (Februar 2012)

Nach einer harten Auseinandersetzung mit massiven Warnstreiks verabredeten die IG Metall und die Rudolph Automotive Logistik GmbH eine Tarifpartnerschaft im Leipziger BMW Werk. Dort erbringen die rund 120 Beschäftigten Vorleistungen für den Karosseriebau und das Presswerk. Die Tarifbindung mit der IG Metall ist ein wichtiger politischer Erfolg, weil viele Industriebetriebe immer mehr Bereiche ausgliedern um Kosten zu sparen. Diese Arbeiten werden dann per Werksvertrag an Firmen vergeben, die entweder gar keine oder schlechtere Tarifverträge haben. Darum hat sich die IG Metall das Ziel gesetzt, den wachsenden Bereich, der industrienahen Dienstleistungen tariflich zurückerobern, um auch in den „Randbereichen der Produktion“ bessere Arbeitsbedingungen und höhere Entgelte durchzusetzen.


NSN-Mitarbeiter kämpfen für ihre Jobs in Leipzig (06.02.12)

Die Kolleginnen und Kollegen von Nokia Siemens Networks (NSN) demonstrierten am 6.Februar gegen die Schließungspläne für ihren Standort in Leipzig-Stötteritz. Der weltweit agierende Konzern NSN hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, in Deutschland mehrere Standorte, darunter auch Leipzig, ersatzlos zu schließen. Die Beschäftigten von NSN Leipzig wollen sich dies nicht gefallen lassen.

Sie machen mobil für den Erhalt ihres Standortes. So entstand eine Konzeption für eine Fortführung. Dieses Konzept stellten die Betriebsräte bereits Ende Januar der Öffentlichkeit und der Arbeitgeberseite vor.

Die Kolleginnen und Kollegen tragen ihren Protest aber auch auf die Straße. So gab es am 6. Februar eine Protestkundgebung trotz -12°C Außentemperatur. Diese extreme Kälte hielt aber keinen ab, Flagge zu zeigen. Die komplette Belegschaft war dabei. Ein klares Signal in Richtung NSN-Konzern!


Rudolph Automotive Logistik und IG Metall verabreden Tarifpartnerschaft (17.01.2012)

Am Dienstagvormittag, dem 17. Januar 2012 hat sich die Geschäftsleitung der Rudolph Automotive Logistik mit der IG Metall in Berlin auf eine Zusammenarbeit für die rund 120 Beschäftigten in Leipzig verständigt.

Die bestehenden betrieblichen Regelungen werden zwischen der IG Metall und Rudolph Automotive Logistik zeitnah in einem Tarifvertrag festgelegt. Beide Seiten erklärten als weiteres Ziel, in den kommenden Monaten ein Tarifvertrag zu erarbeiten der perspektivisch in ein weitergehendes Tarifmodell einmündet.

Rudolph Automotive Logistik ist in die Produktionsversorgung des Leipziger BMW-Werkes eingebunden.