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IG Metall Magdeburg-Schönebeck - Aktuelles

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Die Juli/ Augustausgabe der Lokalseite steht ab sofort online zur Verfügung.

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Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat - gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt




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Die IG Metall ist eine starke Gemeinschaft, sie unterstützt und bietet Rückhalt für ihre Mitglieder. Von Rechtschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten bis zu gerechten Löhnen und Gehältern - wir kümmern uns persönlich und zuverlässig um unsere Mitglieder.

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Rentenkampagne
Die IG Metall plädiert für einen grundlegenden, solidarischen Neuaufbau des Systems der Alterssicherung in Deutschland. Denn: Die Weichen in der Alterssicherung sind falsch gestellt. Darüber kann auch die aktuell gute Situation der gesetzlichen Rentenversicherung nicht hinwegtäuschen.

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Wir sind für unsere Mitglieder da!

Die Corona-Krise hat mittlerweile erhebliche Auswirkungen auf unseren Alltag und somit auch auf unser Arbeitsleben. Eine genaue Prognose, wie sich dies weiterentwickelt, ist derzeit leider nicht möglich, aber eines ist klar: Metallerinnen und Metaller stehen zusammen!

Wir als IG Metall vertreten die Interessen unserer Mitglieder – und wir sind da. Gerade jetzt. Denn viele Kolleginnen und Kollegen erwarten und brauchen aktuell Unterstützung und Beratung, zum Beispiel in arbeits- oder sozialrechtlichen Fragen und insbesondere zur Kurzarbeit.

Wir wollen alle zusammen einen solidarischen Beitrag zur langsameren Ausbreitung des Corona-Virus leisten. Deshalb haben wir den direkten Publikumsverkehr in unserer Geschäftsstelle umorganisiert und begrenzen so die Sozialkontakte bestmöglich.

Wir sind für Euch zu den bekannten Öffnungszeiten erreichbar:

Montag:
09:00 bis 12:00 13:00 bis 16:30
Dienstag:
09:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Mittwoch:
geschlossen
Donnerstag:
09:00 bis 12:00 13:00 bis 16:30
Freitag:
09:00 bis 12:00

Nach telefonischer Rücksprache bzw. per Mail könnt Ihr Termine in unserer Geschäftsstelle vereinbaren. Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell – wie andere Einrichtungen auch – darauf achten, dass sich immer nur wenige Menschen gleichzeitig in unseren Räumlichkeiten aufhalten. Jedes Mitglied wird aber beraten und betreut. Das ist versprochen!

Für den Abruf von Mitglieder-Leistungen sind wir telefonisch oder per E-Mail in vollem Umfang erreichbar. Arbeits- oder sozialrechtlichen Angelegenheiten werden selbstverständlich auch weiterhin bearbeitet. Bei anstehenden Fristen im Arbeits-bzw. Sozialrecht bitten wir, uns die Unterlagen rechtzeitig - unter Angabe der Rückrufnummer - per E-Mail oder Fax zu übersenden.

Die IG Metall steht in engem Kontakt mit der Bundesregierung und den Landesregierungen, um die jetzt relevanten und grundlegenden Fragen für Beschäftigte zu klären. Siehe hierzu unsere Pressearbeit und unseren Ratgeber-Service.

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten stehen wir zusammen und setzen auf gemeinsames Handeln und gegenseitige Unterstützung. Die IG Metall bleibt in allen Gliederungen auch bei einer weiteren Zuspitzung der Lage handlungsfähig. Lasst uns dies gemeinsam in Verantwortung für unsere eigene Gesundheit und unsere IG Metall übernehmen.
Bleibt gesund und passt auf Euch auf!


IG Metall Magdeburg-Schönebeck wählt neue Führung

13.07.2020 | Am Samstag, den 11. Juli hatten die Delegierten die Wahl. Zur Besetzung standen die Ämter des hauptamtlichen 1. Bevollmächtigten und Geschäftsführers, des ehrenamtlichen 2. Bevollmächtigten und der 11 ehrenamtlichen Beisitzer des Ortsvorstandes, sowie diverse Tarifkommissionen der IG Metall Magdeburg-Schönebeck.
Der bisherige 1. Bevollmächtigte und Geschäftsführer Axel Weber stellte sich erneut zur Wahl und wurde mit 78% der Stimmen wiedergewählt. Der ehrenamtliche 2. Bevollmächtigte Andreas Waclaw, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei thyssenkrupp in Schönebeck, erreichte mit 93% der Stimmen ein sehr gutes Ergebnis. Zur Wahl als Beisitzer für den Ortsvorstand stellten sich 16 Kandidaten.

Foto: Neuer Ortsvorstand (v. li n. re):
Siegfried Goldschmidt Weber Magdeburg GmbH
Torsten Müller FAM GmbH
Michael Behne MTU Reman Technologies GmbH
Gerald Lindner WEC Turmbau GmbH
Ingo Wormann Nordlam GmbH
Gert Melzer POLYTEC Plastics Germany GmbH
Janine Schütze-Diescher Ford Süd Magdeburg GmbH
Karin Reinhardt Bosch Service Solutions GmbH
Uwe Schmelzer Omexom GA Nord GmbH
Andreas Waclaw thyssenkrupp Presta GmbH u. 2. Bevollmächtigter ea.
Axel Weber 1. Bevollmächtigte u. Geschäftsführer
Nicht auf dem Foto:
Yvonne Münch Weber Magdeburg GmbH
Dieter Salewski Novelis Deutschland GmbH

Die neue Führungsmannschaft trägt für die nächsten 4 Jahre die Verantwortung für die derzeit 12.500 Mitglieder im nördlichen Sachsen-Anhalt, aus den Regionen Aschersleben bis Salzwedel. Der alte und neue Geschäftsführer Axel Weber hob in seinem Rechenschaftsbericht besonders hervor, dass in den letzten 4 Jahren die Anzahl der tarifgebundenen Betriebe merklich gestiegen ist und dass die Entgelte in der Metall- und Elektroindustrie in der sogenannten Eck-Entgeltgruppe um 178 Euro/brutto erhöht werden konnten. Dazu kämen, so Weber weiter, diverse Sonderzahlungen, wie zusätzliches Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und das tarifliche Zusatzgeld (A) und (B), sodass ein Maschinenbediener in der Entgeltgruppe 4 bei voller tariflicher Bezahlung auf ein Jahreseinkommen von 37.379,49 Euro/brutto kommt. Weber meinte, dass man mit dieser Entwicklung durchaus zufrieden sein könnte, wenn da nicht die vielen Betriebe ohne Tarifvertrag mit 11/12 Euro Stundenlohn wären.

Für die Zukunft prognostizierte Weber, dass die bevorstehende Transformation die IG Metall vor nie dagewesene Herausforderungen stellen wird. Digitalisierung, Klimawandel, Energie- und Mobilitätswende werden u.a. einen fundamentalen Wandel in der Automobilindustrie mit sich bringen, der schon jetzt die Betriebe in unserer Region trifft.

Die neuen Arbeitsformen in Arbeit 4.0 und die durch Corona beschleunigten neuen Organisationsstrukturen, wie mobile Arbeit, verlangen Antworten, die wir geben müssen. IG Metall und Betriebsräte werden gefordert sein, den Wandel sozial zu gestalten.

> Pressemittelung vom 13.07.2020 [pdf]


Letzte Spende der WEC Turmbau Magdeburg

23.06.2020 | Am 30. Juni 2020 wird die WEC Turmbau Magdeburg stillgelegt und 143 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Der Betriebsrat vom WEC Turmbau hat in seiner letzten Sitzung Geld gesammelt, für eine Zoospende. Der IG Metall Gewerkschaftssekretär André Voß koordinierte mit dem Betriebsrat die Spendenübergabe im Zoo. Einen Spendencheck in Höhe von 240 Euro konnte somit Gerald Lindner / Betriebsrat WEC Turmbau am 22.06.2020 an die Zoo-Pressesprecherin Regina Jembere übergeben. Das Zooteam hofft, dass die Mitarbeiter der WEC Turmbau Magdeburg schon bald wieder eine berufliche Perspektive finden.

> zur Website des Magdeburger Zoo


Hoym Pressmetall

Pressmetaller kämpfen um ihre Arbeitsplätze

15.06.2020 | Am heutigen Montag versammelten sich rund 120 Beschäftigte der PMH Pressmetall Hoym GmbH auf dem Parkplatz vor ihrem Werkstor, um für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu demonstrieren. Sie sind einem Aufruf der IG Metall und des Betriebsrates gefolgt und fanden für ihr Ansinnen auch die Unterstützung der Lokal- und Landespolitik.
Zu Beginn der Kundgebung sprach der Geschäftsführer der IG Metall Magdeburg- Schönebeck, Axel Weber, zu den Versammelten und machte ihnen Mut, nicht aufzugeben, auch wenn im Moment – so ist dem Informationsschreiben der Geschäftsführung zu entnehmen – kein Investor für das Unternehmen bereitsteht.
Er machte deutlich, dass die Beschäftigten in Hoym noch nie auf Rosen gebettet waren und es gewohnt sind, hart zu arbeiten.
Die Bürgermeisterin der Stadt Seeland, Frau Meyer, war mit einigen Gemeinderäten vor Ort und sprach ebenfalls zu den Beschäftigten. Sie versicherte, dass der Gemeinderat hinter den Kolleginnen und Kollegen steht und alles tun wird um den Standort zu erhalten. Frau Meyer hatte am Vormittag bereits Wirtschaftsminister Willingmann, am Rande einer anderen Veranstaltung in Nachterstedt gebeten aktiv zu werden, was dieser zusagte. Auch der Landtagsabgeordneter, Detlef Gürth, war vor Ort, um die Kollegen zu unterstützen.

Betriebsrat und IG Metall machten deutlich, dass dies heute nur ein Auftakt zu weiteren Aktivitäten ist, um den Pressmetall-Standort in Hoym und die dazugehörigen 200 Arbeitsplätze zu erhalten.
Die Beschäftigten hatten auf Transparenten bekundet, weiterhin gute Arbeit leisten zu wollen um die Erwartungen potentieller Investoren zu erfüllen. Dass die Beschäftigten in der Lage sind kurzfristig und flexibel Qualität zu liefern haben sie in der Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen. Nun ist es an der Geschäftsführung und den Insolvenzverwaltern der Eigenverwaltung die Zukunft zu sichern.

Am Freitag, den 19.06.2020 findet auf Initiative der IG Metall ein Sondierungsgespräch im Wirtschaftsministerium statt, indem die Möglichkeiten des Landes, den Standort zu erhalten, ausgelotet werden sollen.

> Pressemittelung vom 15.06.2020 [pdf]


30 Jahre Marion Wanski

Unsere liebe Kollegin Marion Wanski beginnt ihre passive Phase der Altersteilzeit. Ihre langjährige Beschäftigung bei der IG Metall Magdeburg-Schönebeck war mehr als nur ein Arbeitsverhältnis. Mit ihrer inneren Ruhe und Besonnenheit hat sie in den vielen Jahren so einige Male die Wogen geglättet, den Stress beseitigt, die Laune aufgemuntert und das Kollegium zusammengehalten. Sie hat einfach immer genau das gegeben, was gerade gebraucht wurde und Tag für Tag bewiesen, dass sie mit Herz und Seele hinter ihrer Berufung stand. Aufgrund der aktuellen Situation durch Corona, konnte eine Verabschiedung am 8.Juni vorerst nur in kleiner Runde stattfinden. Per Videobotschaft haben sich Kolleginnen und Kollegen zu der Verabschiedung geschaltet, um sich auch nochmal für die vielen schönen Jahre der Zusammenarbeit zu bedanken.
Und es waren wahrlich nicht immer einfache Zeiten. Seit 1990 ist Marion in der IG Metall tätig gewesen und hat in den 30 Jahren viele Mitglieder und Beschäftigte kommen und gehen sehen, zahlreiche Aktionen vorbereitet und durchgeführt, sich an Streiks beteiligt und war allseits eine beliebte und gern gesehene Persönlichkeit.
Wir können leider hier nicht in Worte fassen, was Marion für uns alle Bedeutet, aber die Fußstapfen die sie hinterlässt sind riesig. In weiser Voraussicht hat Marion ihre Tricks und Kniffe in den letzten 3 Jahren an unsere Kollegin Maria Schwirz weitergegeben, welche in dieser Zeit ihre Ausbildung absolviert hat und nun die Stelle von Marion übernehmen wird.
Nun bleibt uns allen nur noch eins: Wir können und möchten Danke sagen. Danke für die vielen tollen Jahre. Danke für die unzähligen Aufmunterungen. Danke für Deine Verlässlichkeit und für Dein Engagement. Danke für Alles!

Wir wünschen Dir von Herzen, dass Du Deinen wohlverdienten Ruhestand in Gesundheit und mit froher Laune so richtig genießen kannst!




Krise bei Pressmetall Hoym

Die Geschäftsführung der Pressmetall-Gruppe mit einem Standort in Gunzenhausen (Bayern) mit circa 750 Beschäftigten und in Hoym (Sachsen-Anhalt) mit circa 200 Beschäftigen meldete im Dezember 2019 Insolvenz an.
Am Standort Hoym spitzt sich inzwischen die Situation zu, weil sich Investoren scheinbar nicht für diesen Standort interessieren.
Das können die Beschäftigten nicht verstehen, denn es gibt viele positive Fakten, die für diesen Standort sprechen. Hoym liegt in Mitteldeutschland und hat eine direkte Anbindung zur Harzautobahn A36 mit Anschlussstellen zur A14 in der Nähe.
Auch die motivierten und guten Facharbeiter, die sich als DIE PRESSMETALLER verstehen, haben mit viel Arbeit und Energie schon einige Male das Unmögliche möglich gemacht
Am Standort Hoym schreibt man „noch“ schwarze Zahlen, dass würde auch weiterhin so sein, wenn die Abrufmengen konstant bleiben. Der derzeit vorhandene Auftragsbestand enthält keine Motorenteile aus der Verbrenner-Technik, was gute Zukunftsaussichten bedeuten müsste. Auch in den innerbetrieblichen Abläufen gibt es erhebliches Potential, um noch effektiver zu produzieren und ein Firmengelände, welches sich problemlos erweitern lässt.
Außerdem gibt es eine Zusage der Landesregierung gegenüber der IG Metall alles zu tun, um die Investorensuche zu unterstützen und einen möglichen Investor allumfassend zu fördern. Nun liegt es an der Eigenverwaltung, geeignete Investoren für beide Druck-gussstandorte zu finden.



Organisationswahlen werden nachgeholt

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,
wie in der Maiausgabe berichtet, mussten wir die Mitgliederversammlung zur Wahl der Delegierten zur Delegiertenversammlung im Wahlbezirk 10 wegen der Corona-Pandemie absagen. Nun ist es endlich möglich, unter Beachtung der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, die Mitgliederversammlung nachzuholen. Die Teilnahme an den Mitglieder- und Wahlversammlungen in den Wahlbezirken richtet sich 1. nach der Betriebsadresse (hat Vorrang) und 2. nach der Wohnanschrift, für Mitglieder, welche keinem Betrieb angehören (z.B. Rentner, Arbeitslose, Studenten). Wir möchten nun alle Mitglieder der IG Metall aus dem Wahlbezirk 10 – Magdeburg zur Mitglieder- und Wahlversammlung einladen. Die Mitglieder folgender Postleitzahlbereiche, in dem sich 1. der Betrieb oder 2. die Wohnanschrift der außerbetrieblichen Mitglieder befindet, sind aufgerufen an der Mitglieder- und Wahlversammlung teilzunehmen:
01156-06317, 06618-06886, 07580-09669, 10315-19372, 21107-29308,
30159-38470, 39104-39179, 39326-39397, 40219-99996

Satzungsgemäß werden nach Gewerkschaftstagen auch die örtlichen Gremien neu gewählt.

Wählbar ist, wer zwölf Monate Mitglied der IG Metall ist.
Wählen darf, wer drei Monate der IG Metall angehört und satzungsgemäßen Beitrag bezahlt.
Frauen sind entsprechend ihres Mitgliederanteils in der Geschäftsstelle zu wählen.

Die Delegiertenversammlung ist das höchste beschlussfassende Organ der IG Metall auf örtlicher Ebene. Die gewählten Delegierten wählen den Ortsvorstand. Sie entscheiden über alle örtlichen Gewerkschaftsangelegenheiten. Die Mitglieder- und Wahlversammlung für den Wahlbezirk 10 – Magdeburg findet statt am

Donnerstag, den 18.06.2020 um 17.30 Uhr
im DGB-Haus, Otto-von-Guericke-Straße 6, 39104 Magdeburg

Tagesordnung:

TOP 1: Eröffnung / Begrüßung
TOP 2: Bericht zur gewerkschaftlichen Betriebs- und Sozialpolitik
TOP 3: Erläuterungen zum Wahlverfahren
TOP 4: Wahl der Wahlkommission
TOP 5: Wahl der Delegierten zur Delegiertenversammlung unter Berücksichtigung der zu wählenden Mandate sowie des entsprechenden Frauenanteils in den einzelnen Wahlbezirken
TOP 6: Organisatorisches

Nach Abschluss der Mitglieder- und Wahlversammlungen wird am Samstag, den 11.07.2020 die konstituierende Delegiertenversammlung stattfinden. Hierzu erhalten die Delegierten eine persönliche Einladung.


Paukenschlag beim WEC Turmbau Magdeburg

18.05.2020 | Dezember 2019: Betriebsversammlung in der Produktionshalle beim Turmhersteller. Im Bericht des Arbeitgebers heißt es, der Standort Magdeburg ist im Jahr 2020 sicher. Die Auftragslage ist stabil. Grund ist die Produktionserhöhung auf 26 Turmteile pro Woche. Auch die logistische Anbindung ist von Vorteil. Alle Aussagen kamen vom damaligen Geschäftsführer. Gut für die Kolleginnen und Kollegen. Das Weihnachtsfest kann kommen.
Dann der Paukenschlag im April 2020. Enercon trennt sich von WEC Turmbau zum 30.06.2020. Der Standort wird geschlossen und WEC Emden bekommt den Zuschlag für Enercon die Betontürme zu produzieren. Was passiert jetzt mit der Belegschaft?
Betriebsrat, Rechtsanwalt Weidmann aus Berlin, Adrian Mengay und Thomas Waldheim IG Metall sind derzeit in Gesprächen mit der Geschäftsleitung von WEC Turmbau. Jetzt wird verhandelt. Sozialplan und Interessenausgleichsplan müssen erstellt werden. Die Verhandlungen werden zügig geführt. Aber wieder zeigt das Unternehmen Enercon sein wahres Gesicht. Hier zählen nicht die Menschen, sondern der Profit.



1. Mai 2020

1. Mai-Botschaft von Hans Jürgen Urban




1. Mai 2020

LIVESTREAM ZUM TAG DER ARBEIT

Wir bringen am 1. Mai den Tag der Arbeit ins Netz. Gemeinsam demonstrieren wir digital für Solidarität und soziale Gerechtigkeit:
• mit MIA, Heinz Rudolf Kunze, Jocelyn B. Smith, Konstantin Wecker, Sarah Lesch und Thorsten Stelzner
• im Talk mit Tessa Högele und Friederike Kempter
• mit Solidaritätsbotschaften aus ganz Deutschland

LIVESTREAM ZUM TAG DER ARBEIT

Wann: 1. MAI um 11 UHR
Wo: www.dgb.de/erstermai



Corona aktuell

BESCHÄFTIGUNG und EINKOMMEN sichern

Was die Corona-Gesetzgebung für Arbeitnehmer bringt

27.04.2020 | Neben dem milliardenschweren Schutzschirm für die Wirtschaft und zur Sicherung der Unternehmen hat der Gesetzgeber auch Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf den Weg gebracht – vor allem auf Druck der IG Metall. Die beschlossenen Maßnahmen reichen zwar noch lange nicht aus, um die Einkommen zu sichern, sind aber als erste Schritte begrüßenswert. Wir stellen hier das Schutzpaket für Arbeitnehmer*innen vor und arbeiten gleichzeitig daran, weitere Verbesserungen zu erreichen. Damit waren wir auch schon erfolgreich.

> Corona aktuell Paket 2 [pdf]


Verbesserungen beim gesetzlichen Kurzarbeitergeld

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
wie ihr wisst, fordern wir als IG Metall gemeinsam mit unseren Betriebsräten seit Wochen eine Erhöhung des gesetzlichen Kurzarbeitergeldes (KUG). Bisher waren die Arbeitgeberverbände, allen voran Herr Zander von Gesamtmetall und Teile der CDU entschieden gegen jegliche Erhöhung des gesetzlichen Kurzarbeitergeldes. Unsere Briefe, E-Mails und Gespräche haben nun gestern Nacht im Koalitionsausschuss doch zu einem Kompromiss geführt.

Was wird beim Kurzarbeitergeld verbessert?
1. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Kurzarbeit werden ab 1. Mai bis 31.12.2020 die bereits bestehenden Hinzuverdienstmöglichkeiten mit einer Hinzuverdienstgrenze bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe geöffnet.

2. Das Kurzarbeitergeld wird für diejenigen, die Corona-Kurzarbeitergeld für ihre um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 Prozent (bzw. 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80 Prozent (bzw. 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht, längstens bis 31.12.2020.

Was wird beim Arbeitslosengeld I verbessert?
Aufgrund der außergewöhnlichen Situation auf dem Arbeitsmarkt haben diejenigen, die bereits vor der Krise arbeitssuchend waren und Arbeitslosengeld nach dem SGB III bezogen, derzeit geringere Aussichten auf eine neue Beschäftigung. Hinzu kommt, dass die Vermittlungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Agenturen für Arbeit aufgrund des Gesundheitsschutzes eingeschränkt sind. Daher wird das Arbeitslosengeld nach dem SGB III für diejenigen um drei Monate verlängert, deren Anspruch zwischen dem 01. Mai und 31. Dezember 2020 enden würde.

Diese Verbesserungen waren u.a. durch das Engagement der Gewerkschaftsmitglieder, welche unzählige Mails mit unseren Forderungen an die Bundestagsabgeordneten geschickt haben, möglich. Alle profitieren davon. Um künftig weitere Verbesserungen erreichen zu können, brauchen wir auch deine Mithilfe. Wir würden uns freuen, wenn du unsere Reihen verstärkst und Mitglied der IG Metall wirst.
Mehr erreichen mehr!

> metall-extra "Verbesserungen beim gesetzlichen Kurzarbeitergeld" [pdf]



Kurzarbeit und keinen Betriebsrat?

Was Beschäftigte in Betrieben ohne Betriebsrat wissen sollten.

Vereinbarung von Kurzarbeit
Die Einführung von Kurzarbeit im Betrieb dient grundsätzlich der Vermeidung von Entlassungen. Ist kein Betriebsrat vorhanden, so kann der Arbeitgeber Kurzarbeit nicht einseitig anordnen, sondern muss mit allen betroffenen Arbeitnehmer*innen über die Einführung und Ausgestaltung der Kurzarbeit eine einzelvertragliche Vereinbarung treffen. (Außer: Im Arbeitsvertrag gibt es bereits Regelungen zur Kurzarbeit.) Darüber hinaus muss der Arbeitgeber Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit beantragen und auch genehmigen lassen. Im Rahmen der Prüfung des Antrages zur Kurzarbeit durch die Agentur für Arbeit sind folgende Bedingungen einzuhalten:
• Es muss ein erheblicher und nicht vermeidlicher Arbeitsausfall vorliegen (mind. 10%).
• Der Beginn und die Dauer von Kurzarbeit sowie die evtl. Aufstockung müssen festgelegt sein. Sichergestellt werden soll, dass der Arbeitnehmer nicht zeitlich unbegrenzt und nicht ohne einen finanziellen Ausgleich von der Arbeit freigestellt wird.
• Zudem kann Kurzarbeit nicht einfach von heute auf morgen eingeführt werden- es bedarf üblicherweise einer Ankündigungsfrist.

Die aufgeführten Punkte im Zusammenhang mit Kurzarbeit führen zu Änderungen des Arbeitsvertrages, zu denen Beschäftigte ausdrücklich zustimmen müssen.

Bei Fragen
IG Metall Magdeburg-Schönebeck
Ernst-Reuter-Allee 39 in 39104 Magdeburg
Tel. 0391 53293-0
E-Mail: magdeburg-schoenebeck@igmetall.de

Für Nicht-Mitglieder
Nichts fällt vom Himmel. Werdet Teil einer starken Gemeinschaft, um bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. > Jetzt beitreten!



Corona-Virus / Covid-19

Arbeitsunfähigkeit und Kurzarbeit

02.04.2020 | Dein Betrieb geht in Kurzarbeit und Du bist krank oder wirst krank? Diese Fragen möchten wir in diesem Beitrag aufgreifen und beantworten.

> weiterlesen


Kurzarbeit

Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge
gehört den Beschäftigten

> Regelung zur Kurzarbeit weist Konstruktionsfehler auf
> 60 Prozent des Nettolohns reichen nicht für Miete und Lebenshaltungskosten

31.03.2020 | Axel Weber, 1.Bevollmächtigter der IG Metall Magdeburg-Schönebeck, fordert von der Bundesregierung eine Korrektur bei der Corona-Regelung zur Kurzarbeit. „Bei Kurzarbeit werden den Arbeitgebern rückwirkend zum 1. März die Beiträge zur Sozialversicherung zurückerstattet – nicht nur die Arbeitgeberanteile, sondern auch der Anteil der Beschäftigten. Das ist nicht gerecht! Der Arbeitnehmeranteil der Sozialbeiträge muss daher dringend an die Beschäftigten weitergegeben werden“

Bei Kurzarbeit erhalten die betroffenen Arbeitnehmer 60% ihres Nettoentgeltes von der Bundesagentur für Arbeit. Wenn Kinder versorgt werden müssen sind es 67 Prozent. Für viele Menschen reicht das bei weitem nicht, um Miete und Lebenshaltungskosten zu bestreiten. „Die Weitergabe des Arbeitnehmeranteils der Sozialversicherungsbeiträge würde vielen Menschen finanziell über die nächsten Monate helfen und ist auch ein Gebot der Gerechtigkeit“, so Weber.

Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr einen dramatischen Anstieg der Kurzarbeit auf 2,15 Millionen. Im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Magdeburg-Schönebeck ist jeder zweite Betrieb ab April von Kurzarbeit betroffen, Tendenz steigend. Bis vergangenen Freitag, den 27. März rechnete die BA mit 5000 Anträgen auf Kurzarbeit über alle Branchen hinweg.

Bund und Länder haben umfangreiche Hilfspakete für Unternehmen und Selbstständige, aber auch für abhängig Beschäftigte und Empfänger von Grundsicherung beschlossen. Sie wollen damit die Corona-Krise wirtschaftlich und sozial abfedern. Das alles ist richtig und notwendig. Allerdings sollte der Konstruktionsfehler bei der Kurzarbeiterregelung zügig beseitigt werden. Jetzt kommt es darauf an, Einkommen zu sichern und die Nachfrage auf dem Binnenmarkt zu stärken. Gerade die regionale Wirtschaft in Sachsen-Anhalt ist darauf angewiesen, dass Beschäftigte über stabile Einkommen und damit Kaufkraft verfügen.



Burger Küchenmöbel

Einigung im Tarifkonflikt: Löhne und Gehälter steigen
bis 2028 auf das Niveau des Flächentarifvertrags

02.03.2020 | In der vierten Tarifverhandlung am vergangenen Donnerstag, den 27. Februar wurde eine Einigung im Tarifkonflikt zwischen der IG Metall und der Burger Küchenmöbel GmbH erzielt. Bis zum 1. Januar 2028 werden die Löhne und Gehälter stufenweise auf das dann aktuelle Niveau der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Sachsen-Anhalt angehoben. Somit konnten die Beschäftigten in Burg ihre zentrale Forderung in der diesjährigen Tarifrunde durchsetzen. Dazu waren im Vorfeld Warnstreikaktionen notwendig.

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Warnstreik bei Burger Küchenmöbel

Am 5. Februar haben mehr als 200 Beschäftigte von Burger Küchenmöbel für drei Stunden die Arbeit niedergelegt. Hintergrund ist die bisher ergebnislose Verhandlung um einen neuen Haustarifvertrag. Die Kolleginnen und Kollegen fordern in erster Linie eine Perspektive in Form einer Anbindung an den Flächentarifvertrag. Derzeit liegen die Entgelte bei Burger Küchenmöbel rund 17 Prozent unterhalb der Fläche. Laut Arbeitgeber sei eine Anbindung an die Fläche aufgrund der wirtschaftlichen Lage nicht möglich und möchte weiter auf das Prinzip Lohndumping setzen. Für Thomas Waldheim (IG Metall) ist die sturköpfige Haltung der Geschäftsleitung verantwortungslos in Hinblick auf eine drohende Altersarmut. Mit der großen Beteiligung zeigten die Beschäftigten, dass sie von ihrer Forderung nicht abweichen werden und wenn es sein muss auch auf weitere Arbeitskampfmaßnahmen zurückgreifen werden.