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IG Metall Magdeburg-Schönebeck - Aktuelles

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Die Novemberausgabe der Lokalseite steht ab sofort online zur Verfügung.

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Die nächsten Termine
■ 17.12. Ortsjugendausschuss
Ort: DGB-Haus in Magdeburg
■ 15.12. Weihnachtsmärchen
Ort: AMO-Kulturhaus in Magdeburg


Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat - gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt




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Die IG Metall ist eine starke Gemeinschaft, sie unterstützt und bietet Rückhalt für ihre Mitglieder. Von Rechtschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten bis zu gerechten Löhnen und Gehältern - wir kümmern uns persönlich und zuverlässig um unsere Mitglieder.

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Respekt!-Initiative

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Rentenkampagne
Die IG Metall plädiert für einen grundlegenden, solidarischen Neuaufbau des Systems der Alterssicherung in Deutschland. Denn: Die Weichen in der Alterssicherung sind falsch gestellt. Darüber kann auch die aktuell gute Situation der gesetzlichen Rentenversicherung nicht hinwegtäuschen.

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Tarifergebnis für die Holz- und Kunststoffindustrie

Gut aufgestellt in die Zukunft

29.11.2019 | Für die rund 8 000 Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Sachsen-Anhalt konnte ein Ergebnis erzielt werden: Ab 1. Januar 2020 werden die Entgelte um 2,7 Prozent und ab 1. Januar 2021 nochmals um 1,9 Prozent erhöht. Für die Monate Oktober bis Dezember erhalten die Beschäftigten pauschal 75 Euro. Die Auszubildenden erhalten eine überproportionale Erhöhung zwischen 60 Euro und 110 Euro monatlich. Außerdem wird der bestehende Demografie-Fonds für Altersteilzeit auf 315 Euro erhöht.
Der Entgelt-Tarifvertrag läuft bis 31. August 2021, also insgesamt 23 Monate. Die Parteien vereinbarten eine Erklärungsfrist bis zum 17.12.2020.
Markus Wente, IG Metall-Verhandlungsführer in Sachsen-Anhalt, betonte: „Die bundesweiten Angebote der Arbeitgeber in der diesjährigen Lohn- und Gehaltsrunde haben wir mit diesem Tarifabschluss in Sachsen-Anhalt deutlich ins Abseits gestellt. Unser nächstes Ziel sind jetzt die Gespräche zur Weiterentwicklung der Arbeitszeit in der Holz- und Kunststoffindustrie in Sachsen-Anhalt. Die 39-Stunden-Woche passt nicht mehr in die Landschaft. Da müssen sich die Arbeitgeber deutlich nach unten bewegen.“
Bundesweit sind über 180 000 Beschäftigte in der Möbelindustrie und der Holz- und Kunststofffertigung beschäftigt.


Gewerkschaftstag 2019

Gut aufgestellt in die Zukunft

Die IG Metall geht gut gerüstet in die nächsten Jahre. Vom 24. Ordentlichen Gewerkschaftstag geht das Signal aus: Die IG Metall stellt sich den Fragen der Zeit und ist entschlossen, die Arbeitswelt von morgen zu gestalten.
Die knapp 500 Delegierten hatten sich selbst ein ehrgeiziges Programm auferlegt: Rund 800 Anträge wollten beraten, teils leidenschaftlich diskutiert und entschieden werden. Die Bandbreite der Themen reichte von Kinderbetreuung bis Streikrecht, von Dualem Studium bis prekärer Beschäftigung. Im Mittelpunkt stand die Frage nach dem richtigen Umgang mit den Folgen von Digitalisierung, Energie- und Mobilitätswende auf die Arbeitswelt von morgen. Mit großer Mehrheit sprachen sich die Delegierten für ein Aktionsprogramm aus, mit dem die IG Metall diese tiefgreifende Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft gestalten wird. Die Leitlinien dafür sind klar: Der Wandel muss sozial, ökologisch und demokratisch vonstatten gehen.



Der Gewerkschaftstag hat sich zudem für einen Neuaufbau der Alterssicherung ausgesprochen: Die Delegierten fordern einen grundlegenden Kurswechsel in der Rentenpolitik, mit dem Ziel einer auskömmlichen Rente für alle. Nicht zuletzt setzten die Delegierten ein Zeichen gegen Hass und Hetze: Sie beauftragten den Vorstand der IG Metall mit der Erarbeitung einer umfassenden Strategie, um rechte Umtriebe in Gesellschaft und Betrieb zurückzudrängen. Nationalismus, Rassismus und Sexismus haben in der IG Metall keinen Platz, so die eindeutige Botschaft.
Die Delegierten haben die bewährte Führungsspitze für die nächsten vier Jahre im Amt bestätigt. Aufgabe des Vorstands ist es jetzt, die Beschlüsse des Gewerkschaftstags umzusetzen. „Ich freue mich darauf, dass wir jetzt rausgehen, morgen tief durchschnaufen und ab Montag loslegen!“, so Christiane Benner zum Abschluss.

> Übersicht der Beschlüsse des Gewerkschaftstags 2019


Weihnachtsmärchen

»Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?«

So langsam neigt sich das Jahr dem Ende und die Weihnachtszeit kommt näher. Und so wird es auch in diesem Jahr wieder ein Weihnachtsmärchen geben. Die Aufführung des Stücks »Schneewittchen« wird am am Sonntag, den 15. Dezember um 13.30 Uhr im AMO Kulturhaus stattfinden. Eintrittskarten gibt es über die Geschäftsstelle der IG Metall Magdeburg-Schönebeck.
Wer Interesse hat, kann sich gerne ab sofort bei uns melden.


Tarif

Die IG Metall Roadshow bei Burger Küchenmöbel

Am 3. September machte die Roadshow der IG Metall bei der Burger Küchenmöbel GmbH in Burg bei Magdeburg halt. Die Vertrauensleute, Betriebsräte und Gewerk-schaftssekretäre der IG Metall Magdeburg-Schönebeck hatten die Aktionen geplant, um Flagge zu zeigen und den Kolleginnen und Kollegen über die anstehende Tarif-runde der Holz- und Kunststoffindustrie zu informieren.
Die Kolleginnen und Kollegen bei Burger Küchenmöbel arbeiten derzeit noch zu Bedingungen, welche durch einen Haustarifvertrag geregelt sind. Längere Arbeitszeiten zu geringeren Löhnen wollen sich die Beschäftigten jedoch nicht länger gefallen lassen. So die vorherrschende Meinung an diesem Tag in Burg. Rund 180 Interessierte nutzten ein paar Minuten ihrer Pause oder Freizeit, um sich bei Kaffee und Bockwurst über den aktuellen Stand im Tarifgeschehen zu informieren und auszutauschen. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen solidarisieren sich und stehen hinter den Forderungen, sodass die Voraussetzungen für positive Verhandlungsergebnisse seitens der IG Metall immer besser werden.


Tarif

Tarifabschluss bei Graepel Seehausen GmbH

Dem langen Atem der Beschäftigten der Graepel Seehausen GmbH ist es zu verdanken, dass nach über zwei Jahren Verhandlungen, zwei erfolgreichen Warnstreiks und vorbereitenden Arbeiten ein Tarifvertrag geschlossen werden konnte. Dieser Tarifvertrag wird ab den 1. Januar 2020 Inkrafttreten. Gelungen ist es, mit dem Beitritt zum Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt die künftigen Lohn- und Gehaltserhöhungen aus dem Flächentarifvertrag für die Kolleginnen und Kollegen bei Graepel in Seehausen zu übernehmen. Die Stärkung der Tariflandschaft in der Altmark soll Ansporn sein, auch in anderen Betrieben der Region die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu verbessern.


Jugend

Das Azubi Camp war ein voller Erfolg!

Vom 26. bis 28. Juli fand das Azubildenden-Camp in Haldensleben statt. Insgesamt 19 Teilnehmer*Innen aus den Betrieben Burger Küchenmöbel, Novelis und ThyssenKrupp Presta Schönebeck nahmen an diesem Camp in der Jugendherberge teil.
Außerdem waren Betriebsräte, Jugendvertreter, Aktive aus den Betrieben und Referenten der IG Metall anwesend. Die zukünftigen Auszubildenden haben verschiedene Inhalte zum Betrieb, ihre Rolle als Auszubildende und Möglichkeiten zur Durchsetzung von Interessen gelernt. Außerdem gab es Freizeitmöglichkeiten und teambildende Maßnahmen, wo das Eis zwischen den Auszubildenden schnell gebrochen werden konnte.

Wir wünschen allen Auszubildenden einen guten Start in die Ausbildung.

> Fragen und Anworten zum Ausbildungsstart

Großdemonstration

#FairWandel-Kundgebung

Sie kamen aus der ganzen Republik, mit zehn Sonderzügen und 800 Bussen: Über 50 000 Beschäftigte haben am Samstag an der #FairWandel-Kundgebung der IG Metall am Brandenburger Tor in Berlin teilgenommen.

Ihre Botschaft an Regierung und Unternehmen: Das Nichtstun muss ein Ende haben. Verkehrswende, Energiewende, Klimaschutz und Transformation der Industrie funktionieren nicht von alleine. Dafür braucht es einen Plan, massive Investitionen ― und vor allem schnelles und entschlossenes Handeln.

„Die Teilnehmer erwarten von Politik und Arbeitgebern, dass der digitale und ökologische Wandel den Beschäftigten Chancen auf gute Arbeit gibt“, sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, in Berlin. „Die Transformation muss sozial, ökologisch und demokratisch gestaltet werden. Dafür hat diese Kundgebung ein kraftvolles Zeichen gesetzt.“

> Weitere Infos und Bilder

Kfz-Handwerk Sachsen-Anhalt

Tarifverhandlung ohne Angebot vertagt

22.05.2019 | Ohne ein Angebot der Arbeitgeber endete am Montag die 1. Verhandlungsrunde zwischen der Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe und der IG Metall. Für die Beschäftigten in den tarifgebundenen Autohäusern und Werkstätten fordern wir 5 % mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung sowie Gespräche über die Anhebung des Jahresurlaubes auf 30 Tage. Weiterhin fordern wir einen Beitrag zur Anpassung der Entgelte an das Tarifniveau in Niedersachsen. Letzteres lehnen die Arbeitgeber kategorisch ab.

Bei der Bewertung der wirtschaftlichen Lage lagen Arbeitgeber und IG Metall weit auseinander: Während wir – u.a. mit Verweis auf die Daten des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe aber auch den Zahlen aus den Betrieben in der Region – von einem stabilen Start in das Autojahr 2019 sprachen, malten die Arbeitgeber ein düsteres Bild. Die Unternehmen stehen im Hinblick auf Digitalisierung und E-Mobilität vor großen Herausforderungen, die hohe Investitionen zur Folge haben. Die Arbeitgeber legten in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vor, so dass die Verhandlung auf den 26. Juni 2019 vertagt wurde.


Angleichung der Arbeitszeit

35 - jetzt ist unsere Zeit

07.05.2019 | 35 Stunden sind genug! 1984 hat die IG Metall mit diesem Motto den Kampf um die Verkürzung der Wochenarbeitszeiten aufgenommen. Seit den 90er Jahren gilt die 35 in der westdeutschen Metall- und Elektroindustrie. Die Angleichung der Arbeitszeit in Ostdeutschland wird von den Arbeitgeberverbänden bisher verhindert.
Kolleginnen und Kollegen aus mehreren Betrieben gingen gestern in Magdeburg auf die Straße. Gemeinsam forderten wir die längst überfällige Angleichung der Wochenarbeitszeit an das West-Niveau.


Tag der Arbeit 2019

Europa. Jetzt aber richtig!

Über 500 Menschen kamen am 1. Mai zu der Kundgebung des DGB auf den Alten Markt in Magdeburg. Dort sprach Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und appellierte angesichts von Brexit und bevorstehender Wahlen zum Europäischen Parlament, sich für ein solidarisches Europa einzusetzen: „Europa ist zu wichtig, wir dürfen es nicht dem Gebrüll der Rechtsnationalisten und Anti-Europäer überlassen. Wir brauchen Europa mit all seiner kulturellen Vielfalt. Aber: wir brauchen auch ein anderes Europa, ein solidarisches, soziales Europa, ein Europa, das den Menschen die Chance bietet, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen entscheidend zu verbessern.“

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Pressemitteilung

Zukunft der Schiess GmbH in Aschersleben weiter ungewiss

28.02.2019 | Nachdem der Maschinenbauer Insolvenz angemeldet hat, bangen die ca. 220 Beschäftigten weiter um ihre Arbeitsplätze. Eine Zusammenkunft von Betriebsrat, IG Metall und dem Generalbevollmächtigten des chinesischen Eigentümers, unter Einbeziehung des Sachverwalters Prof. Dr. Lucas Flöther, am Dienstag in Halle brachte keine Klarheit über die Zukunft der Firma.

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Arbeitskreis Geschichte

Erforschung der Geschichte der IG Metall

Der Arbeitskreis Geschichte wurde gegründet, um die Geschichte der IG Metall in der Region Magdeburg zu erforschen. Mit dem durch die IG Metall geförderten Projekt will der Arbeitskreis erstmals für eine Geschäftsstelle in den neuen Bundesländern eine Dokumentation über die IG Metall seit Ihrer Gründung im Jahr 1891 erstellen. Der Arbeitskreis erforscht und dokumentiert, wie sich unsere Gewerkschaft in verschiedenen Gesellschaftsformen (Kaiserzeit, Weimarer Republik, Drittes Reich, Sozialismus und Kapitalismus) sowie in Grenzsituationen (1. und 2. Weltkrieg) bewährt hat.

Arbeitskreis Geschichte der IG Metall Magdeburg

Siemens Mobility Irxleben

35 Stunden – im Osten wie im Westen

08.02.2019 | In den letzten Jahren konnte die IG Metall viele gute tarifliche Regelungen abschließen. Diese Erfolge waren nur durch das große Engagement unserer Mitglieder in den Betrieben möglich. Fast 30 Jahre nach der deutschen Einheit steht die Angleichung der Arbeitszeit immer noch aus, die soziale Einheit von Ost und West ist noch nicht abgeschlossen. Gleiche Arbeit – Gleiches Geld und gleiche Wochenarbeitszeit sind eine Frage der Gerechtigkeit.

IG Metall und Arbeitgeberverband vereinbarten im Tarifabschluss 2018 für die Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt entsprechende Gespräche über einen Angleichungsprozess. Dazu fanden in den letzten Monaten im Rahmen eines „Standortdialogs“ vier Gesprächsrunden statt. Klar ist: die Positionen liegen noch weit auseinander. Um gemeinsam eine Lösung zu finden, wurde eine „technische Kommission“ eingesetzt, die nun den Angleichungsprozess beschreiben soll.

Besonders deutlich wird die „Arbeitszeitmauer“ zwischen Ost und West bei der Siemens Mobility GmbH. Die rund 60 Beschäftigten in Irxleben arbeiten jede Woche drei Stunden mehr als ihre direkten Kolleginnen und Kollegen im Schwesterbetrieb in Braunschweig.

Auch im IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen laufen Gespräche zwischen der IG Metall und den Arbeitgeberverbänden. Viele Kolleginnen und Kollegen beteiligen sich an einer Fotoaktion für die 35-Stundenwoche. Die Bilder und alle weiteren Informationen findet ihr unter

Foto-Aktion: "35 - im Osten wie im Westen: Jetzt ist unsere Zeit!"


Pressemitteilung

Der Traditionsmaschinenbauer Schiess Aschersleben
GmbH meldete völlig überraschend Insolvenz an.

25.01.2019 | Vorausgegangen war jahrelanges Missmanagement der chinesischen Eigentümer und der örtlichen Geschäftsleitung, so Axel Weber, Geschäftsführer der IG Metall Magdeburg-Schönebeck. Weber weiter: Wir waren vor Jahren sehr erfreut darüber, dass sich ein chinesischer Investor fand, der damals den Werkzeugmaschinenbauer aus der Insolvenz gerettet hat und ihm eine Zukunft geben wollte.

Das andauernde Unvermögen der Geschäftsleitung des Ascherslebener Unternehmens führte den Maschinenbauer jedoch bereits 2012 in eine tiefe Krise. So war es 2012 schon einmal unausweichlich, Arbeitsplätze abzubauen. Schon damals lag der IG Metall der Erhalt des Traditionsbetriebes, welcher auf eine 150- jährige Tradition zurückblicken kann, am Herzen. (Bei der WEMA, heute Schiess GmbH Aschersleben, standen Innovationen und Genauigkeiten immer im Vordergrund. 1857 von den Magdeburger Maschinen- und Gießereimeistern Heinrich Billeter und Wilhelm Klunz als Maschinenbauanstalt gegründet, erlangte die Firma auf der Weltausstellung von 1889 in Paris Weltruf mit der ”Einpilaster-Hobelmaschine”. 1931 konstruierte das Unternehmen die erste Führungsbahnenschleifmaschine. Als Werkzeugmaschinenfabrik Aschersleben produzierte sie vor allem Portalfräsmaschinen und Führungsbahnenschleifmaschinen.)

IG Metall, Landespolitik und Investor hatten 2012 wochenlang um einen Interessenausgleich gerungen, dessen Umsetzung den Beschäftigten eine sichere Zukunft geben sollte. Neben der Entschuldung des Unternehmens durch den chinesischen Mutterkonzern wurden zahlreiche Vereinbarungen getroffen, die den Maschinenbauer nachhaltig wettbewerbsfähig machen sollten. Jedoch blieb sowohl die Entschuldung, als auch die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen durch den chinesischen Mutterkonzern aus. Einzig die Arbeitsplätze wurden abgebaut.

Die heutige Insolvenz ist das Produkt aus Unbelehrbarkeit und Ignoranz in der Führungsetage, ist sich Weber sicher. Sowohl die Beschäftigten als auch die Produktpalette haben Weltniveau. Es gibt kaum einen Maschinenbauer, der Maschinen baut, die mit derartiger Präzision Metallteile im Durchmesser von 16 Metern bearbeiten können, pflichtet Betriebsratsvorsitzender Frank Seifert bei. Auch in der Highspeed-Aluminiumbearbeitung könnte Schiess neue Maßstäbe setzen, wenn in die Vollendung der sich in der Entwicklung befindlichen Technologie investiert werden würde. Airbus und Co. waren jedenfalls beeindruckt, so Seifert weiter.
IG Metall und Betriebsrat werden alles daransetzen, den Maschinenbaustandort in Aschersleben zu erhalten.
Ich fordere alle Beteiligten, Eigentümer, Insolvenzverwalter und Politik auf, die Schiess GmbH und das Know-how des Maschinenbaus für die Region und Sachsen-Anhalt zu erhalten, sagte Weber gestern gegenüber der Presse.
Für Fragen steht Ihnen Axel Weber, 1. Bevollmächtigter IG Metall Magdeburg-Schönebeck unter 0170 3333527 zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
IG Metall Magdeburg-Schönebeck
Axel Weber, 1. Bevollmächtigter

Pressemitteilung - Schiess meldet überraschend Insolvenz an [PDF-Datei]