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IG Metall Magdeburg-Schönebeck - Aktuelles

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Die Maiausgabe der Lokalseite steht ab sofort online zur Verfügung.

> Lokalseite lesen!


TERMINE

‣ Delegiertenversammlung im
Wahlbezirk 10 - Magdeburg
Donnerstag, 18. Juni, um 17.30 Uhr
Otto-von-Guericke-Straße 6
39104 Magdeburg


Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat - gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt




Mitglied werden!
Die IG Metall ist eine starke Gemeinschaft, sie unterstützt und bietet Rückhalt für ihre Mitglieder. Von Rechtschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten bis zu gerechten Löhnen und Gehältern - wir kümmern uns persönlich und zuverlässig um unsere Mitglieder.

> Mitglied werden!




Respekt!-Initiative

> mehr Infos!



Rentenkampagne
Die IG Metall plädiert für einen grundlegenden, solidarischen Neuaufbau des Systems der Alterssicherung in Deutschland. Denn: Die Weichen in der Alterssicherung sind falsch gestellt. Darüber kann auch die aktuell gute Situation der gesetzlichen Rentenversicherung nicht hinwegtäuschen.

> mehr Informationen!

Wir sind für unsere Mitglieder da!

Die Corona-Krise hat mittlerweile erhebliche Auswirkungen auf unseren Alltag und somit auch auf unser Arbeitsleben. Eine genaue Prognose, wie sich dies weiterentwickelt, ist derzeit leider nicht möglich, aber eines ist klar: Metallerinnen und Metaller stehen zusammen!

Wir als IG Metall vertreten die Interessen unserer Mitglieder – und wir sind da. Gerade jetzt. Denn viele Kolleginnen und Kollegen erwarten und brauchen aktuell Unterstützung und Beratung, zum Beispiel in arbeits- oder sozialrechtlichen Fragen und insbesondere zur Kurzarbeit.

Wir wollen alle zusammen einen solidarischen Beitrag zur langsameren Ausbreitung des Corona-Virus leisten. Deshalb haben wir den direkten Publikumsverkehr in unserer Geschäftsstelle umorganisiert und begrenzen so die Sozialkontakte bestmöglich.

Wir sind für Euch zu den bekannten Öffnungszeiten erreichbar:

Montag:
09:00 bis 12:00 13:00 bis 16:30
Dienstag:
09:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Mittwoch:
geschlossen
Donnerstag:
09:00 bis 12:00 13:00 bis 16:30
Freitag:
09:00 bis 12:00

Nach telefonischer Rücksprache bzw. per Mail könnt Ihr Termine in unserer Geschäftsstelle vereinbaren. Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell – wie andere Einrichtungen auch – darauf achten, dass sich immer nur wenige Menschen gleichzeitig in unseren Räumlichkeiten aufhalten. Jedes Mitglied wird aber beraten und betreut. Das ist versprochen!

Für den Abruf von Mitglieder-Leistungen sind wir telefonisch oder per E-Mail in vollem Umfang erreichbar. Arbeits- oder sozialrechtlichen Angelegenheiten werden selbstverständlich auch weiterhin bearbeitet. Bei anstehenden Fristen im Arbeits-bzw. Sozialrecht bitten wir, uns die Unterlagen rechtzeitig - unter Angabe der Rückrufnummer - per E-Mail oder Fax zu übersenden.

Die IG Metall steht in engem Kontakt mit der Bundesregierung und den Landesregierungen, um die jetzt relevanten und grundlegenden Fragen für Beschäftigte zu klären. Siehe hierzu unsere Pressearbeit und unseren Ratgeber-Service.

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten stehen wir zusammen und setzen auf gemeinsames Handeln und gegenseitige Unterstützung. Die IG Metall bleibt in allen Gliederungen auch bei einer weiteren Zuspitzung der Lage handlungsfähig. Lasst uns dies gemeinsam in Verantwortung für unsere eigene Gesundheit und unsere IG Metall übernehmen.
Bleibt gesund und passt auf Euch auf!


Organisationswahlen werden nachgeholt

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,
wie in der Maiausgabe berichtet, mussten wir die Mitgliederversammlung zur Wahl der Delegierten zur Delegiertenversammlung im Wahlbezirk 10 wegen der Corona-Pandemie absagen. Nun ist es endlich möglich, unter Beachtung der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, die Mitgliederversammlung nachzuholen. Die Teilnahme an den Mitglieder- und Wahlversammlungen in den Wahlbezirken richtet sich 1. nach der Betriebsadresse (hat Vorrang) und 2. nach der Wohnanschrift, für Mitglieder, welche keinem Betrieb angehören (z.B. Rentner, Arbeitslose, Studenten). Wir möchten nun alle Mitglieder der IG Metall aus dem Wahlbezirk 10 – Magdeburg zur Mitglieder- und Wahlversammlung einladen. Die Mitglieder folgender Postleitzahlbereiche, in dem sich 1. der Betrieb oder 2. die Wohnanschrift der außerbetrieblichen Mitglieder befindet, sind aufgerufen an der Mitglieder- und Wahlversammlung teilzunehmen:
01156-06317, 06618-06886, 07580-09669, 10315-19372, 21107-29308,
30159-38470, 39104-39179, 39326-39397, 40219-99996

Satzungsgemäß werden nach Gewerkschaftstagen auch die örtlichen Gremien neu gewählt.

Wählbar ist, wer zwölf Monate Mitglied der IG Metall ist.
Wählen darf, wer drei Monate der IG Metall angehört und satzungsgemäßen Beitrag bezahlt.
Frauen sind entsprechend ihres Mitgliederanteils in der Geschäftsstelle zu wählen.

Die Delegiertenversammlung ist das höchste beschlussfassende Organ der IG Metall auf örtlicher Ebene. Die gewählten Delegierten wählen den Ortsvorstand. Sie entscheiden über alle örtlichen Gewerkschaftsangelegenheiten. Die Mitglieder- und Wahlversammlung für den Wahlbezirk 10 – Magdeburg findet statt am

Donnerstag, den 18.06.2020 um 17.30 Uhr
im DGB-Haus, Otto-von-Guericke-Straße 6, 39104 Magdeburg

Tagesordnung:

TOP 1: Eröffnung / Begrüßung
TOP 2: Bericht zur gewerkschaftlichen Betriebs- und Sozialpolitik
TOP 3: Erläuterungen zum Wahlverfahren
TOP 4: Wahl der Wahlkommission
TOP 5: Wahl der Delegierten zur Delegiertenversammlung unter Berücksichtigung der zu wählenden Mandate sowie des entsprechenden Frauenanteils in den einzelnen Wahlbezirken
TOP 6: Organisatorisches

Nach Abschluss der Mitglieder- und Wahlversammlungen wird am Samstag, den 11.07.2020 die konstituierende Delegiertenversammlung stattfinden. Hierzu erhalten die Delegierten eine persönliche Einladung.


Paukenschlag beim WEC Turmbau Magdeburg

18.05.2020 | Dezember 2019: Betriebsversammlung in der Produktionshalle beim Turmhersteller. Im Bericht des Arbeitgebers heißt es, der Standort Magdeburg ist im Jahr 2020 sicher. Die Auftragslage ist stabil. Grund ist die Produktionserhöhung auf 26 Turmteile pro Woche. Auch die logistische Anbindung ist von Vorteil. Alle Aussagen kamen vom damaligen Geschäftsführer. Gut für die Kolleginnen und Kollegen. Das Weihnachtsfest kann kommen.
Dann der Paukenschlag im April 2020. Enercon trennt sich von WEC Turmbau zum 30.06.2020. Der Standort wird geschlossen und WEC Emden bekommt den Zuschlag für Enercon die Betontürme zu produzieren. Was passiert jetzt mit der Belegschaft?
Betriebsrat, Rechtsanwalt Weidmann aus Berlin, Adrian Mengay und Thomas Waldheim IG Metall sind derzeit in Gesprächen mit der Geschäftsleitung von WEC Turmbau. Jetzt wird verhandelt. Sozialplan und Interessenausgleichsplan müssen erstellt werden. Die Verhandlungen werden zügig geführt. Aber wieder zeigt das Unternehmen Enercon sein wahres Gesicht. Hier zählen nicht die Menschen, sondern der Profit.



1. Mai 2020

1. Mai-Botschaft von Hans Jürgen Urban




1. Mai 2020

LIVESTREAM ZUM TAG DER ARBEIT

Wir bringen am 1. Mai den Tag der Arbeit ins Netz. Gemeinsam demonstrieren wir digital für Solidarität und soziale Gerechtigkeit:
• mit MIA, Heinz Rudolf Kunze, Jocelyn B. Smith, Konstantin Wecker, Sarah Lesch und Thorsten Stelzner
• im Talk mit Tessa Högele und Friederike Kempter
• mit Solidaritätsbotschaften aus ganz Deutschland

LIVESTREAM ZUM TAG DER ARBEIT

Wann: 1. MAI um 11 UHR
Wo: www.dgb.de/erstermai



Corona aktuell

BESCHÄFTIGUNG und EINKOMMEN sichern

Was die Corona-Gesetzgebung für Arbeitnehmer bringt

27.04.2020 | Neben dem milliardenschweren Schutzschirm für die Wirtschaft und zur Sicherung der Unternehmen hat der Gesetzgeber auch Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf den Weg gebracht – vor allem auf Druck der IG Metall. Die beschlossenen Maßnahmen reichen zwar noch lange nicht aus, um die Einkommen zu sichern, sind aber als erste Schritte begrüßenswert. Wir stellen hier das Schutzpaket für Arbeitnehmer*innen vor und arbeiten gleichzeitig daran, weitere Verbesserungen zu erreichen. Damit waren wir auch schon erfolgreich.

> Corona aktuell Paket 2 [pdf]


Verbesserungen beim gesetzlichen Kurzarbeitergeld

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
wie ihr wisst, fordern wir als IG Metall gemeinsam mit unseren Betriebsräten seit Wochen eine Erhöhung des gesetzlichen Kurzarbeitergeldes (KUG). Bisher waren die Arbeitgeberverbände, allen voran Herr Zander von Gesamtmetall und Teile der CDU entschieden gegen jegliche Erhöhung des gesetzlichen Kurzarbeitergeldes. Unsere Briefe, E-Mails und Gespräche haben nun gestern Nacht im Koalitionsausschuss doch zu einem Kompromiss geführt.

Was wird beim Kurzarbeitergeld verbessert?
1. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Kurzarbeit werden ab 1. Mai bis 31.12.2020 die bereits bestehenden Hinzuverdienstmöglichkeiten mit einer Hinzuverdienstgrenze bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe geöffnet.

2. Das Kurzarbeitergeld wird für diejenigen, die Corona-Kurzarbeitergeld für ihre um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 Prozent (bzw. 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80 Prozent (bzw. 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht, längstens bis 31.12.2020.

Was wird beim Arbeitslosengeld I verbessert?
Aufgrund der außergewöhnlichen Situation auf dem Arbeitsmarkt haben diejenigen, die bereits vor der Krise arbeitssuchend waren und Arbeitslosengeld nach dem SGB III bezogen, derzeit geringere Aussichten auf eine neue Beschäftigung. Hinzu kommt, dass die Vermittlungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Agenturen für Arbeit aufgrund des Gesundheitsschutzes eingeschränkt sind. Daher wird das Arbeitslosengeld nach dem SGB III für diejenigen um drei Monate verlängert, deren Anspruch zwischen dem 01. Mai und 31. Dezember 2020 enden würde.

Diese Verbesserungen waren u.a. durch das Engagement der Gewerkschaftsmitglieder, welche unzählige Mails mit unseren Forderungen an die Bundestagsabgeordneten geschickt haben, möglich. Alle profitieren davon. Um künftig weitere Verbesserungen erreichen zu können, brauchen wir auch deine Mithilfe. Wir würden uns freuen, wenn du unsere Reihen verstärkst und Mitglied der IG Metall wirst.
Mehr erreichen mehr!

> metall-extra "Verbesserungen beim gesetzlichen Kurzarbeitergeld" [pdf]



Kurzarbeit und keinen Betriebsrat?

Was Beschäftigte in Betrieben ohne Betriebsrat wissen sollten.

Vereinbarung von Kurzarbeit
Die Einführung von Kurzarbeit im Betrieb dient grundsätzlich der Vermeidung von Entlassungen. Ist kein Betriebsrat vorhanden, so kann der Arbeitgeber Kurzarbeit nicht einseitig anordnen, sondern muss mit allen betroffenen Arbeitnehmer*innen über die Einführung und Ausgestaltung der Kurzarbeit eine einzelvertragliche Vereinbarung treffen. (Außer: Im Arbeitsvertrag gibt es bereits Regelungen zur Kurzarbeit.) Darüber hinaus muss der Arbeitgeber Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit beantragen und auch genehmigen lassen. Im Rahmen der Prüfung des Antrages zur Kurzarbeit durch die Agentur für Arbeit sind folgende Bedingungen einzuhalten:
• Es muss ein erheblicher und nicht vermeidlicher Arbeitsausfall vorliegen (mind. 10%).
• Der Beginn und die Dauer von Kurzarbeit sowie die evtl. Aufstockung müssen festgelegt sein. Sichergestellt werden soll, dass der Arbeitnehmer nicht zeitlich unbegrenzt und nicht ohne einen finanziellen Ausgleich von der Arbeit freigestellt wird.
• Zudem kann Kurzarbeit nicht einfach von heute auf morgen eingeführt werden- es bedarf üblicherweise einer Ankündigungsfrist.

Die aufgeführten Punkte im Zusammenhang mit Kurzarbeit führen zu Änderungen des Arbeitsvertrages, zu denen Beschäftigte ausdrücklich zustimmen müssen.

Bei Fragen
IG Metall Magdeburg-Schönebeck
Ernst-Reuter-Allee 39 in 39104 Magdeburg
Tel. 0391 53293-0
E-Mail: magdeburg-schoenebeck@igmetall.de

Für Nicht-Mitglieder
Nichts fällt vom Himmel. Werdet Teil einer starken Gemeinschaft, um bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. > Jetzt beitreten!



Corona-Virus / Covid-19

Arbeitsunfähigkeit und Kurzarbeit

02.04.2020 | Dein Betrieb geht in Kurzarbeit und Du bist krank oder wirst krank? Diese Fragen möchten wir in diesem Beitrag aufgreifen und beantworten.

> weiterlesen


Kurzarbeit

Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge
gehört den Beschäftigten

> Regelung zur Kurzarbeit weist Konstruktionsfehler auf
> 60 Prozent des Nettolohns reichen nicht für Miete und Lebenshaltungskosten

31.03.2020 | Axel Weber, 1.Bevollmächtigter der IG Metall Magdeburg-Schönebeck, fordert von der Bundesregierung eine Korrektur bei der Corona-Regelung zur Kurzarbeit. „Bei Kurzarbeit werden den Arbeitgebern rückwirkend zum 1. März die Beiträge zur Sozialversicherung zurückerstattet – nicht nur die Arbeitgeberanteile, sondern auch der Anteil der Beschäftigten. Das ist nicht gerecht! Der Arbeitnehmeranteil der Sozialbeiträge muss daher dringend an die Beschäftigten weitergegeben werden“

Bei Kurzarbeit erhalten die betroffenen Arbeitnehmer 60% ihres Nettoentgeltes von der Bundesagentur für Arbeit. Wenn Kinder versorgt werden müssen sind es 67 Prozent. Für viele Menschen reicht das bei weitem nicht, um Miete und Lebenshaltungskosten zu bestreiten. „Die Weitergabe des Arbeitnehmeranteils der Sozialversicherungsbeiträge würde vielen Menschen finanziell über die nächsten Monate helfen und ist auch ein Gebot der Gerechtigkeit“, so Weber.

Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr einen dramatischen Anstieg der Kurzarbeit auf 2,15 Millionen. Im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Magdeburg-Schönebeck ist jeder zweite Betrieb ab April von Kurzarbeit betroffen, Tendenz steigend. Bis vergangenen Freitag, den 27. März rechnete die BA mit 5000 Anträgen auf Kurzarbeit über alle Branchen hinweg.

Bund und Länder haben umfangreiche Hilfspakete für Unternehmen und Selbstständige, aber auch für abhängig Beschäftigte und Empfänger von Grundsicherung beschlossen. Sie wollen damit die Corona-Krise wirtschaftlich und sozial abfedern. Das alles ist richtig und notwendig. Allerdings sollte der Konstruktionsfehler bei der Kurzarbeiterregelung zügig beseitigt werden. Jetzt kommt es darauf an, Einkommen zu sichern und die Nachfrage auf dem Binnenmarkt zu stärken. Gerade die regionale Wirtschaft in Sachsen-Anhalt ist darauf angewiesen, dass Beschäftigte über stabile Einkommen und damit Kaufkraft verfügen.



Burger Küchenmöbel

Einigung im Tarifkonflikt: Löhne und Gehälter steigen
bis 2028 auf das Niveau des Flächentarifvertrags

02.03.2020 | In der vierten Tarifverhandlung am vergangenen Donnerstag, den 27. Februar wurde eine Einigung im Tarifkonflikt zwischen der IG Metall und der Burger Küchenmöbel GmbH erzielt. Bis zum 1. Januar 2028 werden die Löhne und Gehälter stufenweise auf das dann aktuelle Niveau der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Sachsen-Anhalt angehoben. Somit konnten die Beschäftigten in Burg ihre zentrale Forderung in der diesjährigen Tarifrunde durchsetzen. Dazu waren im Vorfeld Warnstreikaktionen notwendig.

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Warnstreik bei Burger Küchenmöbel

Am 5. Februar haben mehr als 200 Beschäftigte von Burger Küchenmöbel für drei Stunden die Arbeit niedergelegt. Hintergrund ist die bisher ergebnislose Verhandlung um einen neuen Haustarifvertrag. Die Kolleginnen und Kollegen fordern in erster Linie eine Perspektive in Form einer Anbindung an den Flächentarifvertrag. Derzeit liegen die Entgelte bei Burger Küchenmöbel rund 17 Prozent unterhalb der Fläche. Laut Arbeitgeber sei eine Anbindung an die Fläche aufgrund der wirtschaftlichen Lage nicht möglich und möchte weiter auf das Prinzip Lohndumping setzen. Für Thomas Waldheim (IG Metall) ist die sturköpfige Haltung der Geschäftsleitung verantwortungslos in Hinblick auf eine drohende Altersarmut. Mit der großen Beteiligung zeigten die Beschäftigten, dass sie von ihrer Forderung nicht abweichen werden und wenn es sein muss auch auf weitere Arbeitskampfmaßnahmen zurückgreifen werden.



Tarifrunde

Schwierige Tarifrunde bei der Burger Küchenmöbel GmbH

28.01.2020 | In der diesjährigen Tarifrunde bei Burger Küchen geht es nicht einfach nur um mehr Geld. Die Forderung der Beschäftigten ist vielmehr eine Grundsätzliche: Der Flächentarifvertrag. Aktion der Kolleginnen und Kollegen am 20.01.2020 zur Mittagspause vor dem Betriebsratsbüro.

Arbeitgeber äußern ein klares »NEIN« zum Flächentarifvertrag

Die Arbeitgeberseite bietet an, die Löhne und Gehälter innerhalb von 37 Monaten in einem ersten Schritt um 3,4 Prozent und in einem zweiten Schritt um weitere 2,4 Prozent zu erhöhen. Damit würde sich zwar die Differenz zum Flächentarifvertrag auf 14 Prozent reduzieren. Die geforderte zukünftige Anbindung an den Flächentarifvertrag wird jedoch vehement von der Geschäftsführung verweigert.

> zur Pressemitteilung [pdf]



Tarifergebnis für die Holz- und Kunststoffindustrie

Gut aufgestellt in die Zukunft

29.11.2019 | Für die rund 8 000 Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Sachsen-Anhalt konnte ein Ergebnis erzielt werden: Ab 1. Januar 2020 werden die Entgelte um 2,7 Prozent und ab 1. Januar 2021 nochmals um 1,9 Prozent erhöht. Für die Monate Oktober bis Dezember erhalten die Beschäftigten pauschal 75 Euro. Die Auszubildenden erhalten eine überproportionale Erhöhung zwischen 60 Euro und 110 Euro monatlich. Außerdem wird der bestehende Demografie-Fonds für Altersteilzeit auf 315 Euro erhöht.
Der Entgelt-Tarifvertrag läuft bis 31. August 2021, also insgesamt 23 Monate. Die Parteien vereinbarten eine Erklärungsfrist bis zum 17.12.2020.
Markus Wente, IG Metall-Verhandlungsführer in Sachsen-Anhalt, betonte: „Die bundesweiten Angebote der Arbeitgeber in der diesjährigen Lohn- und Gehaltsrunde haben wir mit diesem Tarifabschluss in Sachsen-Anhalt deutlich ins Abseits gestellt. Unser nächstes Ziel sind jetzt die Gespräche zur Weiterentwicklung der Arbeitszeit in der Holz- und Kunststoffindustrie in Sachsen-Anhalt. Die 39-Stunden-Woche passt nicht mehr in die Landschaft. Da müssen sich die Arbeitgeber deutlich nach unten bewegen.“
Bundesweit sind über 180 000 Beschäftigte in der Möbelindustrie und der Holz- und Kunststofffertigung beschäftigt.