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IG Metall Magdeburg-Schönebeck - Rentenkampagne

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Rentenkampagne

Die gesetzliche Rente erlebt ein unerwartetes Comeback. Die Beitragseinnahmen sprudeln. Das »Rentenpaket« des Jahres 2014 ging mit Verbesserungen für Mütter, langjährig Versicherte und Erwerbsgeminderte einher. Und die Rentnerinnen und Rentner erhielten 2016 ein Rentenplus von 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten.

Also alles in Ordnung? Nein! Die Weichen für die Zukunft sind falsch gestellt. Nach geltendem Recht wird das Rentenniveau (weiter) sinken und die Regelaltersgrenzen werden weiter steigen. Weder die betriebliche Altersversorgung noch die Modelle der Privatvorsorge werden diese Lücken schließen können. Zugleich erzeugt der Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt Sicherungsrisiken im Alter. Durch Niedrigeinkommen und prekäre Erwerbsbiografien können viele weder in der gesetzlichen Rentenversicherung noch in der betrieblichen Altersversorgung ausreichende Anwartschaften ansammeln.

Leistungskürzungen im Rentenrecht und die Prekarisierung von Arbeit erzeugen in einem einkommensabhängigen Alterssicherungssystem schwerwiegende Versorgungsprobleme. Lebensstandardsicherung rückt für viele in weite Ferne. Andere sind von Altersarmut bedroht. Da die Privatvorsorge von den Beschäftigten alleine zu tragen ist, verliert das Prinzip der paritätischen Finanzierung in der Alterssicherung an Bedeutung. Altersvorsorge ist und bleibt eine gesellschaftliche Aufgabe, die auch in Zukunft von Arbeit und Kapital paritätisch zu finanzieren ist.

Es ist höchste Zeit für einen Kurswechsel in der Alterssicherungspolitik. Nicht möglichst niedrige Beitragssätze für die Arbeitgeber bei Zusatzbelastungen durch Privatvorsorge für die Beschäftigten, sondern auskömmliche Renten sind Sicherungsaufgaben des Sozialstaats. Faire Renten, flexible Übergänge in den Ruhestand statt »Rente ab 67« und eine nachhaltige und gerechte Finanzierung – das sind Eckpunkte einer guten und solidarischen Rentenpolitik.

Es muss
1. einen Strategiewechsel in der Rentenpolitik,
2. eine Rente mit Niveau
3. eine solidarische Erwerbstätigenversicherung geben.
4. Man muss flexibel in den Ruhestand gehen können.
5. Es braucht eine Betriebsrente für alle,
6. eine solidarische Finanzierung und
7. einen Generationendialog!

Mit dem Slogan

»Mehr Rente – Mehr Zukunft«

wird die zentrale Forderung nach einer Stärkung der gesetzlichen Rente durch Leistungsverbesserungen unterstrichen, die in erster Linie beim Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung ansetzen – und von der perspektivisch gerade auch die heute noch jüngeren Generationen profitieren würden.

https://www.mehr-rente-mehr-zukunft.de/