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IG Metall Magdeburg-Schönebeck - Handwerksbranchen

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Handwerksbranchen



Tarifabschluss im Metallhandwerk Sachsen-Anhalt

300 Betriebe im Metallhandwerk Sachsen-Anhalt fallen ab Januar 2018 unter neuen Flächentarifvertrag

02.01.2018 | Die IG Metall Bezirksleitung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und die Landesinnung Metall Sachsen-Anhalt haben erstmals seit 1999 ein neues Tarifwerk für die etwa 300 Innungsbetriebe in Sachsen-Anhalt abgeschlossen. Damit wurde zum Jahreswechsel die tarifpolitische Leere im Metallhandwerk beendet. Das nun abgeschlossene Tarifwerk regelt nicht nur eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 39 Stunden, es führt zugleich Urlaubsgeld und eine Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) ein, sorgt für einen Rechtsanspruch auf 30 Tage Urlaub im Jahr sowie eine Altersversorgung für alle Mitglieder der IG Metall.

Axel Weber, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Magdeburg-Schönebeck, begrüßt den Tarifabschluss für das Metallhandwerk: „Vom Flächentarifvertrag der IG Metall profitieren viele Beschäftigte im Metallhandwerk: kürzere Wochenarbeitszeit, mehr Urlaub sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Darüber hinaus wird es in Zukunft regelmäßige Entgelterhöhungen geben. Das Tarifpaket garantiert gute Arbeitsbedingungen für das Metallhandwerk.“

Zudem konnte die IG Metall deutliche Verbesserungen für junge Kolleginnen und Kollegen durchsetzen: „Höhere Ausbildungsvergütungen sichern dem Metallhandwerk in Sachsen-Anhalt den dringend notwendigen Nachwuchs und damit die Fachkräfte von morgen.“


Beschäftigte von Stern Auto und MAN beim Warnstreik im Kfz-Gewerbe

Über 100 Beschäftigte von Stern Auto Magdeburg und MAN Truck und Bus legten am 1. Juni in Magdeburg ihre Arbeit nieder. Mit dem Warnstreik unterstützen sie die Forderungen für die laufende Tarifrunde. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten in Sachsen-Anhalt 5 Prozent mehr Entgelt, eine deutlich stärkere Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und zusätzlich einen Beitrag zur Anpassung der Löhne an das Niveau in Niedersachsen.

Sowohl die gesamtwirtschaftliche Lage als auch die wirtschaftliche Entwicklung des Kfz-Handwerks rechtfertigen diese Forderung. Thomas Weber, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Magdeburg-Schönebeck sagte heute beim Warnstreik vor Mercedes Benz Stern Auto in Magdeburg: „2016 war bei Umsatz und Rendite das beste Jahr für das Handwerk. Es ist nur gerecht, die Beschäftigten angemessen am Gewinn zu beteiligen.“

Die Ausbildungsvergütungen im Kfz-Handwerk liegen bei rund 65 Prozent der Metall- und Elektroindustrie. Die IG Metall fordert daher ihre deutliche Anhebung. „Das Kfz-Handwerk muss auch in Zukunft attraktiv für junge Menschen sein. Dazu gehört in der Ausbildung auch eine auskömmliche Vergütung“, so Thomas Weber von der IG Metall.

Nachdem die Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hat, ist man nun gezwungen, mit Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber aufzubauen. Weber weiter: „Die Arbeitgeber haben es in der Hand: Mit einem guten Angebot können wir diese Tarifrunde noch vor den Sommerferien erfolgreich abschließen. Die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben haben es verdient.“

Der Warnstreik in Magdeburg war Teil eines bundesweiten Aktionstages der Beschäftigten im Kfz-Handwerk. Weitere Aktionen in Sachsen-Anhalt fanden in Halle, Sangerhausen und Zahna-Elster statt, in Niedersachsen u.a. in Braunschweig und Hannover.



1. Tarifverhandlung Kfz-Handwerk ohne Ergebnis vertagt

Am 10. Mai 2017 fand für die Beschäftigten der Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe in Sachsen-Anhalt die 1. Tarifverhandlung statt. Zwischen IG Metall und Arbeitgeberverband kam es zu keiner Einigung, weil die Arbeitgeber kein eigenes Angebot vorlegten.

Zum Beginn der Verhandlung erläuterte die IG Metall ihre Forderungen:

• 5 % mehr Entgelt
• eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen
• einen Beitrag zur Anpassung der Entgelt an das Niveau von Niedersachsen
• bei einer Laufzeit von zwölf Monaten


Der Branche geht sehr gut! Zum abgelaufenen Rekordjahr 2016 konnte ein weiterer Zuwachs im Service und Verkauf verzeichnet werden. Vor dem Hintergrund des akuten Fachkräftemangels im KFZ- Handwerk in Sachsen-Anhalt ist eine systematische Nachwuchsförderung unumgänglich! Ohne eine gute Ausbildungsvergütung wird das KFZ-Handwerk den Wettbewerb um Fachkräfte gegenüber der Industrie verlieren. Wenn die Arbeitgeber jetzt nicht investieren, werden sie ihre Zukunft verspielen!

Die Arbeitgeber machten dagegen deutlich, dass man die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Kraftfahrzeuggewerbe differenzierter betrachten muss.

Da es keine Annäherung der Standpunkte gab, wurde die Verhandlung ohne Angebot der Arbeitgeberseite auf den 7. Juli vertagt.

Markus Wente, Verhandlungsführer der IG Metall-Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, äußert sich enttäuscht über das ausbleibende Angebot der Arbeitgeberseite und zeigt sich entschlossen: „Die Werkstätten sind mit 83% rekordverdächtig gut ausgelastet und liegen damit sogar einen Prozentpunkt über dem Vorjahresniveau. Sie erreichen damit ein neues Allzeithoch. Nicht alle Aufträge konnten zeitnah abgearbeitet werden, da an vielen Stellen Fachkräfte fehlen. Die Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung ist nun besonders wichtig. Eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen kommt zur rechten Zeit. Wer jetzt nicht in die nächste Generation investiert, verspielt seine Zukunft!“



Gerecht mit Tarifvertrag.

Am 10. Mai startet die Tarifrunde im Kfz-Handwerk in Sachsen-Anhalt. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Faire Löhne und Gehälter sowie regelmäßige Lohnerhöhungen - das gibt es nur mit Tarifvertrag. Sie sichern den Beschäftigten einen gerechten Anteil am erwirtschafteten Wohlstand.

+ Wir für mehr!

• Tarifverträge sorgen für Leistungsgerechtigkeit. Bei gleicher Tätigkeit sind die Bedingungen für Beschäftigte im Kfz-Handwerk in nicht tarifgebundenen Betrieben deutlich schlechter: Sie verdienen im Schnitt 23 Prozent weniger.

• Nur Tarifverträge sichern Beschäftigten einen fairen Anteil am erwirtschafteten Wohlstand. Entziehen sich Arbeitgeber dem Tarifsystem, werden die Arbeitnehmer abgehängt.

• Tarifflucht ist ungerecht. Arbeitgeber, die sich Tarifverträgen verweigern, verschaffen sich unfaire Vorteile zu Lasten tarifgebundener Arbeitgeber. Statt guter Produkte und Innovationskraft sichern sie sich über Lohndumping eine bessere Marktposition und höhere Profite. Und die Erfahrung zeigt: Die Tarifverweigerung kommt wie ein Bumerang als Fachkräftemangel zurück.



Fünf Prozent mehr.

IG Metall beschließt Forderungen für die Tarifrunde
der Beschäftigten im KFZ Handwerk

28.03.2017 | Auf ihrer heutigen Sitzung hat die zuständige Tarifkommission die Forderungen für die Beschäftigten des KFZ Handwerks in Sachsen-Anhalt beschlossen. Die Tarifverhandlungen beginnen im Mai, zum 30. April 2017 läuft der aktuell gültige Tarifvertrag aus.

Die Forderungen sehen außer fünf Prozent mehr Entgelt für die nächsten zwölf Monate eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung vor. Weiterhin werden Gespräche über Anpassung des Niveaus der unteren Entgeltgruppen an die des westdeutschen KFZ-Handwerks eingefordert. Diese Eckpunkte der heute beschlossenen Tarifforderungen sollen für die 9.000 Beschäftigten in den 1.200 Betrieben des KFZ-Handwerks in Sachsen-Anhalt ab dem 1. Mai 2017 gelten.

Markus Wente, Verhandlungsführer der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, äußert seine Erwartungen zur Tarifrunde: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das KFZ-Handwerk sind sehr gut. Und: Ein ordentliches Plus beim Entgelt sorgt für mehr Konsumnachfrage.“




Handwerk braucht gute Tarifverträge und Qualifizierungsangebote

27.03.2017 | Anlässlich ihrer 21. Bundeshandwerkskonferenz fordert die IG Metall, das Handwerk als Berufszweig attraktiver zu machen. „Das Handwerk muss für junge Menschen attraktiver werden. Das geht nur mit guten Arbeitsbedingungen. Dazu gehört eine stärkere Tarifbindung ebenso wie attraktivere Aus- und Weiterbildungsangebote“, sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, am vergangenen Samstag in Frankfurt.

Von den jungen Gesellinnen und Gesellen bleiben in den Metall- und Elektrohandwerken lediglich 33 Prozent in den Betrieben. 35 Prozent gehen direkt in die Industrie. Ein Grund sieht der IG Metall-Vorsitzende darin, dass viele Gewerke keinen Tarifvertrag haben und schlechte Arbeitsbedingungen bieten.

Die 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz – Betriebsräte, Vertrauensleute und Gewerkschaftssekretäre – waren sich darin einig, dass die Stärkung der Tarifbindung Hauptaufgabe der IG Metall ist und auch in Zukunft bleiben muss: Denn Tarifverträge sorgen nicht nur für ein gutes Einkommen, sie sichern darüber hinaus gute Arbeits- und damit Lebensbedingungen für die Beschäftigten. Aber auch für die Arbeitgeber lohnen sich Tarifverträge weil sie maßgeblich dazu beitragen, die notwendigen Fachkräfte im Handwerk zu halten.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt – Stichwort Handwerk 4.0 – war ein weiteres zentrales Thema auf der zweitägigen Konferenz in Frankfurt. "Ein Viertel der Handwerksbetriebe hat Existenzängste. Deshalb brauchen wir mehr Mitbestimmung, denn über Betriebsräte und Tarifverträge können wir die anstehenden Veränderungen gestalten", sagte Ralf Kutzner, für Handwerk zuständiges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. "Die Betriebe müssen weiter sensibilisiert und fachlich unterstützt werden. Zugleich müssen neue Qualifikationen in den Berufsbildern verankert und die Beschäftigten umfassend weiterqualifiziert werden." Die IG Metall und der Zentralverband des Deutschen Handwerks haben sich in einer Erklärung verpflichtet, die Herausforderungen durch die Digitalisierung und Innovationen gemeinsam zu meistern, sagte Kutzner.

Anlässlich der Handwerkskonferenz der IG Metall diskutieren Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, und Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), sowie Jörg Hofmann über die Zukunftsperspektiven des Handwerks.

Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen aus dem Handwerk ist in der IG Metall Magdeburg-Schönebeck Thomas Weber, Telefon 0391 / 53 29 32 9 und Email: thomas.weber@igmetall.de