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IG Metall Magdeburg-Schönebeck - Windkraft

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20.04.2016 | IG Metall Magdeburg fordert: Altersgerechtes Arbeiten und Verhinderung von Altersarmut auch bei Enercon!

Bei Enercon wird harte, verlässliche und gute Arbeit geleistet – nicht umsonst ist Enercon Marktführer in der Windkraftanlagenherstellung in Deutschland. Die Windräder sind im ganzen Land zu sehen und tragen einen ganz wesentlichen Bestandteil zur Energiewende bei.

Damit dies auch so bleibt, fordert die IG Metall ein stärkeres Engagement Enercons bezüglich altersgerechtem Arbeiten und betrieblicher Altersvorsorge. Denn die Krankenstände sind in manchen Betrieben katastrophal hoch, was auch ein Beleg für die starke körperliche Beanspruchung ist. Altersbedingt kommen viele Mitarbeiter bis zu ihrem regulären Renteneintrittsalter von 67 Jahren an ihre absolute Belastungsgrenze. Es mangelt an einer Einstellungs- und Personalpolitik, die insbesondere für Ältere Beschäftigungsmöglichkeiten schafft. Deswegen gibt es zu wenige Arbeitsplätze, auf denen man gesund alt werden kann. Zudem sind Modelle für ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben bei Enercon absolute Mangelware. Flexibler Renteneintritt und Altersteilzeitquoten sind vielerorts Fremdwörter.

Problematisch ist außerdem die drohende Altersarmut vieler Mitarbeiter im rentennahen Alter, denn Stundenlöhne um die 12 Euro sind keine Seltenheit. Ein Blick in die Rentenauskunft vieler Beschäftigter verrät, dass die erwartete gesetzliche Rente nicht mehr für den gewohnten Lebensstandard reichen wird, oft schützt sie nicht einmal mehr vor Armut. Die Kombination aus der systematischen Absenkung des Rentenniveaus mit diesen niedrigen Stundenlöhnen ist brandgefährlich. Eine Rente auf Hartz-IV-Niveau ist deshalb keine Seltenheit.

Die IG Metall hat mir ihrer Kampagne „Gute Arbeit – gut in Rente“ gezeigt, dass es auch anders geht. Gemeinsam mit Betriebsräten vieler großer Firmen hat sie zahlreiche altersgerechte Arbeitsplätze geschaffen, Modelle betrieblicher Altersvorsorge gestaltet und gegen große Widerstände die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren durchgesetzt. Außerdem schützen ihre Tarifverträge mit hohen Stundenlöhnen vor Altersarmut und garantieren eine Rente, die ihren Namen auch verdient hat. Dies sollte auch beim Marktführer Windenergie möglich sein.



Kündigung von Enercon-Betriebsrat verhindert

11.02.2015 | Das Arbeitsgericht Magdeburg entscheidet gegen Kündigungsanträge des größten deutschen Windkraft-Unternehmens

Am heutigen Mittwoch, den 11. Februar 2015, hat das Arbeitsgericht Magdeburg entschieden, die Anträge der Enercon-Tochterfirma WEA Service Ost GmbH auf Genehmigung der Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden Nils-Holger Böttger abzuweisen.

Der aktive Gewerkschafter Böttger war im Frühjahr 2014 ins Visier seines Arbeitgebers geraten, weil er sich für die Rechte der bei der WEA Service Ost tätigen Leiharbeitnehmer eingesetzt und ihre Behandlung in einer Rundmail an die ganze Belegschaft offen kritisiert hatte. Solche kritischen Meinungsäußerungen wollte die Enercon-Tochter nicht dulden und beantragte die Kündigung.

„Ich bin sehr erleichtert: Jetzt haben wir es endlich schriftlich, dass die deutschen Gesetze auch in der Windkraftbranche gelten. Auch die Rechte der Leih-Kollegen bei Enercon sind heute gestärkt worden“, sagt Nils-Holger Böttger.

Die Kündigung war nach Einschätzung der Betriebsratsanwälte Mechthild Garweg und Daniel Weidmann juristisch von Anfang an unhaltbar gewesen: „Mit seiner Entscheidung hat das Arbeitsgericht nun eindeutig klargestellt, dass Arbeitgeber die Meinungsfreiheit zu achten haben. Maulkörbe gegen kritische Betriebsräte sind eindeutig rechtswidrig“, so Rechtsanwalt Daniel Weidmann.

Die IG Metall erhofft sich nach diesem Richterspruch nun eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft. „Enercon muss jetzt endlich auch mit kritischen Betriebsräten und der IG Metall in den Dialog treten“, erklärt die zuständige IG-Metall-Sekretärin Petra Jentzsch.



Kundgebung vor dem Arbeitsgericht

21.01.2015 | Die Empörung über die von Enercon ausgesprochene Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden der Enercon-Tochter WEA Service Ost, Nils-Holger Böttger, ist weiterhin groß. So haben am heutigen Mittwoch rund 200 Beschäftigte vor dem Arbeitsgericht ihre Solidarität für den Betriebsratsvorsitzenden sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.

An der seit letztem Jahr laufenden Unterschriftenaktion für Nils-Holger Böttger beteiligten sich bisher mehr als 19.000 Beschäftigte aus einer Vielzahl von Unternehmen.

Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bezeichnete Enercon auf der Kundgebung vor dem Arbeitsgericht als eines der mitbestimmungsfeindlichsten Unternehmen in Deutschland. „Ein Unternehmen, das für eine nachhaltige Energieproduktion steht und von Steuergeldern profitiert, die vor allem von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erarbeitet werden, lässt nichts unversucht die innerbetriebliche Demokratie zu verhindern. Die Geschäftsführung,“ so Meine weiter, „agiert wie im vorletzten Jahrhundert, behandelt Beschäftigte respektlos und scheut nicht davor zurück Beschäftigte und Betriebsräte massiv unter Druck zu setzen. Die IG Metall fordert Enercon auf, endlich zur Vernunft zu kommen und die Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden zurückzunehmen.“

> zur Fotostrecke



Ministerpräsident besucht Enercon in Magdeburg

Enercon eröffnete am 8. Januar 2015 offiziell seinen vierten Standort in Magdeburg. Neben Hans-Dieter Kettwig und weiteren Geschäftsführen von Enerconbetrieben nahmen auch der Magdeburger Oberbürgermeister und Vertreter der Landesregierung teil.

Auf ihrem Weg zur Feierstunde erlebten die Gäste, so auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, vor dem Werkstor eine unerwartete Überraschung.

Betriebsräte, Metaller und Metallerinnen empfingen die Gäste mit einem Transparent, um Mitbestimmung und Gewerkschaftsrechte bei ENERCON einzufordern. “Grundrechte & Demokratie auch bei ENERCON” lautete die Forderung. Klare Worte fand der Ministerpräsident in seiner Rede. Er forderte eine Unternehmenskultur ein, in der die Zusammenarbeit mit allen Betriebsräten und der Gewerkschaft ihren Platz hat.

> zum Artikel vom MDR Sachsen Anhalt, Beitrag vom 8. Januar 2015
> zum Artikel vom MDR Sachsen Anhalt, Nachrichten vom 8. Januar 2015 (Enercon-Beitrag ab ca. 9. Minute)
> zum Artikel der Volksstimme vom 9. Januar 2015


Nikolausaktion - MagdeburgerInnen solidarisch mit Enercon Beschäftigten!







Neue Tageszeitungen in Magdeburg!

15.11.2014 | Gleich 3 neue Tageszeitungen erblickten das Licht der Magdeburger Öffentlichkeit – der Enercon Krimi-Bote, der Rothenseer Bote und die Machteburjer Volksstimme.

->mehr erfahren!



IG Metall fordert Ende des Streits um Mitbestimmung bei Enercon

19.09.2014 | Die versuchte Kündigung von Nils-Holger Böttger, Betriebsratsvorsitzender des Enercon-Unternehmens WEA Service Ost in Magdeburg hat eine Welle der Empörung weit über Sachsen-Anhalt hinaus ausgelöst.

Mehr als 14.000 Menschen fordern Enercon mit ihrer Unterschrift auf, die Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten zu respektieren.

Ungeachtet dessen ist die Geschäftsleitung von Enercon beim heutigen Gerichtstermin vor dem Arbeitsgericht Magdeburg bei ihrer kompromisslosen Haltung geblieben, sodass keine gütliche Einigung erzielt werden konnte. Nils Holger-Böttger erklärte: „Enercon weiß selbst, dass der Vorwurf der Kompetenzüberschreitung nicht haltbar ist, weil es zu den Aufgaben des Betriebsrates gehört, sich auch um die im Betrieb beschäftigten Leiharbeitnehmer zu kümmern. Es geht darum, die gesetzlich vorgesehene Mitwirkung von Betriebsräten zu verhindern. Das werde ich nicht akzeptieren.“ Irene Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall appelliert daher an die Geschäftsleitung von Enercon endlich zu akzeptieren, dass „Mitbestimmung legitim, unverzichtbar und damit auch nicht verhandelbar ist.“ Benötigt würde ein „Ende des Streits, damit Betriebsräte, Mitarbeiter und die Unternehmensleitung gemeinsam am Erfolg des Unternehmens arbeiten können“, so Schulz.



TV Beitrag vom ZDF: "Enercon übt Druck auf Mitarbeiter aus"

->Zum Beitrag in der ZDF Mediathek



Betriebsräte solidarisieren sich!

Am Rande der Betriebsrätetagung solidarisierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit dem von Kündigung bedrohten Betriebsratsvorsitzenden der WEA Service Ost GmbH, Nils-Holger Böttger. Unterstützt wurden sie dabei von Katrin Budde (Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag).

->zum Artikel




VW-Tarifkommission unterstützt Beschäftigte und Betriebsräte bei Enercon

->VW Beschäftigte solidarisch mit Enercon Beschäftigten [pdf]



„Betroffen ist einer, gemeint sind wir alle!"

Nils-Holger Böttger, BRV der Enercon-WEA Ost, erklärt in dem Video, wie Enercon zur Zeit versucht ein Exempel gegen Mitbestimmung an ihm zu statuieren.

Viele BR-Kollegen aus der Windindustrie unterstützen ihn in dem Video, denn ihnen ist klar: Betroffen ist einer, gemeint sind wir alle!.






Betriebsrat entlassen, weil er sich um Leiharbeiter kümmert?"

Eine Region wehrt sich!.






„Wehrt Euch, steht zu Euern Betriebsräten“ bei Enercon"

21.08.2014
Hartmut Meine, Bezirksleiter der IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, stärkt in diesem Video den Enercon Kolleginnen und Kollegen den Rücken. Diese wurden im Zuge von Betriebsratswahlen zum Teil massiv unter Druck gesetzt. Die Einschüchterungen gipfelten in der Kündigung eines Betriebsrates der sich für Leiharbeiter eingesetzt hatte.






Du wirst durch Enercon Vorgesetzte oder die Geschäftsleitung gemobbt?

Wir bekommen wiederholt Hinweise von Enercon Beschäftigten darüber, dass sie Mobbing ausgesetzt sind. Da viele der Berichte uns anonym erreichen und wir somit wenig Handhabe gegen Vorgesetzte oder Geschäftsführer haben, bitten wir alle Betroffenen um mehr Informationen.

Bitte sendet diese nicht über den Blog sondern per Mail an wind@igmetall.de oder informiert uns gebührenfrei unter: 0800 446 46 36.

Grundsätzlich gilt bei Mobbing im Betrieb:
Umgehende Kontaktaufnahme mit der IG Metall!
Schriftlich festhalten:
– Wer hat wann was zu Euch gesagt?
– Was genau ist passiert?
– Welche Zeugen könnt Ihr benennen bzw wer hat den Vorfall mitbekommen?

Gemeinsam prüfen wir dann ggf. juristische Schritte!


Solidarität zum Herunterladen

Damit die engagierten Kollegen bei Enercon den Angriffen ihrer Geschäftsführung gegen sie und die betriebliche Mitbestimmung die Stirn bieten können, brauchen sie Solidarität. Wenn Ihr mithelfen wollt, diese zu organisieren, dann findet Ihr hier eine Solidaritätserklärung zum Herunterladen und Unterschreiben.

Download




Wahltermin für MAM steht:
Betriebsratswahlen am 27.August 2014

In großen Schritten geht es Richtung Betriebsratswahl bei MAM in Magdeburg. Seit heute steht fest: Gewählt wird am Mittwoch, den 27. August 2014 in der Zeit von 4 Uhr bis 20 Uhr.

Der Wahlvorstand hat soeben das Wahlausschreiben mit den dazugehörigen Informationen zusammen mit der Wählerliste und der Wahlordnung ausgehangen. Damit ist es nun ganz offiziell: Erstmalig wird bei MAM am 27. August ein Betriebsrat gewählt. Nun laufen entsprechend die Fristen: Alle Beschäftigten können innerhalb von zwei Wochen ihre Kandidatenvorschläge bei dem Wahlvorstand einreichen. An dieser Stelle gratulieren wir schon mal den fünf Kollegen vom Wahlvorstand für ihre Arbeit, die sie seit Anfang Juni gemacht haben. Für Fragen rund um das Thema Betriebsratswahl könnt Ihr Euch an den Wahlvorstand richten, der auch extra Sprechstundenzeiten eingerichtet hat.

Jetzt liegt es an Euch, liebe MAM-Kollegen: Geht am 27. August zur Wahl und wählt die Kollegen Eures Vertrauens zum Betriebsrat und stärkt durch eine hohe Wahlbeteiligung dem Gremium den Rücken!

Schon mal zur Info: Wahlberechtigte, die am Wahl­tag aus persön­lichen oder betrieb­lichen Gründen nicht in der Lage sind, ihre Stimme persönlich abzugeben, können beim Wahl­vorstand die schrift­liche Stimm­abgabe (Briefwahl) beantragen.



Klare Wahlentscheidung bei WEC Turmbau GmbH

In der WEC Turmbau GmbH in Magdeburg wurde erstmalig ein Betriebsrat gewählt.
Von 416 wahlberechtigten Kollegen und Kolleginnen haben trotz Urlaubszeit 338 ihre Stimme abgegeben.

Das Ergebnis fällt wie folgt aus:
Die Liste 1 „Die Alternative“ erhielt 108 Stimmen, die von der IG Metall unterstützte Liste 2 „Mit uns – Für Euch“ erhielt 203 Stimmen. Damit erhält die Liste 1 vier Mandate für den 11-köpfigen Betriebsrat, die Liste 2 sieben Mandate.

Die konstituierende Sitzung des Betriebsrates wird voraussichtlich nächste Woche stattfinden. Anschließend werden die frisch gewählten Betriebsräte geschult und qualifiziert und können unmittelbar danach mit ihrer Arbeit beginnen.

Die hohe Wahlbeteiligung von über 80 Prozent verdeutlicht, dass der Wunsch nach Mitbestimmung in der Belegschaft sehr groß war. Dies wird dem neuen Betriebsrat für seine zukünftige Arbeit den Rücken stärken.

Die IG Metall gratuliert allen neu gewählten Betriebsräten und wünscht dem Gremium eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit!


Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Aktionsseite der IG-Metall:

> www.windstärke13.info