Fotos vom Aktionstag am 29. November 2011 bei EGM
VIDEOS AUS MÖNCHENGLADBACH
Aus nach Insolvenz Proteste gegen die Kündigungen bei EGM Automotive...
EGM wird zu Grabe getragen
30.11.2011: Bei dem insolventen Automobilzulieferer protestierten die Mitarbeiter am Dienstag letztmalig gegen die Schließung. Kollegen aus umliegenden Firmen standen ihnen bei und ließen den Fackelzug auf 300 Menschen anwachsen.
Monforts: 177 Jobs zu Grabe getragen
29.11.2011: Die Arbeiter protestieren gegen die Schließung des Werks.
Eisengießerei Monforts schließt zum Jahresende
28.11.2011: Eisengießerei schaltet Ofen ab. Die Mitarbeiter protestieren am Dienstag.
Viel Platz für Investoren
16.11.2011: ... Beim insolventen Automobilzulieferer EGM Automotive, der früheren Eisengießerei Monforts, haben die zähen Verhandlungen mit dem potenziellen kanadischen Investor Robert Lawrie keine Erfolge gebracht.
EGM produziert weiter
23.10.2011: Neue Aufträge lassen hoffen doch der neue Investor ziert sich noch.
IG Metall hofft weiter auf eine Rettung von EGM
23.09.2011: Voraussichtlich Mitte nächster Woche sollen beim insolventen Automobilzulieferer EGM Automotive die ersten Kündigungen ausgesprochen werden.
Verwirrspiel um neue Firma EGM
31.08.2011: Investoren erklären, sie stünden zu ihrem Angebot.
170 Kündigungen bei EGM Automotive
31.08.2011: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber seit Dienstag fällt es auch den größten Optimisten in der Belegschaft der insolventen Firma EGM Automotive schwer, noch an ein Wunder zu glauben.
EGM Automotive: 172 Kündigungen - Investor lässt Arbeiter hängen
30.08.2011: 172 Beschäftigte erhalten die Kündigung. Mittwoch soll das Insolvenzverfahren eröffnet werden.
EGM Automotive: Zittern beim Zulieferer
26.08.2011: Möglicher Investor dringt auf Entlassungen. Ist Rettung möglich?
Insolvenz: Das Zittern bei EGM geht nach Versammlung weiter
05.08.2011: Kündigungen in den Werksferien?
Ein Retter vor den Ferien?
26.07.2011: Bei der Firma EGM Automotive bangt die Belegschaft um ihre Jobs.
Gießerei fertigt wieder
01.07.2011: Mitarbeiter erhalten ihre Löhne. Bei der insolventen Firma EGM Automotive GmbH, Zulieferer hauptsächlich für die Autoindustrie, ist am Donnerstagnachmittag die Produktion wieder angefahren worden.
Automobilzulieferer EGM meldet erneut Insolvenz an
30.06.2011: ... Schon tags zuvor hatte die Geschäftsführung der ehemaligen Eisengießerei Monforts beim Amtsgericht den Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Grund: Zahlungsunfähigkeit.
Eisengießerei ist wieder pleite
Als am Mittwochmorgen der Versorger NVV AG wegen offener Rechnungen den Strom abstellte, war bei der EGM Automotive GmbH an der Schwalmstraße der Tiefpunkt erreicht. ...
Presseerklärung des Insolvenzverwalters
Bernd Depping ist vorläufiger Insolvenzverwalter der Firma EGM Automotive GmbH.
www.insolvenz-ratgeber.de
29.06.2011 Die Firma EGM Automotive GmbH, ehemals Eisengießerei Monforts, ist insolvent.
Insolvenz des Arbeitgebers
Das trauige Ende der EGM...
30.12.2011: Anfang des Jahres wird die
Eisengießerei Monforts/EGM Automotive endgültig abgewickelt.
Eine Handvoll Beschäftigter werden im Auftrage des Insolvenzverwalters Aufräumarbeiten durchführen. Damit wird ein 114 Jahre am Standort Mönchengladbach vertretenes Unternehmen verschwinden.
Von den ursprünglich 170 Arbeitsplätzen bei Insolvenzeröffnung waren zuletzt noch rund 70 bis zum Jahresende in Beschäftigung. Die letzten 15 Arbeitnehmer werden im Monat Januar die Schließung vorbereiten.
Die langwierigen und zähen Verhandlungen mit einem vermeintlichen kanadischen Investor haben letztendlich keinen Erfolg gebracht.
Die Öfen gehen aus
29.11.2011: Die Beschäftigten von EGM Automotive riefen am Dienstag zu einer Protestkundgebung auf. Dem Aufruf
Zur Solidarität und Unterstützung! wurde von rund
300 Menschen gefolgt.
Mit einem Protestzug rund um das Betriebsgelände wollten die Betroffenen auch in der Öffentlichkeit auf die beabsichtigte Schließung des Betriebes aufmerksam machen.
Anlass war die Ankündigung des Vertreters der Insolvenzverwaltung, zum Ende des Monats den letzten Ofen der Eisengießerei abzustellen und somit nach der Ausproduktion den Betrieb schließen zu können.
Zwischenzeitlich hat sich dieses Szenarium um zwei Wochen verschoben. Zur Zeit ist nicht erkennbar, dass ernsthafte Interessenten an der Fortführung des Traditionsbetriebes interessiert sind.

Der bisherige Interessent, die
kanadische Hawk Capital Group, ist ebenso wie ehemalige Manager des Unternehmens abgetaucht oder haben das Weite gesucht, so Reimund Strauß von der IG Metall auf der Kundgebung nach dem Protestzug.
Über fünf Monate sind die Beschäftigten immer wieder vertröstet worden, nun kurz vor Weihnachten steht das endgültige AUS so gut wie fest.
Trotz vielfältiger Bemühungen scheint es nicht gelungen zu sein, den Betrieb weiterzuführen, der Insolvenzverwalter hat allen Beschäftigten gekündigt und will spätestens zum Jahresende den Betrieb schließen.
Der Betriebsratsvorsitzende Özkan machte in seinem Redebeitrag auch die Altbesitzer, namentlich die Familie Monforts von Hobe und den indischen Geschäftsmann Bichu, für das Ende des Unternehmens mit verantwortlich.
Wir sind noch da
Trotzdem ist die Hoffnung noch nicht verschwunden, so Özkan weiter. Die EGM-Mannschaft steht zusammen und hat dies auch mit dieser Aktion bewiesen. Wir sind noch da.
Wenn das über 114 Jahre alte Unternehmen in Mönchengladbach geschlossen werden sollte, werden endgültig über 170 Beschäftigte ihren Arbeitplatz verlieren.
Zur Zeit produzieren noch rund 70 Beschäftigte in den Werkhallen Teile für die Automobilindustrie.
EGM: Kaum noch Hoffnung, dass es weitergeht
11.11.2011: Die Hoffnungen der noch 70 Beschäftigten der Firma EGM Automotive (früher Eisengießerei Monforts) sind fast auf den Null-Punkt gesunken.
Rund 100 weitere EGM-Beschäftigte sind seit Anfang September 2011 Bezieher von Arbeitslosengeld. Alle Beschäftigten haben ihre Kündigung erhalten.
Nachdem Insolvenzverwaltung und eine Gruppe von Interessenten aus dem Umfeld des Unternehmens nicht in der Lage waren, eine Lösung zu finden, ist die endgültige Schließung des Unternehmens durch den Insolvenzverwalter eingeleitet worden.
Fast sechs Monate hat sich insbesondere die vermeintliche Investorengruppe im Dickicht ihrer teilweise wirren Vorstellungen verhakt. Zudem haben Strategen aus dem EGM-Management frühzeitig das Unternehmen verlassen.
Im Nachhinein betrachtet war es ein Fehler der Insolvenzverwaltung, einzig und fast ausschließlich auf eine Weiterführung der Firma EGM durch den kanadischen Geschäftsmann Lawrie zu setzen.
Es ist nach heutigem Stand davon auszugehen, dass nach mehr als 125 Jahren die letzte Eisengießerei in Mönchengladbach geschlossen wird.
EGM: Der Ofen ist noch nicht aus
19.10.2011: Seit mehr als vier Monaten steht die Eisengießerei auf der Schwalmstraße unter Leitung des Insolvenzverwalters.
Die Verhandlungen mit Interessenten zur Weiterführung des Betriebes sind langwierig und kompliziert.
Nachdem Ende September alle Arbeitnehmer die Kündigung vom Insolvenzverwalter erhalten haben, produzieren 70 von ursprünglich 170 Beschäftigten Produkte für Motorenteile weiter.
Neuer Investor gesucht bei EGM Automotive
30.08.2011: An der Schwalmstraße wurde seit mehr als zwei Monaten über eine mögliche Betriebsschließung oder eine Fortführung im Wege eines Betriebsübergangs verhandelt. Viele zähe Gespräche liegen hinter dem Betriebsrat und der IG Metall.
Bis zuletzt bestand der Eindruck, es wird bei EGM Automotive mit schmerzhaften Einschnitten weitergehen, aber kein Beschäftigter sollte leer ausgehen.
In der letzten Stunde der Verhandlungen haben die möglichen Investoren einen Rückzieher gemacht. Angeblich wegen zu vieler Unwägbarkeiten.

Protest vor dem Betriebstor
Eine Woche vor der beabsichtigten Insolvenzeröffnung war noch von einem Sozialplan für die Beschäftigten die Rede. Weitere mögliche Investoren wurden deshalb nicht mehr ernsthaft gesucht.
Derzeit hat EGM 172 Arbeitnehmer. Die wirtschaftlichen Nachteile von Entlassungen sollten abgemildert werden und die Vermittlungschancen durch die Überführung in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft erhöht werden.
Zu diesem Zweck hatten bereits der Betriebsrat und die örtliche Agentur für Arbeit, gemeinsam mit dem Vertreter des Insolvenzverwalters, die Beratungen aufgenommen.

Insolvenzverwalter und Betriebsrat informieren die Belegschaft
Davon wollen die potentiellen Betriebsübernehmer des bisherigen Betriebsmanagements und die damit verbundenen Investoren offensichtlich nichts mehr wissen.
Die zukünftigen Eigentümer der Produktionsmittel hatten die Absicht, die Gekündigten ohne substanzielle Abmilderung in die Arbeitslosigkeit zu entlassen", teilt IG Metall Gewerkschaftssekretär Frank Taufenbach mit.

Im Interesse der Medienvertreter...
Der Betriebsrat und sein Düsseldorfer Rechtsanwalt Stefan Bell haben gemeinsam mit der IG Metall Mönchengladbach stets die Fortführung des Betriebes mit Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze zum Ziel gehabt. Der vom Investor verlangte Personalabbau sollte für die von Kündigung Betroffenen abgemildert werden. Nun bleibt das weitere Vorgehen des Insolvenzverwalters abzuwarten.
Das Vorgehen der Investoren und Unternehmensberater stellt die Kapitalinteressen in den Mittelpunkt. Die Übernahme von Verantwortung und die Sicherung der Arbeitsplätze hat bei diesen Herren wohl nur Platz in der auf Hochglanz präsentierten Beratungsphilosophie, stellt Taufenbach abschließend fest.

Die Schwalmstraße ist spontan blockiert...
EGM: Zwischen Hoffen und Bangen
27.07.2011: Die Zeit bei EGM Automotive wird langsam ein knappes Gut. Bis Ende August sind durch das Insolvenzausfallgeld der Agentur für Arbeit die Löhne und Gehälter gesichert. Danach ist diese Überbrückungshilfe durch die Arbeitsagentur ausgeschöpft und das Unternehmen muss die Gehälter der Beschäftigten selber schultern.
Die IG Metall fordert die an der Insolvenz Beteiligten auf, rasch eine Perspektive für das Unternehmen und die dort Beschäftigten anzugehen und Pflöcke einzuschlagen.
IGM: Keine Zeit zu verschenken - möglichst viele Arbeitsplätze erhalten
Wir haben keine Zeit zu verschenken und die Nerven der Beschäftigten, die um ihre Arbeitsplätze bangen, müssen nicht unnötig strapaziert werden. so Reimund Strauß von der IG Metall Mönchengladbach.
Wenn die Firma EGM Automotive eine Zukunft haben soll, muss rasch die Lage geklärt werden.
Alle Beteiligten und mögliche Helfer wie Land, Stadt, Banken und Arbeitnehmervertreter müssen an einen Tisch.
Für die IG Metall ist entscheidend die Anzahl der Arbeitsplätze, die ein möglicher neuer Investor mittelfristig bieten kann, aber auch die Arbeitsbedingungen sind ein klarer Gradmesser.
Ziel sollte es nach Auffassung der IG Metall sein, möglichst viele Beschäftigte an das Unternehmen zu binden und ihre Kompetenz in Zukunft zu nutzen. Im Zweifel muss auch die Möglichkeit von Arbeitszeitreduzierung, wie Kurzarbeit eine Option sein.
Keine sinnlosen Spendenaktionen
Klar ist, dass ins Unternehmen dringend investiert werden muss.
Wenn sich die Arbeitnehmerschaft daran beteiligen soll, dann nur mit klaren Perspektiven und der Beteiligung an den Prozessen zur Sicherung der EGM.
Für sinnlose Spendenaktionen seitens der Beschäftigten steht die IG Metall nicht zur Verfügung.
Wie kann es weitergehen...
(ohne Spekulationen anzuheizen)
generell gibt es drei Wege aus der Insolvenz:
1. Der Betrieb wird stillgelegt
2. oder ganz oder teilweise an einen Interessenten verkauft (»sanierende Übertragung«)
3. oder in der Insolvenz saniert und dann vom gleichen Arbeitgeber weitergeführt (Sanierung).
EGM Automotive: Insolvenzantrag
Keine Überraschung für Gewerkschaft und Beschäftigte.
28.06.2011: Die heute vorgenommene Anmeldung einer Insolvenz durch Beauftragte der Firma EGM Automotive GmbH (ehemals Eisengießerei Monforts) ist für die Arbeitnehmervertretung bei EGM keine wirkliche Überraschung, sondern hat sich in den letzten Wochen deutlich abgezeichnet.
Nachdem in den letzten Monaten immer wieder auch die Lohnzahlungen an die Beschäftigten verzögert wurden, ist nun der Punkt erreicht, wo auch die Überlebenskünstler bei EGM keinen anderen Ausweg sehen, wie den Gang zum Insolvenzgericht, so Reimund Strauß von der Gladbacher IG Metall.
Seit Wochenbeginn steht die Produktion weitgehend still. Grund hierfür ist, dass keine Vormaterialien für den Arbeitsprozess gekauft werden konnten.
Der Gesellschafter aus Indien, Sanjay Bichu, ist erkennbar nicht mehr in der Lage, auf die bedrohliche Situation zu reagieren. Im Übrigen hat er das Umfeld, nach Einschätzung der Arbeitnehmervertreter, auf dem europäischen Markt falsch eingeschätzt und auch angebotene Hilfe durch die Politik bei der Übernahme nicht realisiert.

Bereits Ende 2008 hatten die Beschäftigten durch eine Mahnwache auf die Fehlentwicklung aufmerksam gemacht. mehr...
Als Eisengießerei Monforts war das Unternehmen bereits 2006 in der Insolvenz, konnte aber durch den Einstieg des indischen Investors alle 211 Arbeitplätze erhalten.
Seit 2009 ist der Gesellschafter auf Tauchstation gegangen. Als einer der Höhepunkte wurde ein Landsmann als Geschäftsführer eingesetzt, welcher im Unternehmen überhaupt nicht auftrat und nur auf dem Papier vorhanden war.

BR-Vorsitzender Özkan
Für den Betriebsrat und die IG Metall ist klar, ein Weiter mit dem Gesellschafter, der mit seiner eigenen Firma in Indien genügend Problem hat, darf es nicht geben. Möglichen Interessenten muss die Gelegenheit gegeben werden, in das Unternehmen einzusteigen und dieses weiterzuentwickeln.
Dringend nötig sind Investitionen in den Maschinenpark der Firma, welches durch den Voreigentümer, die Familie Monforts von Hobe, schon versäumt wurde.
Als Lieferant der Automobilindustrie müsste die Eisengießerei von der guten Konjunktur eigentlich profitieren, hier gibt es allerdings hausgemachte Probleme, die bei den Kunden eine Zurückhaltung in der Auftragsvergabe an EGM erkennen lassen. Dies ist die eigentliche Bedrohungslage für den Fortbestand des Unternehmens.

Aus glorreichen Zeiten: Vergoldeter Schriftzug an der Hofstraße
Zur Zeit sind einschließlich Auszubildender 175 Beschäftigte für das Unternehmen tätig, welche in den letzten Monaten auch durchgehend positive Geschäftsergebnisse erwirtschafteten, allerdings die Lasten aus den Vorjahren erdrücken auch diesen Hoffnungsschimmer.
Letzte Änderung am 11. 01. 2012 14:46