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IG Metall Kooperationsregion Oldenburg - Wilhelmshaven - 2011-11 Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November

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Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November

Die IG Metall in Oldenburg und Wilhelmshaven rief ihre Mitglieder und Beschäftigten zur Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November auf, welche von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis getragen werden. Zentrale Aufgabe ist und bleibt der Kampf gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen - Ausschluss von NPD Kadern aus IG Metall.
Der seit dem 1. November neue Erste Bevollmächtigte der IG Metall für die Verwaltungsstellen Oldenburg und Wilhelmshaven, Uwe Zabel (54), erklärte: »Für die IG Metall ist der Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus sowie Ausländerfeindlichkeit, wie er im aktuellen Antiislamismus zum Ausdruck kommt, eine zentrale Aufgabe der IG Metall und aller demokratischen Kräfte.«

»In vielen Ländern Europas und in Deutschland werden Armutsmigrationen von rechten und rechtsextremen Demagogen ausgeschlachtet. Besonders das heutige Gedenken bestärkt die IG Metall im Kampf für das friedliche und solidarische Zusammenleben und die Auseinandersetzung mit rechtsextremem Gedankengut in den Köpfen,« begründete Zabel. »Gerade die Reichspogromnacht und die folgende Shoa zeigen, dass Faschismus keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen,« stellte der Erste Bevollmächtigte fest. »Vor diesem historischen Hintergrund fordert die IG Metall gerade am heutigen Tag ein Verbot der NPD und der faschistischen und neonationalsozialistischen Tarnvereine und Kameradschaften. Wir fordern unsere Mitglieder auf sich an den Gedenkveranstaltungen, an den Protesten und auch an zivilem Ungehorsam, beispielsweise an Demonstrationen und gewaltfreien Blockaden gegen Neonazis und ihre gewaltbereiten Aufmärsche zu beteiligen,« rief Zabel auf.

Dass die IG Metall nicht nur redet, sondern auch praktisch anpackt, zeigte der ehrenamtliche Ortsvorstand der IG Metall Oldenburg mit der Unterstützung des Ortvorstandes Wilhelmshaven in dem Fall des IG Metall-Mitgliedes Waldemar Heitkamp. Dieser hatte in Oldenburg an der Kommunalwahl 2011 für den Rat der Stadt Oldenburg Wahlbereich I - Stadtmitte Nord - kandidiert. Er soll als Mitglied einer gegnerischen Organisation aus der IG Metall ausgeschlossen werden. »Für Neonazis und NPD-Kader ist in einer demokratischen Einheitsgewerkschaft kein Platz. Wir wehren uns praktisch gegen rassistische Ausgrenzung und treten für solidarisches Miteinander ein,« erklärte Uwe Zabel entschlossen.


Die IG Metall lädt Belegschaften, Betriebsräte und Unternehmen in der Region zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion »Respekt! Kein Platz für Rassismus« ein und bittet um eine breite Beteiligung.