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IG Metall Paderborn - Protest bei Fujitsu

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Fujitsu Kolleginnen und Kollegen demonstrieren erneut für Erhalt der Arbeitsplätze

Heute, am Montag, den 23. November, demonstrierten weit über 400 Kolleginnen und Kollegen des von der Schließung bedrohten Fujitsu Betriebes am Heinz-Nixdorf-Ring in Paderborn. Damit lag die Beteiligung deutlich über dem ersten Protestmarsch vom 16. November.

Weiter unten auf dieser Seite zeigen wir Bilder der Aktion und verlinken zu verschiedenen Meldungen in den Medien

Die Demonstration begann mit einer kurzen Kundgebung vor dem Eingang zur Firma. Ein Fernsehteam des WDR wollte von dort berichten, bekam jedoch von der Firmenleitung keine Drehgenehmigung, da dieser Ort „Privatgelände“ sei und von hier aus nicht berichtet werden dürfe.

Dieser Zwischenfall wurde vom Betriebsratvorsitzenden natürlich gleich aufgegriffen, er rief dazu auf, sich nicht sang- und klanglos von diesem Standort zu verabschieden, sondern dafür zu kämpfen, das möglichst viele Arbeitsplätze möglichst lange erhalten bleiben.

Bislang wurden alle Vorschläge des Betriebsrates zum Erhalt der Arbeitsplätze von der Firmenleitung klar zurück gewiesen. „Diese Entscheidung scheint ein Dogma zu sein,“ so Andreas Ziebarth wörtlich. „Dabei ist sie ganz offensichtlich in keinster Weise durchdacht,“ so Andreas Ziebarth weiter, denn „offensichtlich beginnt jetzt erst das Nachdenken über die möglichen Konsequenzen.“ Zu befürchten sei jedoch, dass diese Entscheidung der Einstieg in den kompletten Rückzug von Fujitsu aus der Wertschöpfung in Deutschland sei. Am Ende bleiben womöglich nur noch ein paar Verkäufer und Servicetechniker übrig.

Carmelo Zanghi, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Paderborn, sagte zu den versammelten Kolleginnen und Kollegen , das er sicherlich schon manche Betriebsschließungspläne erlebt habe, die wirtschaftlich begründet wurden. Aber das ein Standort offenbar ohne jede betriebliche Überlegung dicht gemacht werden soll, habe er noch nie erlebt. Es ist ein Skandal und absolut lächerlich wenn als einzige Begründung auf die angeblich hohen Mieten in Paderborn verwiesen werde.

Günter Neumann überbrachte solidarische Grüße von der Belegschaft der benachbarten Firma Atos. Er berichtete, das die Betriebsschließung in Frankfurt durch die ständigen Aktionen der Kolleginnen und Kollegen abgemildert werden konnte und viele Arbeitsplätze bewahrt wurden. „Dazu ist es aber wirklich notwendig, weiter zu demonstrieren und sich auch nicht durch schlechtes Wetter davon abbringen zu lassen!“, so Günter Neumann.

Wieder große Beteiligung an Fujitsu-Protest (Klick aufs Bild öffnet größere Galerie)

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