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Runder-Tisch-Kiel - Weltweit gemeinsam gegen den Rassismus

Weltweit gemeinsam gegen den Rassismus!

Die Demonstration wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt.

Die rassistisch motivierten Mordtaten in Halle und Hanau haben uns allen nochmals ein dringlich vor Augen geführt, dass gelebte Solidarität und unser gemeinsamer Wider stand gegen alle Formen des Rassismus und Faschismus lebensnotwendig sind.

Der Hetze und der Gewalt der Rassisten setzen wir die Solidarität aller entgegen, die ein gutes, von Bedrohung freies Leben und gleiche Rechte für alle Menschen erreichen wollen, in unserem Land und weltweit. Wir reichen allen die Hand, die durch Krieg und Verfolgung oder aus anderen Gründen zur Flucht aus ihren Heimatländern gezwungen wurden und in Deutschland Schutz suchen wir haben Platz für euch! Wir stehen mit euch zusammen im Kampf für Seenotrettung und sichere Häfen statt Frontex, gegen ein mörderisches Grenzregime in der EU!

Wir sind gemeinsam gegen den unerhörten Versuch aufgestanden, in Thüringen eine Landesregierung zu bilden, die von einer faschistischen Partei, der AfD, abhängig gewesen wäre. Wir müssen wachsam bleiben die Kräfte, die das durchsetzen wollten, sind weiterhin bunde sweit aktiv. Angesichts der Opfer rassistisch motivierter Gewalt vergießen Vertreter*innen regierender, also verantwortungstragender Parteien regelmäßig Krokodilstränen. Aber: Die Morde von Halle und Hanau wurden auch deshalb möglich, weil Faschismus und Rassismus entgegen offizieller Beteuerungen in unserem Land immer noch geduldet werden, und weil frühere Mord taten wie die des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) unzureichend geahndet und die rechten Netzwerke nicht aufgedeckt und nicht zerschlagen wurden. Der sog. „Verfassungsschutz“ und die Strafverfolgungsbehörden haben bei der Verschleierung aktiv mitgewirkt. Der allgegenwärtige Alltagsrassismus ruft bei den Betroffenen ein Gefühl der Ohnmacht und der Angst, aber auch berechtigter Wut hervor.

In den Tagen nach Hanau haben in vielen Städten unseres Landes Zehntausende Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Parteizugehörigkeit ihre Verbundenheit mit den Opfern und ihren Familien zum Ausdruck gebracht. Auch in Kiel. Wir haben unsere Trauer, unsere Empörung und unsere Bereitschaft zum Kampf gegen den Rassismus bekundet. Wir haben den Betroffenen das Versprechen gegeben, in diesem Kampf nicht nachzulassen.