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IG Metall Schweinfurt - Siemens 28. April "Hallo München - Die Rhön kommt"

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DIE RHÖN KAM SAH, - UND SIEGTE
titelte die Rhön- und Saalepost einen Tag nach der eindrucksvollen Großaktion in München

Sie glaubten es erst, als die 43 Busse aus der Rhön in München tatsächlich ankamen

"Hallo München, die Rhön ist da“, rief der Bad Neustädter Siemens-Betriebsratschef Bernhard Omert am Mittwochmittag den Demonstranten vor der Siemens Zentrale am Wittelsbacherplatz zu. Und die Rhön war laut: Mit Trillerpfeifen, Rasseln, Tröten und einer mobilen Feuerwehrsirene sorgten die Demonstranten dafür, dass ihr Protest auch durch die geschlossenen Fenster der Siemens-Chefetage dringen musste.

„Gnadenlose Profitmaximierung“ warf Omert der Konzernspitze vor. Siemens hatte Ende Januar angekündigt, in Bad Neustadt 840 Arbeitsplätze streichen zu wollen, Anfang letzter Woche aber nach einem Spitzengespräch bei Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zumindest rund 300 Jobs wieder von der Liste genommen. Die Beschäftigten in Bad Neustadt böten Siemens dennoch „weiter ihre Loyalität an“, bekräftigte Omert.

Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer nannte die Abbaupläne „hochpolitischen Schwachsinn“. Es werde erst dann wieder Ruhe einkehren, wenn die Abbaupläne komplett zurückgenommen seien: „Wir müssen denen da oben deshalb weiter Feuer machen unter dem Hintern“, so Neugebauer. Auch die Politik reagierte auf die anhaltenden Proteste: „Es ist richtig zu demonstrieren, dass das Erreichte für die Region noch nicht ausreichend ist“, sagte CSU-Vize-Generalsekretärin Dorothee Bär, die selbst an der Demonstration teilnahm. Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) kündigte weitere Gespräche mit Siemens an „um möglichst viele Arbeitsplätze in der Region Rhön-Grabfeld zu sichern“. SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher ermunterte die Beschäftigten, nicht nachzulassen: Der „kraftvolle Widerstand der gesamten Rhön“ habe schon erste Wirkung gezeigt. „Dies kann aber nur ein erster Schritt gewesen sein, so Rinderspacher. Und auch der Freie-Wähler-Abgeordnete Günther Felbinger ermutigte die Demonstranten: „Es ist notwendig, weiterzumachen, weil noch viel mehr zu erreichen ist.“

Quelle: Mainpost