
v.L.n.R. Norbert Völkl (Betriebsratsvorsitzender)
Bernd Keil (Vertrauenskörperleiter)
In den meisten Betrieben der Region werden die Betriebsratswahlen turnusgemäß erst im März 2010 durchgeführt. Die Beschäftigten der SKF haben ihre Wahl aber bereits am 9. Dezember abgehalten und mit einem mehr als eindrucksvollen Ergebnis für die Mannschaft um den Betriebsratsvorsitzenden Norbert Völkl und den IG Metall Vertrauenskörperleiter Bernd Keil, abgeschlossen. Mit 87,5% der abgegebenen Stimmen erfährt die Liste der IG Metall die höchste Zustimmungsrate in der wahrlich ereignisreichen Betriebsratsgeschichte bei SKF.
Mit rund 82% Wahlbeteiligung haben die Beschäftigten ein deutliches Signal in Richtung Arbeitgeber gesetzt: Unsere Interessenvertretung hat unsere volle Unterstützung und unser Partner war und bleibt die IG Metall, wenn es darum geht unsere Arbeitsplätze zu verteidigen und unsere Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Die vorzeitige Wahl war notwendig geworden, weil der bisherige stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Steffen Lang vor einigen Wochen die Betriebsöffentlichkeit damit überraschte, dass er in jedem Fall mit einer eigenen Liste und also gegen unsere IG Metall Mannschaft - zur Wahl antreten wolle. In Anbetracht der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der noch drohenden Krisenauswirkungen ein denkbar ungünstiges Szenario: Vor die Alternative gestellt einen monatelangen Wahlkampf ertragen zu müssen oder die Beschäftigten zeitnah um eine Entscheidung hinsichtlich des weiteren Kurses zu bitten, trat der bisherige Betriebsrat zurück und Neuwahlen wurden den Regelungen des Betriebsverfassungsgesetzes gemäß für eben den 9. Dezember angesetzt.
Was die Beschäftigten von den Aktivitäten des Kollegen Steffen Lang halten, haben sie mit den auf die Liste EL entfallenen 192 Stimmen (entspricht einem Stimmenanteil von 5,3%) gezeigt. Pikanterweise handelt es sich übrigens bei dem Initiator der Liste EL um den Sohn des früheren und bei SKF legendären früheren Betriebsratsvorsitzenden Ernst Lang.
Am Abend der Auszählung war die Gewissheit, den richtigen Weg beschritten zu haben, bei den anwesenden Metallerinnen und Metallern riesengroß und in allen Gesichtern ablesbar.
Vor allem unserem Kollegen Norbert Völkl war die Genugtuung anzusehen die die bemerkenswerte Zustimmung auch seiner Entscheidungen und seiner Initiativen bezüglich einer Neuausrichtung der betrieblichen Interessenvertretung bei SKF ausdrückte.
Vieles, was in den letzten Monaten thematisiert und ausgefochten wurde steht jetzt unter einem anderen Licht. Die Beschäftigten waren offensichtlich sehr wohl in der Lage die Beweggründe Einzelner zu durchschauen und haben mit ihrem eindrucksvollen Votum ganz sicher auch die Botschaft versenden wollen, dass sie die wiederholten oft ins persönlich gehenden Attacken von wenigen nicht weiter hinnehmen wollen.
Bis kurz vor dem eigentlichen Wahltermin wurde der Versuch gemacht, sowohl IG Metall Betriebsräte wie auch die IG Metall zu diffamieren und Zwietracht zu sähen.
Die Sitzverteilung des Betriebsrates wird für die neue Amtszeit also folgendermaßen sein: 26 Sitze für die IG Metall, 2 Sitze CGM (Einer weiniger wie 2006) und ein Sitz EL. Auf den CGM entfielen absolut 261 Stimmen, das entspricht einem Stimmenanteil von 7,2%
Nochmals unser ganz herzlicher Glückwunsch an alle Betriebsräte und Vertrauensleute bei SKF, die in diesen schwierigen Zeiten verantwortungsbewusst und engagiert die Interessen der Beschäftigten bei SKF vertreten und die Sache der Beschäftigten insgesamt nach vorne gebracht haben.
Für die anstehenden Wahlen in den anderen Betrieben der Verwaltungsstelle sollte dieses Ergebnis und vor allem die Höhe der Wahlbeteiligung Ansporn und Vorlage sein.