150 Auszubildende aus Siegen-Wittgenstein fordern in Gelsenkirchen die unbefristete Übernahme
Junge IG Metaller zeigen zum Auftakt der zweiten Verhandlungsrunde Flagge
Einmal mehr setzt die IG-Metall-Jugend aus Siegen-Wittgenstein ein deutliches Signal: 150 Auszubildende aus dem Kreisgebiet sind am Montagnachmittag in Gelsenkirchen für die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung auf die Straße gegangen. Sie begleiteten damit lautstark den Auftakt zur zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 75.000 Beschäftigten der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Die insgesamt 900 jungen IG Metaller, die sich an dem Warnstreik-Tag beteiligten, bekräftigen eine der zentralen Forderungen der Gewerkschaft.

Ein Teil der Siegener Azubis bei dem Warnstreik vor dem Verhandlungsort
NRW-Bezirksleiter und Verhandlungsführer auf Gewerkschaftsseite, Oliver Burkhard, versprach den Auszubildenden, alles dafür zu tun, dass die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis Teil des nächsten Tarifvertrags werde. Gewerkschaftssekretär Daniel Salewski von der IG-Metall-Verwaltungsstelle Siegen sagte: Die Jugend der Region braucht eine sichere berufliche Zukunft in Siegen-Wittgenstein. Und die Region braucht die jungen Fachkräfte. Salewski freute sich über die rege Beteiligung der heimischen Auszubildenden. Sie hätten einmal mehr gezeigt, dass sie bereit seien, für ihre Ziele Flagge zu zeigen und für ihre Zukunft zu kämpfen.

Die Azubis bringen ihre Forderung zum Ausdruck
Eine weitere zentrale Forderung der IG Metall sind sieben Prozent mehr Lohn und Ausbildungsvergütungen. Sollten die Arbeitgeber sich nicht schnell auf die IG Metall zu bewegen, drohen noch in dieser Woche in den Stahlbetrieben in Siegen-Wittgenstein Warnstreiks.