Letzte Hoffnung geplatzt
Hülsmetall wird abgewickelt. Am Freitag erklärte Insolvenzverwalter Dr. Yassin Dimassi das Ende laufender Investorengespräche: Die Übernahme ist gescheitert.
Ein Teil der Mitarbeiter werde nun noch für Restarbeiten eingesetzt. Wie lange das dauere, könne man noch nicht sagen. Parallel ist das endgültige Insolvenzverfahren eingeleitet worden.
In den abschließenden Rettungsversuch waren Akteure aus dem aktuellen und früheren Unternehmensumfeld eingebunden. Am Ende war niemand bereit, das benötigte Kapital aufzubringen und das Risiko für die Fortführung des 105 Jahre alten Unternehmens zu übernehmen.
Für die Belegschaft war die Erklärung des Insolvenzverwalters von gestern keine Überraschung mehr. Die Mitarbeiter hatten schon zur Wochenmitte kein Vertrauen mehr in das Setzen auf einen letzten Strohhalm.
Das endgültige Aus aber nehme ihn schon sehr mit, so Betriebsratsvorsitzender Werner Pastors. Erst einmal seien acht Kollegen noch damit beschäftigt, fertige Produkte zusammenzustellen und den Kunden anzubieten. Überlegt werde auch, Arbeiten abzuwickeln, für die schon Vorleistungen erbracht sind.
Zugleich haben IG Metall und Betriebsrat Kontakt zu regionalen Unternehmen aufgenommen, um Kollegen dort unterzubringen und vor allem zwei Azubis aus dem kaufmännischen Bereich eine Fortsetzung ihrer Ausbildung zu ermöglichen. Erste positive Signale gebe es von den Stahlwerken Unna.