Seite druckenFenster schließen

IG Metall Unna - Maikundgebung 2012 in Unna

StartKontaktÄnderungsmitteilung




Ralf Wehmeier ist Unnas neuer DGB-Vorsitzender

Unna. Bei der Kundgebung des DGB in Unna schwört Hauptredner Michael Lux die Arbeitnehmer auf wichtige Wochen ein. Die Gewerkschaften würden sich in der Tarifauseinandersetzung der Metallbranche und im Landtagswahlkampf stark zu Wort melden. Kampfeslustig und selbstbewusst hat Michael Lux die Arbeitnehmer am Maifeiertag auf wichtige Wochen eingeschworen. Der erste Bevollmächtigte der IG Metall Unna war der Hauptredner während der DGB-Veranstaltung auf dem Platz der Kulturen hinter der Lindenbrauerei.

Auf der Bühne sprach zunächst die DGB-Ortsverbandsvorsitzende Petra Huhn (61) ihre Abschiedsworte an die etwa 200 Versammelten. Wie berichtet, legt Huhn den Vorsitz mit dem Maifeiertag nieder. Ihren Nachfolger präsentierte sie gleich mit. Für die Gewerkschafter ist es alles andere als ein Unbekannter: Ralf Wehmeier (59) ist zurück und will dem Stadtverband Unna mit seinen acht Einzelgewerkschaften im großen Regionalverband Dortmund-Hellweg (mit den Städten Dortmund, Hamm und den Kreisen Soest und Unna) Gehör verschaffen. Wehmeier hatte erst vor einem Jahr den Posten des Ersten Bevollmächtigter der IG Metall Unna für Lux frei geräumt.

Lux rief die Besucher auf, am 13. Mai an der Landtagswahl teilzunehmen. Es sei gar nicht schlecht, dass das Parteienspektrum in Bewegung geraten sei. So bestehe eine größere Chance für die produktive Auseinandersetzung über das Thema Arbeit. Die Piratenpartei sprach er allerdings nicht direkt an. Vielmehr geißelte Lux die neoliberalen Kräfte, die für die große Zahl prekärer Arbeitsverhältnisse (Leiharbeit), Lohndumping, Wirtschaftskrise und Jugendarbeitslosigkeit verantwortlich seien.

Die Mitgliederzuwächse bei der Metall-Gewerkschaft oder der GEW spreche für die neue Stärke der Arbeitnehmervertretungen, sagte Lux. Mit aller Macht werde sie in den Tarifauseinandersetzungen der Metallbranche eingesetzt. „Wenn die Arbeitgeber ihr indiskutables Angebot von 3 Prozent für 14 Monate nicht deutlich nach oben korrigieren, steuern wir mit Volldampf auf einen Riesenkrach zu. Wir lassen uns nicht verarschen“, rief Lux. Er meint damit Streiks. Warnstreiks sind bereits ab heute zu erwarten.