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IG Metall Unna - Werkverträge Aktionstag 07.10.2015

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07. Oktober 2015 -

Tag der prekären Beschäftigung


Unna - Die IG Metall wendet sich gegen den Missbrauch von Werkverträgen. "Immer öfter setzen Unternehmen Werkverträge ein, um dadurch Lohndumping durchzusetzen. Sie schaffen mit dieser Art der prekären Beschäftigung betriebsratsfreie und tariflose Zonen in relevanten Bereichen der Wertschöpfung.

Für Betroffene von Werkverträgen bieten wir eine Sprechstunde an:

Wann:Mittwoch, 07.10.2015

09:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Wo:IG Metall Unna

Bahnhofstr. 74-78

59423 Unna

(Bahnhofsgebäude, 1. Etage)

Sofern der Wunsch besteht kann auch ein anderer individueller Termin telefonisch unter 02303 253220 vereinbart werden.

Die IG Metall fordert den Gesetzgeber auf, endlich mit gesetzlichen Regelungen Ordnung auf dem Arbeitsmarkt herzustellen. "Der Missbrauch von Werkverträgen muss unterbunden werden. Dazu braucht es bessere Informationspflichten und mehr Mitwirkungsrechte der Betriebsräte in den Einsatzbetrieben. Klare Kriterien sind notwendig, um Werkverträge etwa gegenüber der Arbeitnehmerüberlassung und der Soloselbständigkeit abzugrenzen. Die IG Metall fordert die Arbeitgeber zu verpflichten, den Betriebsrat über eingesetzte Werkverträge und den beauftragten Betrieb zu informieren sowie darüber, ob es dort einen Betriebsrat gibt, ob und welche Tarifverträge dort gelten. Zudem brauche es die konkrete Mitbestimmung der Betriebsräte bei Outsourcing.

In der Metall- und Elektroindustrie seien vor allem die Bereiche Kontraktlogistik, industrielle Services sowie Entwicklungsdienstleister betroffen. "Wir kritisieren nicht die sinnvolle Arbeitsteilung zwischen dem Produzenten von Fahrzeugen oder Maschinen und Spezialisten, die hierfür Dienstleistungen anbieten: Daneben hat sich aber eine Praxis der Auslagerung entwickelt, die alleine auf Lohndumping baut, um Extraprofite einzustreichen. Die Arbeitgeber forderten an anderer Stelle die Einhaltung der Tarifeinheit: ein Betrieb - eine Gewerkschaft. "Das gilt gerade auch für Werkvertragsleistungen. Wenn die Arbeitgeber hier das Prinzip der Tarifeinheit aufkündigen, riskieren sie, dass die stark vernetzte Werkschöpfungskette nicht mehr von der Friedenspflicht des Flächentarifvertrages profitiert."